Social Entrepreneurship IV/IV:
Schweizer Sozialunternehmer

Im vierten und letzten Teil unserer Serie zu Social Entrepreneurship fragen wir nach den “Changemakern“ in der Schweiz und danach wie Projekte gefördert werden?

Von Jan Rothenberger

Eine Konferenz der Schwab Foundation.

In unseren startwerk.ch-Serien behandeln wir Themen, die unseres Erachtens mehr Platz verdienen, als sie in einem einzelnen Post bekommen. Die einzelnen Posts können zwar für sich alleine stehen, bilden in ihrer Summe das behandelte Thema aber nuancierter ab.
Um inspirierende Beispiele von Sozialunternehmen zu finden, muss man nicht zwangsläufig nur in Schwellen- und Entwicklungsländern suchen. Eine Schweizer Erfolgsgeschichte ist die Stiftung Intégration pour tous (IPT). Sie fördert die Reintegration von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen in die Arbeitswelt. Dafür kooperiert sie mit öffentlichen Beratungsstellen, RAVs, Versicherungen und über 9000 Unternehmen in der ganzen Schweiz.
Die Organisation Equal Salary untersucht die Lohnstruktur von Firmen und zertifiziert diejenigen, in welchen hundertprozentige Lohngleichheit zwischen Mann und Frau nachweisbar ist. Damit schafft sie Transparenz, fördert Gleichberechtigung und betreibt Marketing für die entsprechenden Firmen.
Weitere, anders ausgerichtete Beispiele sind das bereits in diesem Blog vorgestellte Unternehmen Aiducation International. » weiterlesen

Suisse Emex 09:
“Bühne frei” für Jungunternehmer

Was hat ein Messeauftritt einem Startup zu bieten, und ist der direkte Kundenkontakt Standgebühren und Zeitaufwand auch wert? Ein Augenschein an der Suisse Emex.

Von Jan Rothenberger

IFJ-Stand an der Emex.Ende August findet in Zürich Oerlikon bekanntlich die Suisse Emex statt, Fachmesse mit den Schwerpunkten Marketing und Kommunikation. Entsprechend interessant ist der Anlass darum vor allem für Startups aus diesen Bereichen. Das zeigt sich auch am Querschnitt der 25 Aussteller auf dem Startup-Park des IFJ. Hier tummeln sich zum Bespiel Bitforge (Mobile marketing), die Textagentur Supertext, Poken, mehrere Event- und Promotionanbieter, Marketingdienstleister, und dem Bekleidungsunternehmen BW Mode. Auch das KMU-Portal ist übrigens vertreten, mit der Verlosung eines „Gründungszustupfs“.

Coaching inklusive

Für Jungunternehmer hat das IFJ mit dem Startup-Park ein attraktives Angebotspaket geschürt. Gründer (Unternehmen weniger als drei Jahre alt) zahlen für einen Stand auf dem 600 Quadratmeter grossen Hallenteil lediglich 3000 Fr., wobei vom fixfertig beschrifteten Stand bis zum zweistündigen Messetraining mit Tipps etwa zur Kundenansprache oder richtigen Kleidung alles inbegriffen ist. Entsprechend beliebt seien die 25 Standplätze, wie Simon May vom IFJ erzählt: „Die Hälfte unserer Aussteller ist jeweils auch gleich im Folgejahr wieder dabei.“ Auf dem Areal gibt es ständig Laufkundschaft, und die Gründer können sich zwischendrin miteinander ausstauschen.

Das IFJ lädt jeweils über seine Newsletterkanäle und auch gezielt potentielle Kunden ein, mittels einer Einladung an Vorträge und Apéros. Rund 10% aller Emex-Besucher gehen auf das Konto des IFJ. Damit sorge man für einen Grundtraffic im Startup-Park, sagt Simon May, „aber natürlich sollten auch die Aussteller für sie interessante Kunden gezielt an ihren Stand holen und den Kontakt herstellen.“

Parties und Feedback

Ausser der Möglichkeit, für einmal Face-to-Face an den Kunden zu gelangen, bietet ein Messeauftritt auch weitere Chancen. Vom Lucky Punch, der die Standgebühren auf einen Schlag wieder herausholt bis zum Kontakt, der sich vielleicht Monate später bezahlt macht. Man dürfe übrigens nicht denken, der Arbeitstag sei um sieben Uhr vorbei, meint Simon May. Auf den später abends stattfindenden Apéros und Parties gebe es immer wieder Möglichkeiten, die richtigen Leute zu treffen.

