Alle 11 Artikel zum Thema Startup-Bauanleitung auf startwerk.ch:
Dorian Selz fasst zusammen, worüber er in seiner Blog-Serie über die Gründung eines skalierbaren Startups sinniert hat.
Dorian Selz, Nektoon
“Als unsere Ureltern aus dem Paradies vertrieben wurden, soll Adam zu Eva gesagt haben: Meine Liebe, wir leben in einer Zeit des Wandels.” (Inge 1929)
Vor einigen Monaten haben wir hier angefangen mit den Betrachtungen zum Aufbau eines skalierbaren Startups und dabei Unternehmen als Butterklumpen in einem Ozean von Milch bezeichnet. Sie sind aber vor allem soziale Gefüge.
Wir haben uns daher als nächstes auf den Kern der Organisation konzentriert: Die beteiligten Menschen. Jede noch so schön aufgebaute Strategie ist wertlos, wenn nicht eine überzeugte Mannschaft dahinter steht. Der Fokus auf den Menschen ist das Kernstück unserer Bemühungen. Allerdings ist eine Unternehmung nicht in sich abgeschlossen. Der Treibstoff, der sie vorwärtsbringt, sind die Bedürfnisse der Kunden. Wir wissen um ihre Bedeutung, und wir stellen sie über alles andere.
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Irren ist menschlich; Testing ist nötig, wenn eine Applikation Kunden begeistern und nicht ärgern soll. Dorian schreibt über die Anstrengungen bei Nektoon, möglichst viele Fehler zu eliminieren.
Von Dorian Selz, Nektoon
Es ist nur allzu menschlich nach Perfektion zu streben, aber dieses Ziel immer knapp zu verfehlen. Mit gemischten Gefühlen erinnere ich mich zurück an die Deutschstunden in meiner Schulzeit. Wir mussten recht häufig Aufsätze schreiben und ebenso häufig bekam ich gute Noten für meine Ideen und weniger gute Noten für meine (natürlich unbeabsichtigten) grammatikalischen Fehler.
Bei der Software-Entwicklung verhält es sich nicht unähnlich: Die elegantesten Code-Zeilen werden durch banale Fehler sabotiert. » weiterlesen
Ganz im Stillen, ohne das der durchschnittliche User etwas davon gemerkt hätte, hat im Internet, genauer in den Server-Zentren rund um den Globus eine Revolution stattgefunden: Virtualisierung.
Von Dorian Selz, Nektoon
Ich erinnere mich noch genau an die eisig kalten Weihnachtstage 2000: Wir zogen mit unserer Webcosulting-Firma
Namics an einen neuen Standort. Dazu gehörte auch die Verlegung unseres Serverraums – keine einfache Sache. Wir betrieben dezidierte Server für einige Kunden, Server für die interne Entwicklung, Ablage- und Mailserver, etc. Was uns allen Widrigkeiten zum Trotz antrieb:
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In unserem letzten Post legten wir unseren architektonischen Ansatz hinsichtlich einer skalierbaren Website dar. In diesem Post zeigen wir, wie eine solche Website erstellt wird. Unser Lösungsansatz in einem Wort: Automation.
Von Dorian Selz, Nektoon
Vor ungefähr hundert Jahren war die industrielle Güterherstellung, beispielsweise von Autos, eine Sache des Handwerks. Ford führte das bewegte Montageband und Massenfertigung industrieller Güter ein. Dank der Standardisierung der Produktion konnte die Produktivität um ein Zehnfaches erhöht werden. Die Preise für ein
Modell T konnten von 760 $ auf 360 $ reduziert werden. Weniger bekannt ist,
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Für moderne Web-Startups sind Standardkomponenten, die Trennung aller Software-Bestandteile und ein System von Redundanzen ein massgebliches Erfolgsgeheimnis.
Von Dorian Selz, Nektoon
Wie sich die Zeiten ändern: Gelegentlich tauche ich ab in die Erinnerungen an unsere ersten Webprojekte vor fünfzehn Jahren. In dieser längst vergangenen Ära enthielten E-Commerce-Anwendungen bisweilen SQL-Befehle, die gar in der Website selber eingebaut waren.
Es gab keine Trennung zwischen der Präsentationsschicht und der logischen Schicht einer Anwendung. Wenn man die zugrunde liegende Datenbanktabelle veränderte, musste man meist auch die Website selber, die Präsentationsebene, anpassen.
Eine derart durchmischte Architektur war nicht gerade eine knackige Sache – selbst damals nicht, als “SQL-injection” ein unbekannter Begriff war.
Heute setzen wir auf ein gegenteiliges Konzept: Die “Shared Nothing Architecture”.
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Projektplanung und -Verwaltung ist heute dank Programmen zur verteilten Prozesskontrolle wie Jira kein Problem mehr – auch in komplexen Umgebungen.
Von Dorian Selz, Nektoon
Der zeitgenössische französische
Philosoph Michel Foucault definierte Organisationen als Räume kontrollierter Gewalt. Eine andere Tradition, geprägt von amerikanischen
Philosophen John Dewey, sieht Organisationen als Foren der geistigen Erbauung.
