Venture Kick:
Neue Gelder dank Avina-Stiftung

Die Jungunternehmer-Förderinitiative Venture Kick erhält zusätzliche Unterstützung durch die Avina-Stiftung.

Wie Venture Kick am 2.11. per Medienmitteilung verlauten liess, unterstütze die von Stephan Schmidheiny gegründete Avina-Stiftung das Jungunternehmer-Förderprogramm mit einem “substanziellen Beitrag”. Damit wird die Finanzierung von Venture Kick neu durch vier Stiftungen getragen. Venture Kick komme “damit dem Ziel näher, das Jahresbudget auf 5 Millionen Franken zu steigern.” Venture Kick dürfte damit weiter (vgl. Post vom 8.10.2009) an Bedeutung gewinnen in der Schweizer Startup-Szene.

Die Avina-Stiftung legt ihren Fokus gemäss eigenem Bekunden auf die Förderung von unternehmerischen Projekten im Bereich sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Als Förderbereiche führt die Stiftung auf ihrer Homepage “Soziales”, “Bildung”, “Kultur” und “Umwelt” an. 2008 hat Avina 13.6 Mio. Fr. in die vier Förderbereiche investiert. 66% in Soziales (47 Projekte, darunter das Crescenda Gründungszentrum für Migrantinnen), 21% in Bildung (85 Projekte, darunter Studienaktie.org, eine Plattform für Bildungsaspiranten und Bildungsinvestoren), 9% in Kultur (74 Projekte, darunter die Stiftung Zukunft Musik, die junger Musiker fördert) und 4% in Umwelt (17 Projekte, darunter der Verein ProPomasqui der Integrierte Abfallbewirtschaftung in Quito, Ecuador, unterstützt). Rund einen Drittel ihrer Mittel vergibt Avina in der Schweiz.

Vor diesem Hintergrund dürfte Avina-Geschäftsführerin Evelyn S. Braun sich über die Unterstützung von Aiducation International durch Venture Kick (Startwerk.ch hat berichtet) besonders gefreut haben. Es wird sich weisen, ob Avina bei Venture Kick nicht nur Kapital einbringen, sondern dem unternehmerischen Umgang mit sozialen und ökologischen Anliegen innerhalb des Förderprogramms zu mehr Beachtung verhelfen wird.

Venture Kick ist eine Initiative privater Geldgeber. Jungunternehmer haben die Möglichkeit über einem dreistufigen Prozess bis insgesamt 130’000 Fr. für ihr Startup zu bekommen. Dafür müssen sie in jeder Runde vor einer Expertenjury den Stand ihres Projekts darlegen. Die Sieger der ersten Runde erhalten 10’000 Franken, um ihre Idee auszuarbeiten. Das Fördergeld der zweiten Runde (20’000 Franken) soll in die Entwicklung des Business Cases investiert werden. Jungunternehmer, welche die Jury in der dritten Runde überzeugen können, erhalten 100’000 Fr. Startkapital für ihr Startup. Zwischen den Präsentationen in der ersten und der zweiten Runde dürfen maximal drei, zwischen der zweiten und dritten maximal sechs Monate verstreichen. In dieser Zeit werden die Jungunternehmer in den Kickers Camps bei der Weiterentwicklung ihrer Startups von erfahrenen Unternehmern unterstützt. Hinter Venture Kick stehen in der Pilotphase die Ernst Göhner Stiftung, die Gebert Rüf Stiftung, die OPO Stiftung und die Avina-Stiftung.

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