Finanzierung bei Medtech-Startup:
4 Millionen für Qvanteq

Das Zürcher Medtech-Startup Qvanteq hat eine Finanzierungsrunde mit privaten Investoren landen können. Mit dem Geld soll ein Produkt für Herzpatienten näher an die Marktreife gebracht werden.

Für Laien ist nicht einfach zu verstehen, woran Arik Zucker und seine Kollegen arbeiten – medizinische Stents nämlich. Ihr 2009 gegründetes Startup Qvanteq will neuartige Stents auf den Markt bringen, die die Behandlung von Herzpatienten verbessern sollen. Ein Stent ist eine Art kleines Röhrchen, das per Operation in Blutgefässe eingesetzt wird, um diese offen zu halten. Eingesetzt werden diese etwa, wenn Herzarterien sich krankhaft verengen.

Mit einer neu entwickelten Lösung will Qvanteq diese Behandlungsmethode verbessern. 

Eine Frage der Oberfläche

Eine Herausforderung beim Einsetzen von Stents ist, wie diese vom Körper des Patienten angenommen werden. Im besten Fall werden sie in die Arterie eingebaut und das Blutgefässe funktioniert normal. Die Chance besteht aber, dass das Gefäss nach der Operation zuwächst. Um das zu verhindern, werden heutige Stents oft mit Medikamenten beschichtet.

Qvanteq hat einen anderen Ansatz und verordnet seinen Implantaten eine besondere Oberflächenstruktur. Diese soll dafür sorgen, dass die Stents nach der Operation richtig angenommen werden. Für sein Produkt QStent hat das Startup aus dem Zürcher Technopark nun eine zweite Finanzierungsrunde einfahren können; vier Millionen Franken. Laut dem CEO wird das Geld eingesetzt, um auf eine europaweite Zulassung für das Produkt hinzuarbeiten und die nächste Versuchsstufe zu finanzieren. Qvanteqs Stents soll jetzt nämlich bei ersten Patienten getestet werden.

Das Top 100 Startup hatte 2010 erste Finanzierung in siebenstelliger Höhe bekannt gegeben.

 

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