Thema: Wissen

 

Alle 28 Artikel zum Thema Wissen auf startwerk.ch:

Startups und das «Minimal Viable Product»:
Die Schwierigkeit des minimal notwendigen Funktionsumfangs

Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte «Minimal Viable Product» die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.

(Bild: Flickr/Swift Benjamin, CC BY 2.0)
(Bild: Flickr/Swift Benjamin, CC BY 2.0)
Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten Minimal Viable Product (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.

Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.

Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.

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venture leaders:
Zum Startup-Coaching in die USA

Startup-Botschafter gesucht: Noch bis zum 1. März 2012 läuft die Bewerbungsfrist für den aktuellen venture-leaders-Wettbewerb.

«That’s where you want to go.» Das sagte Jean-Pierre Vuilleumier von CTI-Invest und deVigier an seiner StartupCamp-Session mit Blick auf die venture leaders. Bis zum 1. März gibt es noch die Gelegenheit, sich für die Ausgabe 2012 zu bewerben.

Der jährliche Reise der Schweizer Startup-Nationalmannschaft gibt jeweils 20 Jungunternehmern Gelegenheit, ein zehntägiges Business-Development in den USA zu absolvieren. Aus den Bewerbern werden 40 Kandidaten ausgesucht, die am 22. oder 23. März in Zürich oder Lausanne ihre Geschäftsidee präsentieren können. Eine Jury wählt aus den Teilnehmern dann 20 Gewinner aus, die ihre Koffer packen dürfen für den Trip Mitte Juni. Zusammen mit Swissnex Boston und Earnest & Young hat man auf der anderen Seite des grossen Teichs ein Programm mit Kursen und Networking bereit gestellt. » weiterlesen

Wege in die Selbständigkeit:
Freelance-Fotografie

Sich selbständig machen als Einzelunternehmer und Freelance-Fotograf: Worauf kommt es an?

Fotografie (Bild: istockphoto)
Fotografie (Bild: istockphoto)
Anfang November 2011 hat sich Barbara Hess mit pictura selbständig gemacht. Vorher hatte sie bereits Startup-Erfahrung gesammelt bei Frühjahr und Fashion Friends. Dort arbeitete sie zuletzt vollzeit als Produktionsleiterin. Ich habe Barbara gefragt, worauf es ihrer Meinung nach ankommt für einen Start in Selbständigkeit als Fotografin.

Überraschend für mich: Als Freelance-Fotografin unterwegs zu sein, sei heute einfacher, als eine Festanstellung zu ergattern, sagt Barbara. Die Jobsituation sei schwierig, so schwierig dass sie eigentlich niemandem mit gutem Gewissen zu dieser Berufswahl raten könne. Warum hat sich die gelernte Fotografin da trotzdem für’s Selbstständigmachen entschieden statt bei ihrer Festanstellung zu bleiben? » weiterlesen

Recht für Startups:
Neue Richtlinien für Onlineshops

Schweizer Onlineshops haben ab April 2012 neue Auflagen zu beachten. Unser Gastautor erklärt, worauf E-Commerce-Anbieter achten müssen.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Martin Steiger
Martin Steiger
Am 1. April 2012 tritt in der Schweiz das revidierte Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft. Für E-Commerce-Anbieter wird damit insbesondere eine generelle Impressumspflicht eingeführt. Dazu kommen drei weitere neue gesetzliche Vorgaben, die sich ebenfalls ausdrücklich auf den elektronischen Geschäftsverkehr beziehen. Die Schweiz orientiert sich dabei genauso wie bei der Impressumspflicht an der europäischen E-Commerce-Richtlinie.

1. Schritte bis zum Vertragsabschluss

E-Commerce-Anbieter müssen «auf die einzelnen technischen Schritte, die zu einem Vertragsabschluss führen, hinweisen». Ein Kunde muss während dem Bestellvorgang immer wissen, welche Schritte zur Bestellung er bereits abgeschlossen hat, wo im Prozess er sich gerade befindet und welche Schritte bis zu einer verbindlichen Bestellung noch folgen. » weiterlesen

Wettbewerbsvorteile:
Mit PROFIT und VRHN
bestimmen, ob Du Pft machst

Als Startup brauchst Du einen Wettbewerbsvorteil, sonst hast Du keine Chance auf dem Markt. Wie sieht Dein Wettbewerbsvorteil aus? Wir zeigen eine Methode, die dabei hilft, dies herauszufinden.

Wettbewerbsvorteile sorgen für gute Karten {istockphoto;http://www.istockphoto.com/stock-photo-15927167-player.php?st=cded380}
Wettbewerbsvorteile sorgen für gute Karten (Quelle: istockphoto)
Ressourcenbasierte Betrachtung

Den Wettbewerbsvorteil Deines Startups kannst Du am einfachsten bestimmen, indem Du Dir anschaust, welche knappen Ressourcen Du kontrollierst. Dabei werden sechs verschiedene Kategorien unterschieden:

  • Physische Ressourcen (z.B. Fabrik, Ausrüstung, Location etc.)
  • Reputation (Marke, Qualität etc.)
  • Organisatorische Ressourcen (z.B. Kosten-Führerschaft)
  • Finanzielle Ressourcen (Fähigkeit, Kapital einzutreiben oder finanzielle Ausstattung für Vorfinanzierung vorhanden)
  • Intellektuelle und HR-Ressourcen (Wissen, Training, Erfahrung, Experten als Mitarbeiter etc.)
  • Technische Ressourcen (Patente, Handelsrechte, Lizenzen etc.)

Nicht umsonst ergeben die Anfangs-Buchstaben dieser Kategorien das Wort PROFIT.

