Alle 9 Artikel zum Thema Kultur auf startwerk.ch:
“Bei uns steht der Kunde im Zentrum” – Aussagen zur Firmenkultur sind oft leere Platitüden. Woran erkennt man eine echte Kultur?
Die Frage nach der Firmenkultur löst meist reflexhaftes Gähnen aus. Kein Wunder, ist sie doch die Domäne der PR-Abteilungen und taucht – gerade bei grösseren Firmen – meist nur in der Repräsentation nach aussen und in Stellenangeboten auf. Sieht man sich im Web nach Firmenkultur-Beispielen um, findet man entweder Management-Ratgeber oder Mission Statements mit den immer gleichen Themen.
Für die meisten ist die Firmenkultur ein Aushängeschild, eine Art Beiwerk, das man sich leistet, weil es eben dazugehört. In der Mehrzahl der Unternehmen kommen darum bei der Nachfrage auch nur Platitüden heraus – Phrasen, die wenig aussagen und sich nicht in der Realität niederschlagen. Mehr als ein Lippenbekenntnis ist eine Kultur selten. » weiterlesen
Gerade in der letzten Zeit ist die Diskussion um Geheimhaltung für Startups wieder hochgekocht. Eine Übersicht.
Die Konkurrenz überrumpeln, Angst davor kopiert zu werden, noch zu viele Unbekannte in der Gleichung: Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, sich als Startup erst einmal bedeckt zu halten. In der letzten Zeit haben sich aber gegen diese Strategie kritische Stimmen gefunden. Dharmesh Shah von Onstartups ist zum Beispiel der Meinung, dass Geheimhaltung vielen Unternehmenen nur als Ausflucht dient, nämlich dann wenn sie sich ihrer Sache nicht wirklich sicher seien. Dann wenn die Gründer zu wenig an die eigene Idee glaubten, diese noch extrem unscharf sei, oder sie noch innerlich an ihren Day-Jobs anderswo kleben würden. Die Gefahr, sich dabei wegen des fehlendes Realitätchecks zu verrennen, ist dabei letztlich das Hauptargument gegen Stealth Mode.
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Vivek Wadhwa schreibt auf Techcrunch, dass ein Startup von der ersten Stunde an auf ethische Grundsätze angewiesen sei.
Wer nicht weiss, woran er sich orientieren soll, hat ein Problem: Der Kapitän, der keinen Kompass (na gut, heute eher ein GPS) hat, kann sein Schiff nicht steuern; und wo Managementkultur fehlt, die sich an grösseren Zusammenhängen orientiert, ist der Business-Sensemann nicht weit. So
bloggt Vivek Wadhwa mit Blick auf eine Studie des Harvard Business School Professors
Michael Beer. Firmen, die langfristig erfolgreich agierten, zeichneten sich dadurch aus, dass sie
1. ein höheres Ziel als kurzfristige Gewinnmaximierung verfolgten, 2. über eine klare strategische Ausrichtung verfügten und 3. ihre Risiken erfolgreich managten. Player, die diese Punkte nicht beherzigten, verschwänden früher oder später.
Informationsfluss
Zum erfolgreichen Risikomanagement gehört zweifelsohne eine offene Kommunikationskultur – der Economist hat im Zusammenhang mit Toyotas unrühmlichen Qualitätsproblemen darüber geschrieben.
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Persönliche Erscheinung und Corporate Identity sind nicht zu trennen und zentral für ein professionelles Auftreten, meint Opia-Gründerin Claudia Desax.
Von Claudia Desax, Gründerin Opia
Startup-Diary von Claudia Desax
“Im Retail-Geschäft sind Äusserlichkeiten und Auftritt so wichtig wie ein solides Geschäftsmodell. Von der Einrichtung über Logos bis zur Musik, die im Hintergrund läuft: Alles kann entscheidend sein.
Sämtliche Anbieter sind sich bewusst, dass sie diesem Thema grosse Aufmerksamkeit widmen müssen. Daraus ist bekanntlich eine Nachfrage nach Services entstanden, für die viel Geld an Agenturen, Berater und Designer fliesst.