Wie auch immer wir Organisationen sehen wollen, ob als Inkubatoren neuer Kulturen oder als Abbild unserer aktuellen Gesellschaft: Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber – und auch die genannten Philosophenstimmen dem zu – dass sie künstlich geschaffen wurden und deshalb auch verändert und erneuert werden können.
Ein Gebiet, auf dem wir unsere Organisation bewusst erneuert haben, sind die Entwicklungsprozesse und die Kontrolle von Problemen. Unsere Projektmethode Scrum teilt das gesamte Vorhaben in Geschichten und Aufgaben im Zwei-Wochen-Rhythmus auf.
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Ein Wiki ist für die Teamarbeit eines Startups besser geeignet als (teure) Office-Software.
Von Dorian Selz, Nektoon
Die meisten Editier-Konzepte gehen davon aus, dass ein einziger Autor an der Arbeit beteiligt ist. Jack Stillinger, ein amerikanischer Professor für Englische Literatur, nennt dies den
Mythos des einsamen Genies (Affiliate-Link) .
Er betont, dass die meisten grosse Werke häufig mehrere Autoren hätten – mit verschiedenen, wenn nicht sogar konträren Intentionen. Egon Friedell, ein österreichischer Historiker, hält die Diskussionen um Plagiate für die unfruchtbarsten der Geschichte. Er schreibt in der “Kulturgeschichte der Neuzeit” (Affiliate-Link) , die Natur erlaube kein unehrliches Geschäft und betont, dass Alexander Ideen bei Philip geborgt hätte, Augustinus bei Paulus, Schiller bei Shakespeare, welcher sich wiederum von Plutarch inspirieren liess. Friedell schliesst, dass so genannte “Dark Ages” – das Mittelalter wird bisweilen als solches bezeichnet – immer eine Phase geringen intellektuellen Abkupferns gewesen seien.
Egon Friedell hätte das Internet geliebt.
Als wir 2005 mit local.ch starteten, hatten wir nur gerade sechs Monate Zeit, um unsere Plattform zu entwickeln und aufzubauen.
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Mit dem Projektmanagement-System Scrum lassen sich IT-Projekte so vorantreiben, dass immer alle wissen, wer wofür verantwortlich ist. Der Wasserfall wird umgedreht.
Von Dorian Selz, Nektoon
Die Erfindung von Computern war dicht gefolgt von ihrem Zwillingsbruder: Dem
Scheitern grosser IT-Projekte. Die
Informatik-Geschichte ist voll von den
Trümmern solcher
Ereignisse.
In den fünfziger und sechziger Jahren erledigten die Abteilungsleiter genau die Arbeit, die ihrer Abteilung zugedacht war, und warfen dann den Ball in die IT-Abteilung in der Hoffnung, dass jemand in der IT-Entwicklung das Projekt auffangen würde. Dann wuschen sie ihre Hände in Unschuld, für den Fall, dass etwas schiefgehen würde.
Die IT-Abteilung erklärte üblicherweise die Vorgaben für ungenügend und schob die Verantwortung zurück. Wie auch immer:
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Wenn das Verhältnis zwischen technischem und planerischem Personal nicht mehr stimmt, fangen die Grabenkämpfe um die Ressourcen in einer Unternehmung an. Deswegen sollte die Zahl der Projektmanager tiefer sein als die der Ingenieure.
Von Dorian Selz, Nektoon
Die meisten kleinen und mittleren Unternehmungen sind voll von Leuten mit dem Titel “Project Manager”. Gleich vorweg: Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den grundlegendsten Job in jeder Unternehmung. Wenn Ihre Techies nichts drauf haben, haben Sie jedenfalls fehlerhaften Code, aber Beharrlichkeit wird eine Lösung bringen. Wenn Ihre Marketingleute nichts können, haben Sie sicherlich Schwierigkeiten, Ihre Botschaft an die Menschheit zu bringen, aber mit etwas externer Hilfe wird’s schliesslich klappen. Wenn das Management nichts taugt, wird der Verwaltungsrat das Problem hoffentlich schnell lösen.
Aber wenn eine Projekt-Managerin versagt, hast Du ein echtes Problem. Warum? Sie ist diejenige, welche die Fäden eines Projekts in den Händen hält. Wenn sie gut ist, “passieren” die Dinge – oder eben Projekte – einfach so. Wenn sie die Fäden nicht zusammenhält, wird das Projekt scheitern.
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Die effizienteste Organisationsform liegt in einem Netz aus kleinen, autonom operierenden Teams. Was das Silicon Valley als ganzes und seine Firmen im einzelnen demonstrieren, lässt sich auch im eigenen Unternehmen beobachten.
Von Dorian Selz, Nektoon
Ich schreibe dies aus einem Hotel im
Silicon Valley. Ich bin hier als Mitglied der Schweizer Silicon Valley Association. Wir befinden uns auf einer einwöchigen Informationsreise durchs Valley, im Zuge derer wir verschiedene Firmen und Universitäten besuchen wie Sun, Google, Stanford University, Berkeley, Radar Networks.
Zwei Dinge haben mich in den vergangenen Tagen speziell überrascht. » weiterlesen