Swiss App Award:
Stelldichein der Schweizer App-Entwickler

Am 21.3.2012 wurden im Hotel Marriott in Zürich die ersten Swiss App Awards verliehen. Simon sass für startwerk.ch im Publikum.


Die von trifork organisierten ersten Swiss App Awards zeigten: Die Schweizer App-Szene lebt, fast alle sind überzeugt, dass Apps Websites und -anwendungen überlegen sind und auch kleine Entwicklerteams können erfolgreich sein.

Die App Awards wurden in sieben Kategorien vergeben: Best User Experience App; Most Downloaded App; Best Web App; Best Game App; Best Bank App; People’s Choice; App of the Year.

Der Star des Abends war Gbangas «Pilotifant»: Das Game, das für die Mobiliar Versicherung wirbt, wurde als «Best User Experience App» und «App of the Year» ausgezeichnet. Der Auszeichnung für die beste User Experience war absolut nachvollziehbar; die Auszeichnung zur App des Jahres wirkte dagegen etwas sonderbar, nachdem Michael Jackson in seiner Keynote betont hatte, dass Apps einen wichtigen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten könnten.

Zur «Most Downloaded App» wurde die App der SBB gekürt, die unter anderem gegen die App von 20 Minuten und local.ch angetreten war. In der Kategorie «Best Web App» konnte sich «App Aware» gegen «Mobility Car», «Kooaba Déjà Vu» und andere durchsetzen. Warum diese Bewerber in der Kategorie «Web App» gelistet worden waren, bleibt das Geheimnis der Jury – keine der Apps ist eine Webapp

Die Kategorie «Best Game App» konnte «Monster Up», eine Art «Doodle Jump»-Klon, für sich entscheiden. In der Kategorie «Best Banking App» wurde eine App ausgezeichnet, die zwar gut umgesetzt ist, jedoch nicht wirklich mit Banking zu tun hat: «Money Book». Die sehr schön gemachte App hilft ihrem Nutzer, sein Budget unter Kontrolle zu halten.

Der «People’s Prize» ging übrigens an die «Swisscom Fan-Glocke», das Ski-Weltcup-Pendant zu den Vuvuzela-Apps, die während der letzten Fussballweltmeisterschaften Freunde lästiger Geräusche erfreut hatten. Bleibt zu hoffen, dass kommendes Jahr eine App den Publikumspreis erhält, die etwas näher an Michael Jacksons Ideal heranreicht…

 

 

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