Thema: Gründen

 

Alle 34 Artikel zum Thema Gründen auf startwerk.ch:

Startup-Blogs:
Schreib-Krise?

Viele Blogs von Schweizer Gründern leiden plötzlich unter Postingschwund. Konsequenzen der Wirtschaftskrise?

Ich wollte das Wochenende (bei strahlendem Wetter und 25 Grad…) zum Pendenzen abtragen nutzen und endlich den Feedreader mit wichtigen Schweizer Startupper-Blogs füllen. Also auf zu den üblichen Verdächtigen und deren Blogroll – das Verzeichnis lesenswerter Blogs – geplündert.

Das Resultat war, ehrlich gesagt, ernüchternd: Es gibt zwar etliche Gründer, die bloggen, und es sind durchwegs Leute, die man kennt.

Aber wenn ich mich nicht täusche, macht sich in der Unternehmer-Blogosphäre der Schweiz das gefürchtete Blogfading breit: Ausgerechnet jene Leute, die wirklich etwas zu sagen haben und andern helfen könnten, schreiben immer seltener:

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Firmennamen finden:
Von 0 auf 88.000 Google-Treffer

Eine der schöneren Erfahrungen beim Gründen ist für mich, dass man sich im stillen Kämmerlein einen Firmennamen ausdenkt, der dann wirklich benutzt wird – wenn es gut läuft, von Zigtausenden von Menschen.

Cover: «Wie werde ich Unternehmer?»
Cover: «Wie werde ich Unternehmer?»
Viele der Vor- und Nachteile, der schönen und weniger schönen Seiten des Startup-Lebens stehen in jedem Gründer-Ratgeber. (Beispiel: Das Taschenbuch “Wie werde ich Unternehmer? und die knallharte Antwort für 12 Mark” (Affiliate-Link), habe ich 1996 geschenkt bekommen.) Mehr Selbstbestimmung, aber dafür muss man alles selbst machen; Chance auf höheres Einkommen, aber dafür erstmal lange geringeres Einkommen, und so weiter. Ich möchte in einer losen Serie ein paar Aspekte des Unternehmerlebens vertiefen, die nicht in jedem Ratgeber stehen. Beginnen wir mit dem Firmennamen.
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Grandios scheitern:
Gute Zeiten
sind schlecht fürs Geschäft

Gute Zeiten sind schlecht fürs Geschäft. Wer dagegen in der Krise gründet, hat einen Vorteil: Er lernt, mit schlanken Strukturen und knappen Budgets zu arbeiten. Das hilft auch nach der Startphase.

Bis in den letzten Herbst wimmelte es in den Wirtschaftsmagazinen von Heldengeschichten. Gründer, entweder selbstbewusst im Casual-Always-Look unterwegs oder im viel zu grossen Anzug auf seriös getrimmt, wurden beklatscht, bejubelt und mit Auszeichnungen überschüttet. Sie hatten zwar eine gute Idee, waren schon «Young Business Leader» des Jahres, hatten aber noch keinen Rappen Gewinn gemacht. Vorschusslorbeer rächt sich manchmal fürchterlich.

Gute Zeiten sind schlechte Zeiten

«In the long run we are all dead». Die Einsicht von John Maynard Keynes über die Irrelevanz eines allzu langen Atems bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten gilt bei vielen Startups nicht. Die meisten sind schon nach kurzer Zeit mausetot. In den USA gelten 90 Prozent des von Risikokapitalisten investierten Kapitals als verloren, verbrannt und versenkt. Mittlerweile gibt es mit younoodle.com ein Startup, das eine Software entwickelt hat, mit der Investoren die Erfolgsaussichten ihres Engagements vorhersagen können.

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Gründen in der Krise:
Ja, seid Ihr denn wahnsinnig?

Um den Sprung ins Unternehmertum zu wagen, ist 2009 nicht gerade das beste Jahr. Wer es trotzdem macht, ist entweder ein unverbesserlicher Optimist, hat den Mut der Verzweifelung – oder ziemlich gute Gründe.

Klasse Idee, jetzt eine Firma aufzumachen, nicht wahr? Schlechter hätte man das Timing konjunkturell auch gar nicht hinbekommen können. Wenn schon etablierte Firmen, bei denen es bereits Produktion, Vertrieb und vor allem Kunden gibt, ins Straucheln geraten, scheinen die Aussichten für Gründer schlecht. In der Krise zeigt sich aber der Charme, sein eigener Chef zu sein: Es ist gut für die Psychohygiene. Jeder der angestellt ist, kann sein Schicksal kaum beeinflussen. Jeder, der sein eigner Chef ist, kann sich anstrengen und bewegt etwas. Kurzum, wer sein eigner Herr ist, hat wenigstens die Chance, den Karren aus dem Wirtschaftskrisen-Dreck zu ziehen.

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