Swiss Equity Fair, SECA-Kongress und Venture Day:
Investorenmekka Technopark

Ein gewichtige Menge von Events gab es gestern zum Financing-Kongress im Technopark zu besuchen. Zahlreiche Jungunternehmen nutzten die Gelegenheit, sich vor potentiellen Investoren zu zeigen.

Wer als Startup einen Einblick bekommen möchte in Mindset und “das Geschäften” von Investoren, tut gut daran, sich nicht von den vielen Anzugträgern einschüchtern zu lassen und einmal eine Veranstaltung wie den Financing Kongress aus Swiss Equity Fair, SECA-Kongress und CTI Invests Venture Day zu besuchen. Als Jungunternehmer hat man hier die Gelegenheit, die Investorenlandschaft aus der Nähe in Augenschein zu nehmen.

Auswirkungen der Krise

Die Swiss Equity Fair hat die schon etwas etablierteren Jungunternehmen im Visier. Laut Björn Zern, dem Chefredaktor des Swiss Equity Magazins, zielt die Veranstaltung darauf, Wachstumsfirmen mit Investoren zusammenzubringen. Die Kandidaten für’s Schaulaufen vor den potentiellen Geldgebern wurden vorher von einer Jury aus den Gewinnern anderer Förderveranstaltungen ausgewählt.

Zu Beginn hielt Andreas Thümmler, Managing Director bei der M&A-Beratungsfirma CFP, eine Keynote zu den Erfolgsfaktoren von Startups aus Investorensicht. CFP begleitet Jungunternehmen im Investment- und Exitprozess. Ich fragte nach, was es mit dem Gründen in Zeiten der Krise auf sich hat. Aus seiner Sicht sei die Hauptdifferenz, das die in Krisenzeiten gegründete Firmen viel kostenbewusster arbeiten würden. Das müsse auch von den Investoren mehr berücksichtigt werden, die viel zu wenig antizyklisch investieren würden, meinte Andreas Thümmler. Ein Grossteil der Marktakteure würde fälschlicherweise in den Boomjahren investieren und Exits in den Krisenjahren machen, statt des Umgekehrten. Aber gerade institutionelle Geldgeber seien da oft ängstlich und würden nach wie vor zu prozyklisch agieren, auch wenn sich das für beide Seiten oft negativ auswirke.

Ist Europa risikoscheuer?

Bei der Gelegenheit fragte ich , was dran sei am bekannten Gerücht, Investoren in Europa seien konservativer als ihre risikofreudigeren Kollegen aus den Staaten und darum auch schwerer zu überzeugen. Thümmler betonte im Blick auf die USA müsse man unterscheiden zwischen den bekannten Startup-Mekkas wie dem Silicon-Valley und dem Rest des Landes, der in dieser Hinsicht eher wie Europa ticke. Aber tatsächlich fehle es hierzulande noch oft an Instrumenten wie beispielsweise Venture Capital Funds. Grundsätzlich ginge Europa als Standort andere Wege und biete dafür mehr ins institutionelle Investoren wie Förderstiftungen, Businessangel-Vereinigungen und dergleichen – was es in den USA weniger gebe. In diesem Bereich sei Europa also am Aufholen. Er sehe jedoch noch Nachholbedarf bei der Schaffung von steuerlichen Anreizen.

Ein Guide für Investorensuchende

Am Rande der Veranstaltung präsentierte Professor Christian Wunderlin vom IFZ eine neue Publikation, den Swiss Equity Guide Innovationsfinanzierung. Dieser demnächst erhältliche Führer soll einen strukturierten Überblick bieten zu Finanzierungsoptionen für Startups in der Schweiz.

Der am Nachmittag von der SECA organisierte Schweizer Private Equity und CF Kongress bot Podiumsgespräche und Vorträge zu Themen wie Due Dilligence, Steuern oder KMU-Finanzierung mit Eigenkapital. Für Jungunternehmer ebenfalls interessant waren die Präsentationen verschiedener CTI- und ICT-geförderter Startups, vor allem aus den Technologienbereichen, die sich im Rahmen des von der CTI-Invest abgehaltenen Venture Days vorstellten. Zudem gab es eine Ausscheidung von Venture Kick auf der Case-Stufe. Also: viel los im Technopark.

Die Swiss Equity Fair hatte etwas etabliertere Jungunternehmen im Visier. Laut Björn Zern, Chefredaktor des Swiss Equity Magazin, zielt die Veranstaltung darauf, Wachstumsfirmen mit Investoren zusammenzubringen. Die Kandidaten für’s Schaulaufen vor den potentiellen Geldgebern wurden vorher von einer Fachjury aus den Gewinnern anderer Förderveranstaltungen ausgewählt.

Zu Beginn hielt Andreas Thümmler, Managing Director bei der M&A-Beratungsfirma CFP, eine Keynote zu den Success Factors von Startups aus Investorensicht. CFP begleitet Jungunternehmen im im Investment und Exitprozess. Wir fragten nach, was es auf sich hat mit dem Gründen in Zeiten der Krise auf sich hat. Aus seiner Sicht sei der Hauptunterschied werde viel zu wenig antizyklisch investiert, meinte Andreas Thümmler. Ein Grossteil der Marktakteure würde fälschlicherweise in den Boomjahren investieren und Exits in den Krisenjahren machen, statt des Umgekehrten. Aber gerade institutionelle Geldgeber seien da oft zu ängstlich und würden nach wie vor zu prozyklisch, auch wenn sich das für beide Seiten oft negativ auswirke. Bei der Gelegenheit fragten wir nach, was dran ist am bekannten Gerücht, Investoren in Europa seien konservativer als ihre risikofreudigeren Kollegen aus den Staaten und wäre für Startups hierzulande viel mehr Vorarbeit und Proof of Concept zu leisten. Bei den USA müsse man unterscheiden zwischen den bekannten Startup-Mekkas wie dem Silicon-Valley und dem Rest des Landes, der in dieser Hinsicht eher wie Europa ticke. Es fehle ans Instrumenten wie Venture Capital Funds. Grundsätzlich ginge Europa als Standort andere Wege und biete mehr ins institutionelle Investoren wie Förderstiftungen, Businessangelvereinigungen und dergleichen – was es in den USA weniger gebe. In diesem Bereich sei Europa also am Aufholen. Er sehe jedoch noch Nachholbedarf bei der Schaffung von steuerlichen Anreizen.

Am Rande der Veranstaltung präsentierte Professor Christian Wunderlin vom IFZ eine neue Publikation, den Swiss Equity Guide Innovationsfinanzierung. Dieser demnächst erhältliche Führer soll einen strukturierten Überblick bieten den Finanzierungsoptionen für Startups in der Schweiz.

Der am Nachmittag von der SECA gehostete Schweizer Private Equity und CF-Kongress bot Podiumsgespräche und Vorträge zu Themen wie Due Dilligence, Steuern oder KMU-Finanzierung mit Eigenkapital. Für Jungunternehmer interessanter waren aber die Präsentationen verschiedener CTI- und ICT-geförderter Startups, vor allem aus den Technologienbereichen, die im Rahmen des von der CTI-Invest abgehaltenen Venture Day präsentierten.

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