Startupschool:
Freies Wissen für Jungunternehmer

Eine Art virtuelle Universität, welche Anregungen ihrer Studenten in die Vorlesungsplanung einfliessen lässt, ihr Räume für Kolloquien zur Verfügung stellt und die keine Gebühren erhebt? Das ist die Startupschool.

Die Startupschool sei eigentlich ein Nebenprojekt der Supercoolschool, erklärt Björn Lasse Herrmann bei unserem Gespräch. Supercoolschool betreibt eine Konferenz-Plattform, die von Firmen im Silicon Valley intern verwendet wird. Diese Plattform nutzt das Team um Björn Lasse, um Bildung zu demokratisieren, indem es Sitzungsräume der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Experten teilen ihr Wissen

In den Räumen finden unterschiedliche Veranstaltungen statt. So hat beispielsweise Brandon Middleton, ein erfolgreicher Programmierer von iPhone-Apps, am 10. August aus dem Programmierer-Nähkästchen geplaudert. Die Teilnehmer der Sitzung sehen und hören den Dozenten in einem Videofenster. Daneben werden die Powerpoint-Präsentation, eine Chat-Applikation, mittels derer Fragen an den Dozierenden gerichtet werden können, und eine Teilnehmerliste eingeblendet. Wer zu spät zum Unterricht erscheint, kann die Sitzung in einer Wiederholung anschauen – Fragen kann er dann freilich keine stellen.

Demokratisierte Bildung

Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, Veranstaltungen anzuregen. In einem einfachen Eingabefeld kann ich eine Fragestellung formulieren, die ich gerne diskutiert hätte. Die Community hat die Möglichkeit, meinem Vorschlag zuzustimmen. Potenzielle Dozenten können dann sehen, welche Themen gefragt sind, oder die Startupschool versucht, passende Dozenten zu finden. Ist ein Dozent gefunden und ein Termin fixiert, können sich Interessierte für die Sitzung einschreiben.

Nicht nur Frontalunterricht

An der Startupschool wird aber nicht nur unterrichtet. Die Plattform ermöglicht beispielsweise auch Pitching-Sessions. Jungunternehmer haben an diesen Veranstaltungen die Möglichkeit, im virtuellen Sitzungszimmer ihre Geschäftsidee vor Gleichgesinnten zu präsentieren – bisweilen sehen sich auch VCs oder Business Angels die Sitzungen an. Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Jungunternehmer dank eines solchen Pitchings zu neuem Kapital gekommen ist. Ich bin gespannt, wie viele Erfolgsgeschichten diese Schule hervorbringen wird…

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