Schon junge, unerfahrene Gründer bezeichnen sich heute als «Serial Entrepreneurs». Damit verliert der Begriff seinen einstigen Glanz und seine positiven Assoziationen.
Gestern besuchte ich die Seedcamp Week Berlin, eine Veranstaltung des in London ansässigen Startup-Accelerators Seedcamp. 20 junge Technologiefirmen aus einer Vielzahl europäischer Länder präsentierten in jeweils drei Minuten ihre Geschäftsideen. Die Pitches waren dabei zumeist sehr solide und deutlich besser als das, was man auf manchen rein deutschen Events geboten bekommt. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass viele der präsenten Gründer nicht ganz unbeschriebene Bücher waren, was Erfahrungen in der Startup-Welt und im Bereich der Unternehmensgründungen angeht. Mindestens einer stellte sich auch gleich als “Serial Entrepreneur” vor.
Ich erinnere mich nicht mehr, wer genau, aber das spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass ich in diesem Moment stutzig wurde. Denn das Label “Serienunternehmer” ist zumindest in meine Augen im heutigen Websektor isoliert betrachtet nicht mehr länger eine besondere Auszeichnung. Zu inflationär wird es verwendet, zu wenig sagt es über die tatsächliche Erfahrung einer Person und ihre Qualitäten als Gründer aus. » weiterlesen bei netzwertig.com
Numbrs will als übergreifende Banking-App seinen Nutzern dabei helfen, ihre Finanzen zu überwachen. Das Centralway-Startup erhalte dafür ein Millioneninvestment.
Numbrs möchte eine App für jegliche Konten sein: bankenübergreifend, international und kostenlos. Die App will es Smartphone-Nutzern ermöglichen, ihre Finanzen von überall zu verwalten. Laut Mitgründer Dennis Just hat sich das Schweizer Startup gerade eine Finanzierung über 7,5 Millionen Franken gesichert. Zweck ist die weitere Software-Entwicklung und der Marktstart in der Schweiz, Grossbritannien und Deutschland.
Mit dem Geld strebt das Numbrs-Team um die Gründer Julien Arnold, Dennis Just und Johannes Hübner die bessere Anbindung an europäische Banken an, ausserdem die Internationalisierung. Ende des Jahres soll ein Büro in London eröffnet werden.
Das Webstartup BuddyBroker bringt Jobanzeigen mit einem Empfehlungssystem unter die Leute. Damit wollen die Gründer Unternehmen die Kraft sozialer Netzwerke zur Verfügung stellen.
«Social recruiting» ist so etwas wie das next big thing im HR-Bereich. Das Zürcher Startup BuddyBroker arbeitet daran, diese goldene Nuss zu knacken.
Dafür setzt es auf Daten aus sozialen Netzwerken. BuddyBroker holt sich Daten aus den verbundenen Profilen seiner Nutzer, um per Matching passende Stellen für sie auszusuchen. Das funktioniert in beide Richtungen: inserierenden Firmen werden nur geeignete Kandidaten für Stellen vorgeschlagen. Ziel sei, so Gründer Flurin Müller, den Suchaufwand für beide Seiten zu reduzieren.
Grob sind es zwei Kernideen, die die Gründer umtreiben. Zum einen wollen sie ein Ökosystem aufbauen, in dem Empfehlungen belohnt werden. Zum anderen soll es für Nutzer eine Art Karrierefenster geben, mit welchem sie personalisiert passende Jobs für sich und ihre Freunde finden – basierend auf Infos aus Xing- oder LinkedIn-Profilen.
Unser monatliches Service-Posting zu aktuellen Veranstaltungen. Handverlesene Hinweise auf Events und Kurse, die sich für Startups eignen.
Businessideen skizzieren
Wie man aus einer Idee ein Geschäftsmodell baut, vermittelt dieser eintägige Kurs anhand der Methode Business Model Canvas von Alexander Osterwalder.
8. Juni 2013, 9:00 – 16:45, Zürich, ETH
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22 Tipps und Tricks
Mehrfach-Gründer Dorian Selz erlaubt an diesem Anlass einen Blick in seine Trickkiste. Er verrät Tipps zum Geldsparen für Startups, sei es bei Marketing, Infrastruktur oder Tools.
10. Juni 2013, 18:30, Olten, Hotel Arte
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Open Cloud Day » weiterlesen
Kino für Gründer: Vergangene Woche zeigte der Zücher Hub den Dokfilm The Startup Kids. Zudem gab’s einen Fotowettbewerb.
