Die Walliser Technoark:
ICT-Konferenz und Wettbewerb

Jan Rothenberger, 27. Januar 2010 10:50 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Wallis als Mini-Silicon-Valley? Mit Events und Förderwettbewerben versucht der Kanton, sich als Standort weiter zu profilieren.

Wer übermorgen noch nichts vorhaben sollte und spontan eine Anregung braucht: Die Technoark-Konferenz im Walliser Sierre ist ein guter Tipp für alle, die den Weg nicht scheuen. Wobei die Länge der Zugfahrt ja inzwischen nicht mehr so zu Buche schlägt – mit z.B. zweieinhalb Stunden ab Zürich.  Technoark ist ein der kantonalen Förderstiftung Theark angeschlossener Inkubatorstandort in Sierre, das ungefähr 20 Kilometer von Sion entfernt ist.

Das Konferenzprogramm besteht aus einer Reihe von Vorträgen und Unternehmenspräsentationen und dürfte die Möglichkeit bieten, einige der vor Ort beheimateten Startups kennenzulernen. Die Auswahl an Gastreferaten orientiert sich weniger an der Unternehmerperspektive sondern hat mehr den Charakter von Inspirationsinput. Die Redner sind schwerpunktmässig als Trendforscher und Konzeptentwickler tätig. Bruno Marzloff und Liftlab-Gründer Fabien Girardin befassen sich mit den Themen Infrastruktur, Interaktion und urbanen Raum- und Zeitkonzepten. Ulrich Fischer ist der kreative Kopf hinter dem Medienkunstprojekt Walking the Edit. Nach dem Ausfall von Nokia-Vorzeigedesinger Adam Greenfield hat man Ersatz gefunden mit Matt Jones und Zbigniew Smoreda. Matt hat 2007 Dopplr gegründet, das er im letzten Herbst erfolgreich an Nokia verkaufen konnte. Er ist seither als Design-Consultant bei Berg London tätig, mit Fokus auf Interfacesysteme.
Zbigniew Smoreda arbeitet bei Orange Labs, der F&E-Abteilung der Französischen Telekom und wird zum momentan bekanntlich sehr gefragten Thema der Verknüpfung von Geolocation, sozialen Netzwerken und Mobilität sprechen.

Neben der Konferenz und dem Jahresauftaktapéro am 2. Februar ist das wichtigste vorzumerkende Datum bei Technoark zurzeit 26. Februar,  Deadline für die Anmeldung zum 2010 erstmals ausgeschriebene Förderpreis. Der mit bis 150’000 Franken grosszügig dotierte Prix Technoark richtet sich an ICT-Startups und Pioniere, die maximal drei Jahre im Geschäft sind. Für die Teilnahme eingereicht werden muss ein maximal 10-seitiger Businessplan, der auch in deutsch oder englisch abgefasst sein darf (Teilnahmebedingungen). Der Gewinner erhält 30’000 Franken à fonds perdu, ein zinsloses Darlehen von 40’000 Franken und darf während zweier Jahre unentgeltlich ein Büro im Inkubator in Sierre nutzen, wo er auch gecoacht wird.

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