Amazee:
Eine Community-Plattform als B2B-Produkt

Jan Rothenberger, 22. Januar 2010 07:36 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Soziale Netzwerke monetarisieren: Die Collaboration-Plattform Amazee erweitert ihr Angebot für Firmen mit massgeschneiderten Projektseiten.

Facebook meets BaseCamp meets SAAS: Amazee bietet neu Projektplattformen nach Mass an. 2007 gegründet, hat sich das Startup inzwischen als soziales Netzwerk mit Projektfokus etabliert. Amazee hat etwa 15’000 registrierte Benutzer, die an den rund 1’400 Projekten auf der Seite teilnehmen. Jeder Besucher konnte bisher kostenfrei einfache Projektseiten auf der Plattform eröffnen, während anspruchsvollere Kunden zusätzliche Upgrades erwerben konnten. Dieses Freemiummodell behält Amazee bei, jedoch gesellen sich “Customized Solutions” zu den bisherigen Varianten hinzu. Amazee hat eben die schon kürzlich per Blog und Twitter angeteaserte Erweiterung der Plattform lanciert.

“Über Facebook hinaus”

Das erste Beispiel für einen solchen Auftritt ist ein Projekt zur Innovationsförderung von KPMG. Die Customized Solutions sind eine Weiterentwicklung für Kunden, denen eine Projektseite auf der Homepage von Amazee zu wenig Möglichkeiten für Eigenbranding bot. Zielgruppe des Angebots sind laut Dania Gerhardt Firmen, die in Sachen Social Media aktiv werden und “etwas über Facebook hinaus” machen wollen. Vor allem im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) seien solche Lösungen für Unternehmen interessant, da sie den Firmen erlauben, eigenes wohltätiges Engagement zu starten und zu präsentieren.

Zwischen Agentur und Plattform

Mit dem neuen Angebot positioniert sich Amazee nun irgendwo zwischen dem bisherigen Kerngeschäft – mit der Bereitstellung von Upgrades – und Agenturdienstleistungen, die mehr Kundeninteraktion bedingen. Die den Kundenwünschen angepassten Projektseiten kosten je nach Kunde (Unternehmen oder Nonprofit) und Featurewünschen ab 12’000 Franken für ein Standard-Modell und 30’000 Franken für ein Pro-Modell, was massiv günstiger sei als ein vergleichbares Angebot bei einer weniger spezialisierten Agentur, erklärt Dania. Der Prozess läuft so ab, dass auf Anfrage von Kunden Auftritt und Design des Projektseite nach Vorgabe von Amazee konzipiert und betreut wird. Amazee selbst bietet keinen Full-Service, arbeitet aber beispielsweise mit Webdesignern zusammen für die Erstellung der Auftritte.

Platform as a Service

Im Zentrum des Angebots stehe die Plattformtechnologie und Amazees Erfahrung mit Social Media, meint Dania Gerhardt zum Profil der Customized Solutions. Im Grund sei das ein Wechsel von B2C zu B2B, das heisse jetzt erst einmal viel Effort beim Vorstellen des Produkts und Akquirieren von Kunden. Daneben gehe in der IT die  Weiterentwicklung der bestehenden Technologie weiter, mit dem Hauptziel einer verbesserten Usability.

Amazee organisiert das am 13. Februar stattfindende Startup-Camp in Basel. Das Startup, das sich offiziell noch in der Betaphase befindet, hat im zweiten Halbjahr 2009 den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft.

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