Anonymes Twittern für Studenten:
blicKlick heisst neu Spocal

Frischer Ansatz und neue Ausrichtung: Spocal ist die neue Plattform der blicKlick-Gründer – eine anonymisierte Chatplattform für Studenten.

Im Februar 2011 hat das Team aus Cristian Grossmann, Flavio Pfaffhauser und Philip Reichen die Uni-Flirt-Plattform blicKlick gestartet. Vorbild des Diensts war das vielbeachtete Stanford-Startup Likealittle.

Idee war, Studenten eine anonymisierte Kontaktplattform für ihren Campus zur Verfügung zu stellen. An einer öffentlichen Online-Pinnwand konnten Flirts gepostet werden, jeweils mit einer Botschaft, Ortsangabe und Haarfarbe als Identifikationsmerkmal – und der Möglichkeit zur Antwort per privater Nachricht.

Aufgrund von Nutzerfeedback und Erfahrungen mit der tatsächlichen Verwendung der Nachrichten haben die Gründer nun ihrer Plattform mit Spocal einen neuen Spin verpasst. Das war wohl nötig, denn trotz der einleuchtenden Idee hob die Flirtplattform bei den Nutzerzahlen nie wirklich ab.

Anonymität als Kernfeature

Mit dem neuen Ansatz wollen die Gründer einen Dienst basierend auf der bestehenden Infrastruktur pushen, der von Anfang an breiter aufgestellt ist. Flirt-Botschaften sind zwar nach wie vor möglich, aber nicht mehr im Fokus, sagt Cristian. Es geht nun allgemeiner um Kontakte und Austausch zwischen Studis und darum, eine Campus-weite Fragen- und Plauderecke zu bieten.
Gebaut ist das System um das bestehende Pinnwand-Modell. Und nach wie vor ist die Anonymität das Alleinstellungsmerkmal der Plattform, so Cristian: Sie soll den Nutzern ein Sicherheitsgefühl geben. Diese haben dazu keinen fixen Nickname, sondern erhalten für jede Diskussion ein neues Pseudonym zugeteilt. Das soll zum einen das Schreiben möglichst niederschwellig machen, zum anderen differenziert man sich damit von Plattformen wie Twitter und insbesondere Facebook, die komplette Transparenz verlangen.

Das zweite Element ist der Location-Ansatz. Sowohl übers Web wie auch in der kommenden iPhone-App werden die Nachrichten nach Ort gefiltert. Das heisst, man erhält Diskussionen anhand des eigenen Standorts eingeblendet.

Mit der Neuausrichtung entwickelt sich Spocal von einem reinen Me-too-Startup zu einem Projekt mit eigenen Ideen – und geht komplett andere Wege als Likealittle. Das US-Startup hat den Flirt-Fokus beibehalten und bietet mittlerweile per Facebook-Connect die Möglichkeit, Matching-Vorschläge anhand von Interessensprofilen zu erhalten.

Bei der Monetarisierung haben die Gründer erste Ansätze in petto. Zum einen sehen sie ein Sponsoring-Modell vor, mit dem Werbeinhalte in Nachrichtenform auf der Pinnwand platziert werden können. Zum anderen ist ein Punktesystem angedacht, das Aktivitäten mit Spocal-Credits belohnt – ähnlich etwa den Punkten in Diensten wie Foursquare. Anders als bei diesen wird es aber möglich sein, die Credits für Premium Features einzusetzen. Neben dem Erwerb durch durch Aktivitäten wollen die Gründer die Credits für Geld anbieten.

Dieser Tagen lancieren die Gründer und ihr um zwei Köpfe erweitertes Team Spocal an den Schweizer Unis, passend zum Semesteranfang, und werden darum auch am Zürcher Erstsemestrigenfest mit einer Pinnwand am Ort sein. Per Ambassadors soll Spocal dann auch an ersten deutschen Hochschulen gepusht werden. Der Lauch der iPhone-App ist für Mitte Oktober geplant.

 

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Ein Kommentar

  1. Hört sich nach einem ganz interessanten Konzept an. Gerade in Zeiten in denen immer mehr Wert auf den Datenschutz gelegt werden muss. Mal sehen ob ich irgendwo herausfinde wie sich dieses Konzept bis zum heutigen Tag weiter entwickelt hat.

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