Das soll nicht heissen, dass jeder Jungunternehmer Unsummen in das Erscheinungsbild seiner Firma investieren muss. Oft lässt sich schon mit wenig viel erreichen und zum Beispiel mit Hilfe von Bekannten kann man einen Webauftritt oder eine Ladenaustattung befriedigend herrichten. Zumindest ein professionelles Konzept für Logo und Druckmaterial ist aber ein absolutes Muss, Fettnäpfchen wie unprofessionell aussehende, selbstgedruckte Visitenkarten sollte man unbedingt vermeiden. » weiterlesen
Den Abschluss der Serie zu Kultur und Startups bildet ein Interview mit Pro-Helvetia-Direktor Pius Knüsel.
Startwerk: Herr Knüsel, wie kann man als Künstler Geld verdienen?
Pius Knüsel: Man kann als Künstler nur Geld verdienen, indem man sein Talent an eine Kultureinrichtung verkauft oder indem man Produkte herstellt, die sich gut verkaufen. Die gängige Unterscheidung zwischen Kommerz und Kunst, zwischen Zeug, das sich verkauft, und Werken, die sich nicht verkaufen, finde ich problematisch. » weiterlesen
Im dritten Teil dieser Serie gehe ich auf die kommerziell nicht oder ungenügend verwertbare Kunst ein.
Bisher haben wir die Unterscheidung in Kreativwirtschaft, kommerziell verwertbare Kunst und kommerziell nicht oder nicht genügend verwertbare Kunst kennengelernt. Auf letztere und die damit zusammenhängenden Probleme möchte ich im Folgenden eingehen.
Was produziert ein Künstler?
Was für ein Produkt kann ein Künstler anbieten? » weiterlesen
Es gibt einige erfolgreiche Künstler, die auf eigenen Beinen stehen. Andere sind auf Unterstützung angewiesen. Auch die Infrastruktur wird meist vom Staat zur Verfügung gestellt. Wo kann man die Trennlinie ziehen zwischen kommerziell verwertbaren Projekten und subventionsabhängigen?
In der Schweiz gibt es einige erfolgreiche Komiker und Satiriker, wie zum Beispiel Andreas Thiel, der aus Prinzip keine Subventionen annimmt und dies auch gerne betont. Auch Viktor Giacobbo, bekannt geworden beim Schweizer Staatsfernsehen, verzichtet bei seinem Casinotheater in Winterthur ebenfalls auf staatliche Unterstützung. Auch das Theater 11 in Zürich verzichtet auf öffentliche Subventionen und setzt auf private Kulturförderung, zum Beispiel kann man dort seinen persönlichen „Kultursitz“ erwerben, » weiterlesen
Opia-Gründerin Claudia Desax musste lernen, dass die Zusammenarbeit mit Freunden unliebsame Überraschungen mit sich bringen kann.
Von Claudia Desax, Gründerin Opia
In der Rubrik Startup-Diary schildern Jungunternehmer regelmässig, mit welchen praktischen Problemen sie in ihrem Gründeralltag konfrontiert werden und welche Lösungsansätze sie gefunden haben.
”Während der Planungsphase von Opia wurde ich von verschiedenen Seiten gewarnt, dass arbeiten mit Freunden ein Risiko darstellen kann. Ich kenne Leute die prinzipiell weder Freunde anstellen noch Aufträge an langjährige Freunde erteilen. Unsere Geschäftsidee aber baut zu einem guten Teil darauf,
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Haben Startups im Kulturbereich – einem von Subventionen beherrschten Feld – eine Chance auf Erfolg? Ich werde in der November-Serie Chancen und Risiken für Jungunternehmer in diesem Bereich beleuchten.
Die meisten Kulturbetriebe in der Schweiz sind öffentliche Institutionen, in Zürich zum Beispiel das
Schauspielhaus, das
Opernhaus, das
Kunsthaus und andere Museen. Das Schauspielhaus zum Beispiel erhält drei Viertel seines 40-Millionen-Budgets über Subventionen, der Ertrag aus dem Ticketverkauf macht nicht mal einen Viertel aus. Die Kulturförderung in der Schweiz gibt pro Jahr 1,8 Mrd. Fr. aus (Gemeinden, Kantone und Bund zusammen);
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