Startup-Grundregeln:
Paul Grahams 13 Sätze

Peter Sennhauser, 13. März 2009 09:29 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Paul Graham ist Programmierer, Essayist und Blogger – und Startup-Guru. Er hat Erfolgsregeln in 13 Sätzen zusammengefasst.

Paul Graham (oreillynet)
Paul Graham (oreillynet)
Lieber einige wenige Leute richtig glücklich machen als einen ganzen Haufen halbglücklich – das sei einer der Sätze, schreibt Startup-Philosoph Paul Graham in seinem Blog, die er Gründern auf die Nase binden würde, wenn er ihnen alles in zehn Sätzen erklären müsste.

Als er sich die andern neun überlegen wollte, stellte sich heraus, dass es 12 sind. Also liegt die ganze Gründerweisheit gemäß Paul Graham in dreizehn Sätzen:

  1. Wähle gute Mitgründer. (Sie sind später nur schwer auswechselbar.)
  2. Starte rasch. (Alles vor dem Rollout ist Prokrastination.)
  3. Lass Deine Idee wachsen. (Die besten Ideen hat ein Schriftsteller beim Schreiben.)
  4. Versteh Deine Kundschaft. (Ihre Grösse hängt ab vom Nutzen, den Du ihr bringst.)
  5. Mach ein paar Leute richtig glücklich, statt sehr viele ein wenig zu amüsieren.
  6. Biete überraschend guten Kundendienst. (Die Betonung liegt auf überraschend).
  7. Du erreichst dort etwas, wo Du Zahlen anschaust. (Tägliche Messung bringt Frust und Erfolgsgefühle, und die bringen Dich auf Touren.)
  8. Gib wenig aus. (Startups müssen geizig sein. Es ist das Fitnessprogramm für Firmen.)
  9. Werd “Ramen profitabel”. (“Ramen profitabel” heisst, grade genug zu verdienen, um die Lebenskosten des Gründers zu decken.)
  10. Lass Dich nicht ablenken. (Nichts ist tödlicher als Ablenkungen, vor allem diejenigen, die Geld bringen.)
  11. Lass Dich nicht demoralisieren. (Finanzprobleme sind der häufigste Todesstoss, Demoralisierung der Gründer deren Ursache.)
  12. Gib nicht auf. (Fleiss und Durchhaltewillen reichen meistens aus, solange man bereit ist, die Ideen weiter zu entwickeln.)
  13. Geschäfte platzen. (Das ist der Normalfall, und deswegen sollten sie als Nebenaspekt behandelt werden, bis die Verträge unterschrieben sind.)

Die ganzen Anleitungen sind bei Paul Graham im Blog in englischer Sprache zu finden.

Mehr Essays sind zu finden in Paul Grahams “Hackers and Painters: Essays on the Art of Programming” (Affiliate-Link)

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2 Kommentare

  1. bugsierer
    schrieb am 13. März 2009 um 21:37 Uhr (#)

    sehr cool, dass ihr solche sachen ins deutsche überträgt. merci.

  2. zauberer
    schrieb am 16. März 2010 um 13:21 Uhr (#)

    Hallo, nicht nur dass ihr es übersetzt, nein, dass ihr es überhaupt gefunden habt und nicht wie viele überlesen oder für nicht lesenswert gehalten … und wenn ich mich die Seite von Paul Graham betrachte ist dies ja schnell mal der fall, so schlicht wie die Zeilen da stehen, da sieht man es eben, der Inhalt ist wichtig … ich werde mir die Gedanken aber auf jeden Fall mal vornehmen.

    V.

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