Venture Kick:
Erfolgreiche Jungunternehmerförderung seit 2007

Simon Wüthrich, 8. Oktober 2009 11:47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Unter Jungunternehmern wird häufig über die Bedeutung und den Erfolg der Startup-Förderung in der Schweiz diskutiert. Eine von Venture Kick durchgeführte Umfrage antwortet auf die Frage nach ihrem eigenen Erfolg.

Seit September 2007 unterstützt die private Förderinitiative Venture Kick Jungunternehmen. In dieser Zeit wurden insgesamt 3 Mio. Fr. an 89 Projektteams ausgeschüttet. Eine von Venture Kick durchgeführte Umfrage kommt zum Schluss, dass dank dieser Förderarbeit, die über rein finanzielle Unterstützung hinausgeht, rund 300 Arbeitsplätze entstanden sind.

Laut besagter Umfrage konnten die unterstützten Jungunternehmer im Durchschnitt für jeden von Venture Kick gesprochene Franken zehn weitere von anderen Geldgebern akquirieren. Die von Venture Kick geförderten Startups hätten bis September 2009 insgesamt 30 Mio. Fr. Investitionsgelder akquirieren können.

Startups schätzen Hilfe

In zahlreichen Gesprächen, die ich seit meinem Einstieg bei Startwerk.ch mit Jungunternehmern geführt habe, bestätigt sich diese positive Einschätzung der Arbeit von Venture Kick. Drei Aspekte werden unisono betont:

  1. Die finanzielle Unterstützung erlaubt vielen Startups, die kritische Anfangsphase erfolgreich zu überstehen. Sie können die Fördergelder nutzen, um einen Businessplan auszuarbeiten oder ihr Produkt soweit zu verbessern, dass die Akqurierung weiterer Gelder einfacher wird.
  2. Die Jungunternehmer profitieren vom Coaching und von dem betriebswirtschaftlichen Wissen, welches ihnen in den Kickers Camps vermittelt wird. Dies fällt besonders bei Startups ins Gewicht, die in der Anfangsphase (noch) keine Betriebswirtschafter im Team haben.
  3. Das persönliche Netzwerk, welches die Jungunternehmer in den Kickers Camps aufbauen können, erweist sich als weicher aber wichtiger Erfolgsfaktor.

Mehr Firmengründungen

Der beachtliche Erfolg – Beat Schillig, Leiter Ventrue Kick Deutschschweiz, betonte im Tages Anzeiger, seine Erwartungen seien übertroffen worden – stimmt das Venture Kick-Team zuversichtlich. Mittelfristig sollen sich dank der Arbeit des Teams die Anzahl der Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen und Universitäten verdoppeln.

Aufschlussreich wäre eine Studie, welche der Frage nach Erfolg und Bedeutung aller Schweizerischen Startup-Förder-Initiativen nachgeht. Meines Wissens existiert derzeit keine umfassende Darstellung zu diesem Thema.

Venture Kick ist eine Initiative privater Geldgeber. Jungunternehmer haben die Möglichkeit über einem dreistufigen Prozess bis insgesamt 130’000 Fr. für ihr Startup zu bekommen. Dafür müssen sie in jeder Runde vor einer Expertenjury den Stand ihres Projekts darlegen. Die Sieger der ersten Runde erhalten 10’000 Franken, um ihre Idee auszuarbeiten. Das Fördergeld der zweiten Runde (20’000 Franken) soll in die Entwicklung des Business Cases investiert werden. Jungunternehmer, welche die Jury in der dritten Runde überzeugen können, erhalten 100’000 Fr. Startkapital für ihr Startup. Zwischen den Präsentationen in der ersten und der zweiten Runde dürfen maximal drei, zwischen der zweiten und dritten maximal sechs Monate verstreichen. In dieser Zeit werden die Jungunternehmer in den Kickers Camps bei der Weiterentwicklung ihrer Startups von erfahrenen Unternehmern unterstützt. Hinter Venture Kick stehen in der Pilotphase die Ernst Göhner Stiftung, die Gebert Rüf Stiftung und die OPO Stiftung.
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