Und nicht zuletzt geben Messen die Gelegenheit, einmal ein paar Tage lang unmittelbares, ehrliches Feedback zu bekommen. Wer sich fragt wie attraktiv sein Firmenlogo wirklich ist oder ob das zurechtgelegte Argumentarium auch bei abgebrühten Entscheidern zieht, für den mag sich ein Messeauftritt besonders auszahlen.

Die grosse Zeit der Messen ist in der Schweiz zwar vorbei, seit Jahren kämpfen die Orbit und andere Events mit sinkenden Besucherzahlen. Dass man als Aussteller nicht mehr im gleichen Masse von Interessenten bestürmt wird, muss aber noch nichts heissen. Mit gezielter Kundenansprache sind Messen auch heute noch eine wertvolle Plattform, um Geschäftsideen nach Aussen zu tragen und etwas dazuzulernen.

Startupschool:
Freies Wissen für Jungunternehmer

Eine Art virtuelle Universität, welche Anregungen ihrer Studenten in die Vorlesungsplanung einfliessen lässt, ihr Räume für Kolloquien zur Verfügung stellt und die keine Gebühren erhebt? Das ist die Startupschool.

Screenshot einer Sitzung der Startupschool.Die Startupschool sei eigentlich ein Nebenprojekt der Supercoolschool, erklärt Björn Lasse Herrmann bei unserem Gespräch. Supercoolschool betreibt eine Konferenz-Plattform, die von Firmen im Silicon Valley intern verwendet wird. Diese Plattform nutzt das Team um Björn Lasse, um Bildung zu demokratisieren, indem es Sitzungsräume der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Experten teilen ihr Wissen » weiterlesen

Startup-Diary:
Kompetenzerweiterung in der Startphase

In der Startphase ist es für Jungunternehmer bisweilen schwierig, Wissenslücken zu füllen. Das Private Netzwerk kann dabei gute Dienste leisten.

Von Eric Fischer, Syndc.com

Startwerk Startup-Diary

In der Rubrik Startup-Diary schildern Jungunternehmer wöchentlich, mit welchen praktischen Problemen sie in der vergangenen Woche konfrontiert wurden und welche Lösungsansätze sie gefunden haben. Den Anfang machen Sven Rizzotti und Eric Fischer von Syndicate.
“Ein Problem, das uns in der jetzigen Phase begegnet ist, dass wir in unserem noch kleinen Team nicht alle Fachkompetenzen haben, die wir eigentlich benötigen – und uns stehen natürlich auch keine Mittel zur Verfügung, um Leistungen, die nicht direkt mit der Produktentwicklung zusammen hängen, extern einzukaufen.

Freundschaftliche Hilfe

Was sich für uns als hilfreich erwisen hat: » weiterlesen

Social Entrepreneurship III/IV:
Weniger Geld, dafür mehr Sinn

Social Entrepreneurship ist im Kommen, auch und gerade in Zeiten der Finanzkrise. Warum ist diese Art des Unternehmertums jetzt besonders aktuell? Teil drei unserer vierteiligen Serie zu sozialem Unternehmertum.

Von Jan Rothenberger

Unternehmertum mit Weitblick.

In unseren startwerk.ch-Serien behandeln wir Themen, die unseres Erachtens mehr Platz verdienen, als sie in einem einzelnen Post bekommen. Die einzelnen Posts können zwar für sich alleine stehen, bilden in ihrer Summe das behandelte Thema aber nuancierter ab.
Typisch für Social Entrepreneurs ist das „Yes we can“-Gefühl. Ihr Ziel ist das Lösen von sozialen Problemen und darüber hinaus das Anschieben eines Umdenkens in der Bevölkerung. Buchautor David Bornstein (Link zu Bornsteins Blog) sieht in ihnen sogar den Anfang eines globalen Bürgersektors, für den gesellschaftliches Engagement und nachhaltiges Wirtschaften selbstverständlich geworden sind. » weiterlesen

In eigener Sache:
Twitter-Feed auf Startwerk.ch

Neu ist der Startwerk.ch-Twitterfeed auf unserer Homepage eingebunden. Dies erlaubt es uns, Kurznachrichten auf Startwerk.ch in adäquater Form zu posten.

