Jungfirma oder Startup:
Wie ging’s eigentlich früher?

Im Informationszeitalter geht nichts mehr ohne Webpräsenz, Blogs und Online-Verbindungen. Aber wie war das eigentlich vorher? Sagen wir, anfangs der neunziger? Wir suchen Zeitzeugen.

Angesichts von Anleitungen zum Webmarketing wie jener von Darmesh Shah, die ich kürzlich hier vorgestellt habe, frage ich mich bisweilen: Wie hat man denn früher eine neue Firma auf die Beine gestellt, Verbindungen geknüpft und vor allem: Kundschaft gewonnen?

Wer mehr darüber weiss, soll sich doch bitte melden:Mich würde brennend interessieren, wie gross die Unterschiede wirklich sind. Brauchte man früher mehr Geld und Beziehungen, um überhaupt ins Business zu kommen? Welche Vorteile bot das gegenüber heute? Ist die Konkurrenz wilder geworden, oder ist Vorsprung noch immer Vorsprung?

War es schwieriger oder einfacher, Investoren zu finden – und was hat man mit dem Geld, sagen wir in Sachen Marketing, unternommen? Was ist heute alles einfacher und welche Werkzeuge kosten weniger oder mehr als früher?

Neben Antworten auf diese Fragen suche ich auch ganz einfach Gründer, welche eine Firma in der Zeit vor den allgegenwärtien Computern und Viral Marketing auf die Beine gestellt haben: Keine fünfzehn Jahre ist das her, und trotzdem dürften sich die Gründungsgeschichten von jenen der aktuellen Startups unterscheiden, als lägen Jahrhunderte dazwischen.

Und vielleicht liege ich mit dieser Einschätzung völlig daneben. Auch das wäre eine spannende Feststellung.

Wer Auskunft erteilen möchte oder jemanden empfehlen kann, an den ich mich auf der Suche nach solchen Geschichten wenden kann, möge doch bitte in der nebenstehenden Box oder via Email einen Hinweis an mich richten.

Ausserdem würden wir uns über Kommentare und Einschätzungen zu einer solchen, etwas frühen “Oral History”-Recherche freuen.

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1 Kommentar

  1. Daniel Niklaus
    schrieb am 9. Juni 2009 um 01:16 Uhr (#)

    Vor 16 1/2 Jahren startete ich mit knapp 20 Jahren. 5’000 Franken investierte ein ehemaliger Mitarbeiter, damit ich Videospiele importieren konnte, welche ich an Videotheken vermietete. Die Idee: 3 Monat Mindestmietdauer (Einkaufspreis) und alles darüber ist Gewinn.

    Wie holte ich meine ersten Kunden?

    Twixtel installiert, alle Videotheken der Schweiz aufgelistet und jede einzelne Videothek angerufen. Wer Interesse hatte, den besuchte ich persönlich. Soziale Netzwerke gab es zwar noch nicht, aber der Blick war auch schon da.

    Und wie funktioniert es 16 1/2 Jahre später?

    Mit der Hochschule Luzern erstellten wir eine Internet-Branchenvorlage für Hotels, welche am 8. Juli in Zürich vorgestellt wird. Wie machen wir darauf aufmerksam? Twixtel installiert und dieser Tage werden 256 Hotels in Zürich abtelefoniert…
    Das mache ich aber heute nicht mehr selbst ;-)

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