venture kick:
Süsse Impfstoffe und Vogelperspektive

Jeffrey Vögeli, 14. Juli 2010 11:51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Am siebten Juli haben zwei weitere junge Unternehmen die letzte Hürde genommen und kommen in den vollen Genuss des venture kick-Funding: Malcisbo und SenseFly.

Zwei sehr unterschiedliche Produkte sind es, deren Macher nun 130’000 Franken Anschubhilfe für ihre Startups bekommen. Gemeinsam haben sie das Innovative in ihren Produkten und den Hintergrund in der Forschung and der ETH beziehungsweise der EPFL.

Zuckerbasiert und Wasserlöslich

Das Team von Malcisbo
Das Team von Malcisbo
Malcisbo will mit neuartigen Impfstoffen, die auf Zucker basieren gegen Bakterien und Würmer bei Tieren vorgehen. Erstes Ziel sind dabei die Campylobacter-Bakterien, welche über das Fleisch von Hühnern jährlich 400 Millionen Menschen infizieren.

Der besondere Vorteil des Impfstoffs von Malcisbo liegt dabei in seiner Wasserlöslichkeit. Dadurch ist es erstmals möglich, auf effiziente Weise über das Trinkwasser tausende von Tieren zu impfen.

Zusätzlich zu dem Campylobacter-Impfstoff ist bereits ein Mittel, welches Wurmbefall bei Schafen und Ziegen verhindern soll. Längerfristig wäre es sogar denkbar, die Produktpalette auch auf Imfstoffe für Menschen auszuweiten.

Neben dem Erfolg bei venture kick konnte das Team von Malcisbo auch die Jury bei Ventue 2010 von sich überzeugen: Im Geschäftsideen-Wettbewerb der Phase I waren sie unter den Gewinnern und in Phase II erreichten sie mit ihrem Businessplan den zweiten Platz.

Luftaufnahmen in dreissig Minuten

Jean-Christophe Zufferey, der CEO von SenseFly
Jean-Christophe Zufferey, der CEO von SenseFly
Die Vision, wie sie SenseFly durch ein Zitat des CEO Jean-Christophe Zufferey auf der Firmenwebsite formuliert: “We want to allow people to capture data anywhere, any time, without heavy infrastructure or long preparation time.” Möglich wird das mit dem Swinglet, einem handlichen UAV (unmanned aerial vehicle), welches über einen Computer gesteuert, aus der Luft Daten sammelt. In einem Video wird demonstriert, wie sich ein Gebiet so in kürzester Zeit aus der Vogelperspektive abfotografieren lässt.

Doch das Swinglet kann nicht nur fotografieren. Genauso ist es möglich, sensoren zur Überprüfung der Luftqualität einzubauen oder sonstige Messungen durchzuführen. Durch die handliche Grösse und das geringe Gewicht kann das Swinglet auch bedenkenlos über bewohntem Gebiet eingesetzt werden.

Mittlerweile wurden von venture kick über fünf Millionen Franken an 127 Startup-Teams ausgeschüttet.

www.venturekick.ch

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