Die Bedeutung des nachhaltigen Wettbewerbsvorteils

Damit Dein Startup Erfolg hat, brauchst Du also von Anfang an einen Wettbewerbsvorteil in einer oder mehrerer dieser Ressourcen.

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Creative Reframing (2 von 2):
4 Suchstrategien für (Startup-)Ideen

Startups machen sich mit innovativen Ansätzen an die Lösung bestehender Probleme. Unser Gastautor verrät vier Methoden, die bei der Suche nach neuen Ideen helfen.

von Bernhard Schindlholzer, Gründer von Userfeedback.

In ersten Beitrag zum Konzept des Creative Reframing ging es um die versteckten Annahmen, auf denen etablierte Geschäftsmodelle basieren – und wie diese zu Denkblockaden führen, die Innovation verhindern. Um zu disruptiven Ideen zu kommen – der Grundlagen nachhaltig erfolgreicher Startups – lohnt es sich, diese gezielt zu hinterfragen und neu zu definieren.

Solche Annahmen verhalten sich ganz ähnlich wie optischen Täuschungen. Dieses Bild zum Beispiel zeigt eine Winterlandschaft und fünf Pferde, jedoch sehen viele Personen auf den ersten Blick nur die Winterlandschaft. Sehr häufig ist es so, dass die Personen, die die Winterlandschaft sehen, nicht in der Lage sind, die Pferde zu entdecken, und die Personen die die Pferde gesehen haben, haben Schwierigkeiten, nur mehr eine Winterlandschaft in diesem Bild zu sehen.

Die Kunst des “Creative Reframing” ist es, einen solchen Wechsel als Denkweise zu trainieren. Mit konkreten Methoden ist es möglich, diese “Kunst” in eine konkrete Aktivität zu verwandeln, die man jederzeit auch selbst anwenden kann. Zum Beispiel bei der Suche nach einer Startup-Idee. » weiterlesen

8. CEO Day in Bern:
Networking und Best Practices

Der CEO Day 2011 bringt High-Tech-Startups, Coaches und Investoren zusammen. Dieses Jahr stehen verschiedene Neuerungen auf dem Programm.

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Am diesjährigen CEO Day gibt es erstmals Gelegenheit für CEO Pitches. An diesen können sich Startups in einer Kurzvorstellung Investoren präsentieren. Kurz heisst wirklich kurz, denn für die Pitches gilt ungefähr das Pecha-Kucha-Prinzip: 15 Folien, für jede 20 Sekunden Zeit.

Auch an anderen Stellen wird Neues ausprobiert: » weiterlesen

Mikro-Burnout:
Wenn die Motivation plötzlich weg ist

Startups sind eine Achterbahn von Ups und Downs. Wir suchen nach Anregungen, wie man trotz letzterer seine täglichen Aufgaben geregelt kriegt.

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Na vielen Dank, noch eine von diesen Symptom-Wortschöpfungen.. könnte man sagen. Der Mikro-Burnout liesse sich ja auch anders nennen. Aber er gibt ein handliches Label ab für etwas, das wir alle aus dem Alltag kennen.

Der Startupper Noah Kagan verwendet den Begriff für das, was wie früher beim klassischen Burnout noch keinen Namen hatte: Die kleinen, demotivierten Phasen im Tagesgeschäft. Kagan beschreibt vor allem eine typische Situation: Langes Hinarbeiten auf einen bestimmtes Geschäft, einen besonders aufwändigen Deal. Dann sehen, dass das Ergebnis – in diesem Fall die nachfolgenden Verkäufe – nicht einmal entfernt an die Erwartungen herankommt. Das mut- und lustlose Gefühl, das sich dann breit macht, so dass er sich kaum wieder an die Arbeit setzen kann – das meint Kagan mit Mikro-Burnout. » weiterlesen

Startup Genome Project:
Die Suche nach der Unternehmer-DNA

Wie wirken sich Team, Mentoring, Finanzierung und andere Faktoren auf Startup-Erfolg aus? Ein Studie sucht nach Antworten.

Bislang gibt es noch kein Buch mit dem Titel “Startups für Dummies”. Und es dürfte auch dabei bleiben – was Unternehmer an Problemen zu lösen haben, lässt sich nicht in eine allgemeingültige Theorie pressen. Eine Firmengründung, die auf ein neues Geschäftsmodell zurückgreift, ist immer mit unvorhersehbaren Fragestellungen konfrontiert.

Trotzdem hat sich eine Initiative nun mit der Frage “Was macht Startups erfolgreich?” wissenschaftlich auseinander gesetzt. Nach einer im Februar 2011 lancierten Befragung, an der 650 Startups teilgenommen haben, liegen die Resultate vor. Einige der Erkenntnisse gehören zum Alltagswissen, es ist aber spannend, sie einmal mit quantitativen Daten belegt zu sehen. » weiterlesen

venture ideas:
Skype-Gründer zu Gast in Zürich

Niklas Zennström kommt nach Zürich. Der milliardenschwere Serienunternehmer und Gründer von Skype stellt sich an der ETH den Fragen des Publikums.

Von diesem Mann ein paar Tipps und inspirierende Unternehmer-Anekdoten zu ergattern ist eine Aussicht, die dem kommenden Venture-Ideas-Anlass an der ETH Zürich einen Besucheransturm bescheren dürfte.

Zennström ist ein Serienunternehmer mit viel Weitblick für disruptive Technologien und inzwischen auch auf der Investorenseite tätig. Der 55-jährige ist eine spannende Figur. Zur Erinnerung: Der in Schweden geborene Zennström entwickelte 2001 die P2P-Tauschbörse Kazaa. 2003 folgte die auf der gleichen Technologie basierende Telekom-Software Skype, die mehr registrierte Nutzer als Facebook ausweisen kann. » weiterlesen