Content Distribution Networks:
Outsourcing für Webapps

Jan Rothenberger, 28. Januar 2010 07:38 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Geschwindigkeit als Wettbewerbsvorteil: Das leuchtet ein, aber wie optimiert man eine webbasierte Anwendung abgesehen vom Code? Usekit setzt auf Content Distribution Networks, COO Eric Fischer erklärt warum.

Von Eric Fischer, Usekit

Ein Thema, welches uns bei der Entwicklung von useKit immer wieder beschäftigt, ist die Geschwindigkeit und der Ressourcenhunger der Plattform. Wir sehen die Geschwindigkeit als einen sehr wichtigen Faktor in Bezug auf die Nutzbarkeit der Plattform und damit als einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.
Neben dem permanenten Optimieren und Überarbeiten des Codes gehört dazu auch die optimale Verteilung von Dateien und statischen Inhalten. Als dynamische Anwendung mit einem hohen Anteil von nutzergenerierten Inhalten ist das bei uns natürlich nur ein Teil des kumulierten Traffics. Aber es hat sich gezeigt, dass man an allen Enden optimieren muss, um ein solides Ergebnis zu bekommen.

CDNs als Ausweg
Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang war: Wie verteilen wir statische Dateien und wie sorgen wir dafür, dass sie immer up to date sind?
Für diese Aufgabenstellung bieten sich “content distribution networks” (CDNs) an. Diese bestehen aus einem großen Netzwerk von Servern, auf denen die Inhalte gespiegelt vorliegen. Ein “Request-Routing-System” sorgt dann dafür, dass Anfragen immer bei Maschinen landen, die im Moment freie Ressourcen haben und möglichst in geographischer Nähe sind. Dies führt auf der einen Seite dazu, dass die Anfragen möglichst schnell beantwortet werden und auf der anderen Seite dazu, dass sie möglichst wenig Bandbreite benötigen. Für uns besteht der Vorteil darin, dass die Geschwindigkeit optimiert und die Kosten reduziert werden.
Bei unserem CDN Provider (Simplecdn) basiert das Verteilen der Datenpakete (buckets) auf den Servern auf  dem Prinzip der “mirror buckets”, das heisst wir müssen die buckets nicht explizit auf den Server laden sondern die Server von Simplecdn ziehen sie direkt von unseren Servern.

Wechselnde Versionsnummern als Update-Signal

Eine weitere Schwierigkeit sind verschiedene Versionen von Dateien. Bei Updates sind nicht automatisch auch die Daten beim Nutzer up-to-date, da sie z.B. beim Nutzer gecachet werden. Für die Lösung dieses Problems verwenden wir Versionsnummern, es ändert sich die URL zu den Dateien und damit werden die neuen Versionen und nicht eine alte, gecachte, verwendet.

In der Rubrik Startup-Diary schildern Jungunternehmer wöchentlich, mit welchen praktischen Problemen sie in ihrem Gründeralltag konfrontiert werden und welche Lösungsansätze sie gefunden haben.
Zusammenfassend kann ich sagen, aus unserer Erfahrung hat sich der Einsatz von CDN gelohnt. Sicher muss man sich einmal im Detail damit auseinandersetzen um die für den speziellen Fall richtige Konstellation zu finden, aber am Ende spart es Geld und sorgt für eine schnellere Anwendung.

Dieser Text ist mir was wert:

Weiterempfehlen

Mehr lesen

Flaschenpost: Amazon des Weins

1.9.2010, 1 KommentareFlaschenpost:
Amazon des Weins

Seit 2007 kann man bei Flaschenpost online Wein bestellen. Mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit haben sich die Gründer in eine gute Position gebracht.

Websites: Wem wieviel verraten?

19.8.2010, 1 KommentareWebsites:
Wem wieviel verraten?

Die Website ist das Aushängeschild jedes Unternehmens. Entsprechend wichtig ist es für ein junges Unternehmen, sich darüber Gedanken zu machen.

Preisvergleich: Sehen wo man steht

4.8.2010, 0 KommentarePreisvergleich:
Sehen wo man steht

An der Fachhochschule Nordwestschweiz wurde ein Preisvergleichstool für IT-Dienstleister entwickelt. Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, ob man konkurrenzfähig ist.

Alternative zur eigenen Gründung: Worauf achten bei Startup-Jobs?

17.8.2010, 1 KommentareAlternative zur eigenen Gründung:
Worauf achten bei Startup-Jobs?

Die beste Alternative zur eigenen Gründung: bei einem jungen Startup anheuern. Sechs wichtige Punkte, die es dabei zu beachten gilt.

Spontacts: Virtuelles Startup, reale Chancen

13.8.2010, 0 KommentareSpontacts:
Virtuelles Startup, reale Chancen

In seinem zweiten Startup-Diary beschreibt Christoph Seitz die Herausforderungen, denen sich ein virtuelles Startup stellen muss und gibt Tipps, wie man die Distanz überwinden kann.

Kundenwerbung und Anreize: Vorteile von Double Sided Incentives

6.8.2010, 0 KommentareKundenwerbung und Anreize:
Vorteile von Double Sided Incentives

Empfehlungsmarketing ist ein beliebtes Mittel zur Neukundengewinnung. Mit einem Trick lässt sich die Methode aber noch effektiver machen.

Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg: Tools für virtuelle Teams

20.8.2010, 5 KommentareZusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg:
Tools für virtuelle Teams

Geographisch verteilte Entwickler-Teams sind vielleicht bald der Normalfall. Wir zeigen, wie sie sich via Web organisieren können.

Alternative zur eigenen Gründung: Worauf achten bei Startup-Jobs?

17.8.2010, 1 KommentareAlternative zur eigenen Gründung:
Worauf achten bei Startup-Jobs?

Die beste Alternative zur eigenen Gründung: bei einem jungen Startup anheuern. Sechs wichtige Punkte, die es dabei zu beachten gilt.

Kundenwerbung und Anreize: Vorteile von Double Sided Incentives

6.8.2010, 0 KommentareKundenwerbung und Anreize:
Vorteile von Double Sided Incentives

Empfehlungsmarketing ist ein beliebtes Mittel zur Neukundengewinnung. Mit einem Trick lässt sich die Methode aber noch effektiver machen.

Arbeiten im Team: Echtes oder virtuelles Büro?

10.3.2010, 0 KommentareArbeiten im Team:
Echtes oder virtuelles Büro?

Gemeinsames Büro contra Wikis und Feeds - die reine Online-Koordination ihres Teams war für die Gründer von Usekit kein Dauerlösung.

Startup-Diary: Domaingrenzen mit JSONP überschreiten

25.11.2009, 0 KommentareStartup-Diary:
Domaingrenzen mit JSONP überschreiten

Eric Fischer erklärt, wie ein Quasi-Hack die Entwicklung von Usekit massgeblich voranbrachte.

Startup-Diary: Von Syndicate zu Usekit, vom Prototyp zum Produkt

11.11.2009, 0 KommentareStartup-Diary:
Von Syndicate zu Usekit, vom Prototyp zum Produkt

In diesem Post möchte ich zurückblicken auf den manchmal steinigen Weg vom Prototyp zum Produkt und dabei ein paar Probleme benennen, denen sicher etliche Gründer begegnen werden.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.