Startwerk.ch Twitter-FeedMit den Kurzpostings im Twitterfeed wollen wir unsere Leser auf Beiträge auf anderen Websites oder Blogs oder auf kurze Unternehmensmeldungen aus der Startup-Szene aufmerksam machen. Natürlich nehmen wir über @startwerk auch gerne Direktmitteilungen entgegen – Lasst uns und die anderen Startwerk.ch-Leser wissen, wenn Ihr auf eine inspirierende oder witzige Story gestossen seid.

Credit Suisse:
Swiss Issues Regionen

Erneut belegen die Kantone Zug und Zürich mit deutlichem Abstand zum Mittelfeld die Spitzenposition in der Rangliste des Credit Suisse Economic Research zur Standortattraktivität in der Schweiz. Kantone in der Peripherie schneiden schlecht ab.

Hauptverkehrswege der Schweiz (wfb.ch)Die Standortqualität der Schweizer Kantone wird grob anhand von fünf Faktoren bemessen. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen. 1. Besteuerung (juristische und private Personen), 2. Bildung (Ausbildungsstand der Bevölkerung und Verfügbarkeit Hochqualifizierter) und 3. Verkehrstechnische Erreichbarkeit. Den resultierenden quantitativen Standortsqualitätsindikator (SQI) erhebt die CS seit 2004. (Link zur CS-Studie 2009)

Zug und Zürich können die gute Bildung der Bevölkerung und die verkehrstechnisch günstige Lage in die Waagschale werfen – Zug betreibt zudem eine sehr attraktive Steuerpolitik, Zürich bietet Nähe zu wichtigen Hochschulen. Jura und Wallis » weiterlesen

Bauanleitung für Startups:
Automation – Keiner da…

In unserem letzten Post legten wir unseren architektonischen Ansatz hinsichtlich einer skalierbaren Website dar. In diesem Post zeigen wir, wie eine solche Website erstellt wird. Unser Lösungsansatz in einem Wort: Automation.

Von Dorian Selz, Nektoon

Arbeiter in einem Fordwerk 1913.Vor ungefähr hundert Jahren war die industrielle Güterherstellung, beispielsweise von Autos, eine Sache des Handwerks. Ford führte das bewegte Montageband und Massenfertigung industrieller Güter ein. Dank der Standardisierung der Produktion konnte die Produktivität um ein Zehnfaches erhöht werden. Die Preise für ein Modell T konnten von 760 $ auf 360 $ reduziert werden. Weniger bekannt ist, » weiterlesen

Echo der Zeit:
Schwierige Zeiten für Startups

In einer Phase konjunkturellen Abschwungs haben Schweizer Startups Mühe, ihre Finanzierung zu sichern. Im Echo der Zeit vom Samstag 15.8. 2009 wird ein Vorschlag der FDP vorgestellt, demzufolge Schweizer Startups umfangreiche Mittel zufliessen sollen.

Echo der Zeit zur Startup-FörderungJean-Pierre Vuilleumier gibt im Interview mit dem Echo der Zeit (Sendung vom 15.8. 2009) zu bedenken, dass hoffnungsvolle Jungunternehmer häufig scheiterten, weil keine Finanzierung zu Stande komme. Auch Risikokapitalisten hätten in der Krise Mühe, Gelder zu akquirieren. Also sind neue Finanzierungslösungen gefragt und eine solche glaubt die Schweizer FDP gefunden zu haben: » weiterlesen

Startup-Diary:
Wie soll mein Startup heissen?

Syndc.com ist aus der Doktorarbeit von Sven hervorgegangen; dort entstand der erste Prototyp unter dem Projektnamen Syndicate. Die Namensfindung war kein Kinderspiel.

Von Eric Fischer, Syndc.com

Startwerk Startup-Diary

In der Rubrik Startup-Diary schildern Jungunternehmer wöchentlich, mit welchen praktischen Problemen sie in der vergangenen Woche konfrontiert wurden und welche Lösungsansätze sie gefunden haben. Den Anfang machen Sven Rizzotti und Eric Fischer von Syndicate.
“Syndicate sollte ausdrücken, dass unsere Plattform es dem User ermöglicht, viele Kräfte in Form von Missions zu einer starken Anwendung zu kombinieren und für sich nutzbar zu machen.

Schwierige Namensfindung

Als wir anfingen über die Weiterentwicklung von Syndicate zu einem Produkt nachzudenken und uns neben der Technik auch mit der Vermarktung beschäftigten, sind wir relativ schnell über die Namensgebung gestolpert. Aus mehreren Gründen erschien uns Syndicate als problematisch.

» weiterlesen

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