Startup-Kooperation:
Gbanga und Coupies spannen zusammen

Experiment im E-Commerce. Das Zürcher Startup Gbanga und die Kölner Gründer von Coupies kombinieren mobile gaming und mobile shopping.



Kooperation zwischen Gbanga und Coupies.
Kooperation zwischen Gbanga und Coupies.

Wie gestern bekannt wurde, kooperieren Gaming-Startup Gbanga und Mobilmarketer Coupies im Rabatt-Marketing.

Die Gründer der beiden Startups hatten sich im April in München kennen gelernt, an der Wahl zur Internet World Business Idee 2010. Gbanga wird in Deutschland künftig standortbezogene Sonderangebote, in Gestalt von Coupons, in seiner Spielwelt verfügbar machen.

Die Kooperation bringt laut Gbanga-Gründer Matthias Sala Coupies mehr Reichweite und Gbanga-Nutzern zusätzliche Anreize zum Spielen und einen neuen Revenuekanal. Da beide Apps über offene APIs verfügen, sei die Umsetzung einfach und praktisch kostenfrei gewesen.
Für Gbanga ist es auch ein Experiment, mit dem die Gründer weitere Erfahrungen im Bereich Unterhaltungsmarketing machen können: “Wir sehen damit, wie gut so ein Angebot im Spiel ankommt.” Ausserdem habe man ähnliche ortsbezogene Angebote für die Schweiz im Blick, so stehe ein Affiliate-Deal mit einem Schweizer Anbieter aus dem Event-Bereich kurz bevor.

Das noch junge Kölner Startup Coupies versucht sich im umkämpften Coupon-Markt mit einem Fokus auf mobile Shopping. Die ortsbasierte Smartphone-App zeigt Rabattangebote in der Nähe des Nutzers an. Per herunterladbarem Gutschein lassen sich diese beim Einkauf einlösen. Coupies startete Anfang 2010 in Köln und hat seither sein Angebot auf ganz Deutschland erweitert. Pro eingelöstem Gutschein erhält Coupies einen Betrag im Cent-Bereich, bis maximal einen Euro. Ausserdem bezahlt der Einzelhändler für den Dienst eine monatliche Grundgebühr. Bisherige Partner des Anbieters sind beispielsweise KFC oder Footlocker.

Über Gbanga haben wir bereits berichtet. Das Entwicklerteam hat ein ortsbasiertes Spiel für mobile Handyplattformen entwickelt. Darin können sich Spieler als Mafiosi versuchen, indem sie das Territorium ihres Clans vergrössern. Gbanga nennt ihr Spiel ein “mixed reality game”, da wie bei Foursquare Orte im Spiel und die Position des Spielers mit Orten und Position in der Wirklichkeit korrespondieren.

Die Gbanga-App ist kostenlos. Erträge will Gbanga über in-game Marketing (wie mit Coupies), Affiliate-Kooperationen oder in-game Purchases generieren. Bei letzteren können sich Spieler virtuelle Gegenstände in der Spielwelt kaufen – ein Prinzip, das bereits in Online-Rollenspielen und casual games wie Farmville zum Einsatz kommt. Das Startup befindet sich zurzeit in einer Finanzierungsrunde und ist dabei, sein Team zu vergrössern.

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3 Kommentare

  1. anonym
    schrieb am 9. September 2010 um 12:09 Uhr (#)

    Keine schlechte Vereinigung zwischen Anbieter und Vermarkter. Sogar richtig gut die Idee. Mal schauen ob das fruchtet. Würde mich freuen wenn die redaktion darüber berichtet. Werde auch googlen was da passiert.

  2. Michael Zachrau
    schrieb am 30. August 2011 um 15:49 Uhr (#)

    Das passt ja mal gut zusammen. Bin sehr gespannt, ob die Zusammenarbeit erfolgreich wird und sich die erhofften Effekte einstellen. Fast schon zu schön, um wahr zu sein…
    Mal sehen, wer davon profitiert.
    So lange Kunden/Partner einen Mehrwert von der Kooperation haben, wird es wohl hinhauen.

  3. Flaer
    schrieb am 13. Dezember 2011 um 11:22 Uhr (#)

    Wenn ich das Konzept des “mixed reality games” richtig verstanden habe, handelt es sich im Grunde also um eine moderne Art der Schnitzeljagdt – nur eben via Smartphone und GPS :-)

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