venture kick:
Pix4D und Swissto12 sichern
sich 100’000 Franken

Luftaufnahmen und Terahertz-Technologie: Zwei Hightech-Spin-offs der ETH Lausanne haben die Jury von venture kick überzeugen können.

Ferngesteuerte Flugobjekte, auch bekannt als Drohnen, liefern inzwischen laufend kostengünstigeres Bildmaterial zur Untersuchung von Umgebungen. Damit sich solche Bilder auch für Ingenieurvorhaben nutzen lassen, haben Christoph Strecha und Olivier Küng eine Technologie entwickelt, die daraus digitale Höhenmodelle erstellt, also dreidimensionale Reliefs der Landschaft.

Mögliche Anwendungen finden sich im Berg-, Hoch- und Tiefbau oder in der Stadtplanung. Aus einer grossen Anzahl von Einzelbildern berechnet die Software nämlich, wie genau die Topografie einer beliebigen Fläche aussieht. Auflösungen von 10 Zentimetern sind dabei kein Problem.

Das Produkt, das Pix4D inzwischen am Markt hat, ist als Cloud- und als Desktoplösung erhältlich. Vorteil gegenüber bisherigen Applikationen ist die schnelle und automatisierte Berechnung der Höhenmodelle, die innert Minuten aus den Kameradaten 3D-Modelle liefert. Die erhaltenen Lanschaftsdaten sind mit gängiger Software für Geoinformationssysteme kompatibel.

Auf der Website von Pix4D finden sich zahlreiche Showcases für die Technologie, hier zum Beispiel in einer Überblendung mit Google Maps. Folgendes Video zeigt ein Höhenmodell der Lausanner Altstadt.

Die beiden Gründer sind derzeit auf der Suche nach Investoren.

Swissto12: Durchblick mit T-Strahlen

Das zweite gekürte Startup ist ebenfalls ein Spin-off der ETH Lausanne. Hier geht es um das zwischen Mikrowellen und Infrarot gelegene Terahertz-Frequenzband. Die für Lebewesen ungefährlichen T-Strahlen sind noch kaum bewirtschaftet, passende Quellen und Detektoren fehlten bisher. Emile de Rijk und Alessandro Macor haben eine gänzlich neue Fabrikationsmethode für das bisher wenig beachtete Spektrum entwickelt. Mit ihrem Startup Swissto12 wollen sie die Technologie nun kommerzialisieren. Anwendungen dafür deuten sich in der Medizinal- und der Kommunikationstechnik an. In letzterer sind die freien Frequenzen notorisch knapp und neue Optionen darum stets gefragt.

Daneben eröffnen die T-Strahlen auch neue Perspektiven für das Röntgen von Gegenständen. Weitere Anwendungen ergeben sich damit etwa in der zerstörungsfreien Materialprüfung oder der Sicherheitstechnik, da sich mit den Terahertzstrahlen ein Blick ins Innere von Materialien werfen lässt. Erste Kunden haben die Gründer bereits an Bord holen können.

Diese jüngste Förderung von venture kick bringt die Anzahl der Spin-offs, die den Startup-Wettbewerb durchlaufen haben, auf 227.

 

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