Vizago:

3D-Gesichter made in Basel

Das Startup Vizago möchte die Erstellung von dreidimensionalen Gesichtsmodellen möglichst einfach halten. Dazu verwendet das Startup die Morphable Model Technology, auf welche die Universität Basel das Patent hält.


Stell Dir vor, Du kannst mit wenigen Mausklicks, der Spielfigur Deines Lieblingsgames Deine Gesichtszüge verleihen. Stell Dir weiter vor, dass Du Dein Gesicht auch altern lassen kannst – Dein Avatar ist schliesslich ein altehrwürdiger Magier. Und alles was Du dazu benötigst: ein einfaches Foto, geschossen mit Deiner Webcam.

Dieses Szenario macht die Morphable Model Technology möglich, welche die Universität Basel patentiert und an das Startup Vizago lizenziert hat. Diese intelligente Technologie benötigt lediglich ein einfaches Foto, um dreidimensionale Strukturen, in diesem Fall Gesichter, zu erstellen; teueres Kameraequipment ist dazu nicht nötig.

Avatare mit Emotionen

Ein weiterer gewichtiger Vorteil: Die Software erkennt automatisch Gesichtspartien wie Mund, Nase und Augen, was die Modellierung des Gesichts deutlich vereinfacht. Zudem kann ein solches 3D-Gesicht durch Modifizierung von Inputvariablen verändert werden – daher der Begriff «Morphing» (englisch für «Verwandlung»).

Damit dies möglich ist, enthält ein solches Modell neben den eigentlichen 3D-Informationen Daten wie Geschlecht, Grösse, Gewicht und Alter. Wer diese Variablen verändert, kann ein Gesicht weiblicher respektive männlicher, älter beziehungsweise jünger oder athletischer erscheinen lassen. Zudem kann ein solches Modell auch unterschiedliche Emotionen darstellen. So kann ein Gesicht fröhlich, traurig oder wütend erscheinen.

Virale Clips und virtuelle Anprobekabinen

Vizago bietet die Technologie SaaS in der Cloud an. Dabei sollen auch Kunden mit der Lösung zu Rande kommen, die kaum Fachwissen im Bereich 3D-Datenverarbeitung haben. Die eingangs skizzierten Anwendung im Bereich Videospiele, ist nur eine von vielen Einsatzmöglichkeiten. In der Werbung könnten kurze Clips mit solchen Modellen personalisiert werden – was zur Viralität solcher Videos beitragen dürfte.

Auch für Onlineshops könnte die Technologie interessant sein. Nutzer könnten dank Vizago Kleider oder Frisuren mit dem eigenen 3D-Gesicht ausprobieren. Ein erster Geschäftskunde von Vizago ist Metail, wo die Technologie bereits erfolgreich im Einsatz ist.

Zurzeit arbeitet das Team von Vizago an einer Online-Demoversion, die bald an dieser Stelle verfügbar sein soll. Mit dieser Demo wird jedermann ein eigenes 3D Gesicht erstellen, herunterladen und mit einer 3D Software anschauen können. Zudem wird man beispielsweise Frisuren ausprobieren können.

 

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