GetYourGuide und Tripadvisor:
So gewinnt man Kunden

GetYourGuide hat am 10. März 2011 eine Partnerschaft mit Tripadvisor bekanntgegeben. Das Startup gewinnt damit vierzig Millionen potentielle Kunden pro Monat hinzu.

Das Team von GetYourGuideDer Kern der Kooperation wird ein “Button” sein, der es den Nutzern von Tripadvisor erlaubt, Aktivitäten direkt zu buchen. So soll man zuerst anhand den Beurteilungen auf der – mit 45 Millionen Reviews und 40 Millionen Besuchern pro Monat – grössten Travel-Website der Welt entscheiden können was man tun will und anschliessend mit nur einem Klick oder Antippen eines Smartphone ein Ticket kaufen.

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Startup Kommunikation:
Wenigstens Deutsch sollte man können

Es kommt der Moment, da man der Welt von einer Innovation erzählen möchte. Beim Verfassen der Pressemitteilung sorgfältig zu sein, lohnt sich.

Quelle: http://www.faen.de/html/presse.htmlAuch wenn gerade Internet-Startups bei der Verbreitung ihres Produkts häufig auf Blogs, Social Media und Mundpropaganda verlassen: viele Unternehmen geben über kurz oder lang einmal eine Pressemitteilung heraus. Diese sollte gut geschrieben sein, denn unabhängig davon wie wohlwollend der Empfänger grundsätzlich eingestellt sein mag, aus der Qualität der ersten Information über ein Unternehmen zieht man immer auch Schlüsse über die Kompetenz des Absenders.

Es ist nachvollziehbar, dass ein ausgeklügeltes PR-Konzept nicht zu den Prioritäten beim Aufbau eines Unternehmens gehört. Tatsächlich sollte es das auch nicht, denn in erster Linie muss wohl schon das Produkt stimmen. Doch wenn es soweit ist, dass man eine breite Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen will, muss man wenigstens ein paar Maximen beachten:

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Scheitern:
Wenn schon, sollte man Spass daran haben

Baba Shiv, Marketingprofessor in Stanford, erklärt in einem Artikel, wie man von Fehlschlägen profitieren kann: Man muss sie als Segen sehen, nicht als Fluch.


Baba ShivIn seinem Posting auf der Website der Graduate School of Business beschreibt Baba Shiv die von ihm definierten zwei Arten, Fehlschläge hinzunehmen: Typ 1 und Typ 2.

Nach der Definition des Professors ist Typ 1 die häufiger anzutreffende Persönlichkeit. Aus der Perspektive dieser Leute ist ein Fehlschlag beschämend und schmerzhaft. Dem entsprechend nehmen Typ 1-Personen eine vorsichtige Haltung gegenüber Innovation ein.

Ganz anders Typ 2. Dieser fürchtet sich nicht vor Fehlschlägen, sondern vor verpassten Gelegenheiten. Für diese Leute ist ein Fehlschlag nichts schlechtes, kann sogar aufregend sein. Denn nur aus Fehlern lernt man die Dinge, die zu einem “Aha-Moment” führen können.

Die Frage, die Baba Shiv nun stellt – und die sich alle Unternehmen, vom noch kaum gegründeten Startup bis zum multinationalen Konzern, täglich stellen müssen – ist, wie man die Typ 1 Mehrheit zu Typ 2 Persönlichkeiten macht und so die nächste weltverändernde Idee generiert.

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Schweizer Startup-News:
Doodle, Dacuda, IdeArk

Unser News-Digest für die erste Märzhälfte 2011: Neues Gebäude für IdeArk, neue Gewinner bei venture kick und neues Design für Doodle.

Startup-News

Startup-News

Neue Finalisten bei VentureKick: Vizago und Gastros meistern die zweite Runde

In der venture kick Runde vom 2. März haben das Basler Informatikstartup Vizago sowie das von einem St. Galler Studenten gegründete Unternehmen Gastros jeweils die Jury von sich überzeugt. Die beiden Unternehmen konnten jeweils 20’000 Franken einstreichen und dürfen weiter auf die letzte Preistranche von 100’000 Franken hoffen..

IFJ-Blog

Das Doodle-Redesign

Doodle hat mit dem am 8. März lancierten Redisign die – nach eigener Aussage – grösste Veränderung seit der Gründung vorgenommen. Das Navigieren auf der Website, sowie das Verwalten und Erstellen von Umfragen sollen damit einfacher werden. » weiterlesen

loqize.me:
New Yorker erhalten bald ortsbasierte Empfehlungen

Ein Zürcher Startup versucht es in Übersee: Die Gründer von loqize.me haben sich New York als Startort für ihre Geolocation-Plattform ausgesucht.

Hyperlocal nennt sich die letzte, goldene Meile der Onlinewerbung und sämtliche grossen Player unter den Webdiensten hätten gern ein Stück dieses noch weitgehend unverteilten Kuchens.

Langsam wird klar, dass der Weg zu Werbekunden über Empfehlungen (social advice) läuft, und Foursquare hat erst vor wenigen Tagen angekündigt, diese in den Fokus zu rücken. Entsprechend fragt sich, wer den entscheidenden Schritt machen wird und die lukrative Werbung auf mobilen Geräten als erster wirklich gewinnbringend betreiben kann.

Ein in Zürich gegründetes, aber bald in New York an den Start gehendes Webstartup hat dazu gute Karten: loqize.me.

Grundidee: local advice » weiterlesen

Hirschfactor:
Jobvermittlung unter Freunden

Das ETH-Spinoff Hirschfactor nutzt soziale Netzwerke um Mitarbeiter an Finanzunternehmen zu vermitteln. Bei Erfolg winkt dem “Hunter” eine Prämie.


Das Gründerteam: Fabio Magagna, Crista Henggeler und Kai EberhardtDas Prinzip ist einfach: Auf der Website des jungen Unternehmens kann man sich als “Hunter” registrieren und anschliessend Bekannte für die ausgeschriebenen Jobs empfehlen, oder sich gleich selbst bewerben. Falls die empfohlene Person die Stelle bekommt, wird der Hunter mit der ausgelobten Summe belohnt.

Dieses Anreizsystem scheint bestechend. Gerade für Personen, die sich selbst in einem Startup-Umfeld bewegen oder noch studieren, dürften beispielsweise die 3000 Franken, welche Kooaba für die Vermittlung eines Software Engineers bezahlt einen recht grossen Anreiz darstellen. Zudem kennen Kollegen oder Freunde die Qualitäten der Emfpohlenen aus erster Hand. Die Quote ungeeigneter Kandidaten dürfte also tiefer ausfallen, als wenn sich diese aus eigener Initiative bewerben würden. Zudem erhält jeder Nutzer einen Hirschfactor zugeteilt, welcher die Qualität seiner Referrals widergibt. Der Algorithmus hinter diesem Hirschfactor ist Teil eines Forschungsprojektes an der ETH.

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exthanded:
Startups entdecken Crowdfunding

Crowdfunding scheint im Bewusstsein von Gründern und Publikum angekommen – Schweizer Startups machen mit dem Modell erste Gehversuche.

exthanded versucht sich am Crowdfunding

exthanded versucht sich am Crowdfunding

2010 waren Crowdfunding-Websites wie Pilze aus dem Boden geschossen: Allein in deutschsprachigen Raum liessen sich zum Beispiel Pling, Inkubato, Startnext oder MySherpas nennen. Mit dieser Zerstückelung haben Publikum und Projektinitianten momentan auch zu kämpfen – eine Marktbereinigung täte Not.  Nichtsdestotrotz scheint es so, als wäre das Modell inzwischen dabei, sich auch hierzulande zu etablieren.

Aktuelles Beispiel: Das Zürcher Startup exthanded (Startwerk-Porträt von 2010), das ein selbstentwickeltes Kameraschwebestativ in Serie produzieren lassen will. » weiterlesen

Achtung Ressourcenfalle:
Die Anstellung des ersten Mitarbeiters

Auch beim Bootstrapping ist es irgendwann so weit: Wenn die Arbeitskraft des Gründerteams nicht mehr reicht und die erste Anstellung not tut.

von Dominic Blaesi, Gründer flaschenpost.ch

Startup-Tagebuch: Dominic Blaesi

Startup-Tagebuch: Dominic Blaesi

Im November 2008 haben Renzo und ich unseren ersten Mitarbeiter eingestellt. Doch es war nicht nur die Anstellung unseres ersten Mitarbeiters, sondern das erste Mal überhaupt, dass wir jemanden fest eingestellt haben.

Dominik Sieber arbeitete nach seiner Matura seit August 2008 auf Stundenlohnbasis sporadisch bei uns und unterstützte uns bei der Aufbereitung von Weindaten. Hin und wieder sammelte Domi die bestellten Weine bei unseren Partnerweinhandlungen ein, immer dann, wenn Renzo oder ich das aus Kapazitätsgründen nicht selber machen konnten. Um die Kosten möglichst tief zu halten, versuchten wir grundsätzlich so viel wie möglich selber zu machen und Domi nur einzusetzen, wenn es nicht anders ging. Des Weiteren hatten wir mit uns selber abgemacht, dass wir seinen Support nur bis längstens Ende Oktober 2008 beanspruchen wollen, um Spitzen zu brechen. Anschliessend wollten wir die Geschäfte wieder zu zweit führen.

Monstertage

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be.project:
Europäischer Wettbewerb für Studierende

BearingPoint richtet einen Projektwettbewerb für Studierende aus ganz Europa aus. Bis zum 15. April 2011 können die Teams sich einschreiben.

Für den Wettbewerb können sich Teams mit zwei bis maximal zehn Mitgliedern auf der Wettbewerbswebsite einschreiben. Es sind Projekte jeder Art willkommen, es muss sich also nicht unbedingt um eine Geschäftsidee handeln. Allerdings haben zumindest in den vergangenen zwei Jahren Projekte gewonnen, welche sich im Erfolgsfall mit Sicherheit zu einer Firma aufbauen liessen. Im Jahr 2008 wurde aber ein humanitäres Projekt, der Aufbau eines Ernährungszentrums in Burkina Faso, honoriert. Innerhalb dieses breiten Spektrums können sich Studierende Hoffnung auf bis zu 30’000 Euro für ihr unternehmerisches Projekt machen. Diese verteilen sich auf einen länderabhängigen Betrag beim lokalen Wettbewerb (15’000 Euro in der Schweiz) und weitere 15’000 Euro für den Gewinner des Europäischen Wettbewerbs.

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Personalpolitik à la Google:
Exklusiver Club von Selbsteinschätzern

Eine Charakteristik, die Google von vielen anderen Firmen und Konzernen abhebt, ist die Anstellungspolitik. Deren Bottom-Up-Prinzip setzt sich aber auch in der Evaluation der Leistung aller Mitarbeiter fort.

Medientermin bei Google Schweiz: Stolz erklärt Nelson Mattos, Vice President EMEA Product & Engineering, die (berühmt-berüchtigte) Anstellungspolitik des Suchgiganten.

An der scheint sich seit den Anfängen im Dorm von Larry Page und Sergey Brin nicht viel geändert zu haben – und von der Methode könnten Startups und jedenfalls so manche etablierte Firma etwas lernen:

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