Es klingt wie ein Widerspruch: Unbekannte Berühmheiten. Aber zu Leuten wie Zach Klein, Drew Houston oder Alexander Ljung passt der Ausdruck.
Sie sind Superstars in der Startupszene, Paradebeispiele für den archetypischen Traum des erfolgreichen Gründers, der mit einem Laptop und einer Idee startet, es zum Millionär bringt und mit einem weltbekannten Dienst das Internet nachhaltig prägt. Trotzdem: Kaum jemand kennt ihre Namen, vor allem kaum jemand ausserhalb der Startupszene.
The Startup Kids ist ein Dokumentarfilm, der diese Leute versammelt und zu Wort kommen lässt. Gedreht haben ihn die beiden Isländerinnen Vala Halldorsdottir und Sesselja Vilhjalmsdottir. Eine konkrete Fragestellung haben sie beiden nicht. Denn The Startup Kids will nicht wirklich einer Sache auf den Grund gehen, es ist vielmehr eine unverkrampfte Suche nach so etwas wie dem «Startup-Groove». » weiterlesen
Für Eilige: Unser Rückblick auf Nachrichten und Lesenswertes. Das bewegte die Schweizer Startupszene diese Woche.
Jede Menge Beta
Gleich zwei Startups gingen diese Woche in die Betaphase. Das Nachhaltigkeits-Startup eaternity sucht Tester, die den frisch entwickelten CO2-Rechner ausprobieren. Das Projekt möchte klimafreundliches Essen popularisieren; also Essen, dessen Herstellung möglichst wenig Treibhausgase produziert. Gleichzeitig macht auch yutongo erste Schritte an die Öffentlichkeit. Die Plattform für Ideencrowdsourcing will für die Betaphase erste Firmen und Innovatoren an Bord holen.
Lausanne prämiert Startups mit total 100’000 Franken
Der Westschweizer Kanton hat fünf lokale Unternehmen mit Innovationspreisen zwischen 10’000 und 50’000 Franken bedacht. Unter den Gewinnern sind die Techstartups Domosafety, Swissto12 und Tinynode. » Les Trophées PERL dévoilent les lauréats 2013
Swisscom schnappt sich App » weiterlesen
Kurze Fragen, kurze Antworten: Regelmässig stellt sich ein Startupper unserer Fragerunde. Diesmal mit der Gründerin eines Mode- und E-Commerce-Startups.

Erfindet die Kapuze neu: Eva Kohli
Luva bedeutet Kapuze auf Schwedisch und ist ein Design-Label für Kapuzen als Accessoires.
Wie kam das Ganze ins Rollen?
Die Idee entstand aus einem Eigenbedarf. Selber trage ich gerne Kapuzen, jedoch wirkt mir der Kapuzenpulli zu jugendlich. So entwickelte ich die Kapuze mit Bolero, die auch in einen Schal umgewandelt werden kann. Nachdem ich für Freunde nähte und nach und nach neue Modelle entstanden, zum Beispiel Kapuzen mit Krawatte oder Hosenträgern, habe ich die Produkte im Herbst vor zwei Jahren auf den Markt gebracht.
Mode selbst zu vermarkten, statt einen grossen Vertriebspartner zu haben, scheint mir schwierig. Geht das für dich auf? » weiterlesen
Build, measure, learn.. test? Das Webstartup TestingTime positioniert sich als Dienstleister für Benutzertests.

Nicht erst seit Lean Startup ist es zum Mantra geworden; «stell den Nutzer ins Zentrum» ist mittlerweile der wohl wichtigste Glaubenssatz für Startupgründer. Bei vielen bleibe er aber ein Lippenbekenntnis, meint Reto Lämmler. «Wenn es an die Umsetzung geht, macht man immer Abstriche.» Denn für benutzerzentriertes Entwickeln brauche es Tests – und die kämen aufgrund ihres Aufwands meist zu kurz.
Das im Hinterkopf hat Lämmler ein Startup lanciert, welches sich hier als Dienstleister positioniert. Es ist sein drittes eigenes Unternehmen. Der Ex-Doodler und Xcellery-Gründer hatte zuletzt vor einem Jahr zusammen mit André Huber die App RememberTheName lanciert. Diese hilft beim Networking, indem sie Nutzer ihr Namensgedächtnis trainieren und Kontakte aus sozialen Netzwerken auswendig lernen lässt. Eine Windows Phone App ist zur Zeit als private Beta verfügbar.
Die erste Herausforderung bei Benutzertests ist, dass zunächst einmal passende Leute gefunden werden müssen, die App oder Website ausprobieren. Darauf baut der Service von TestingTime: Das Startup organisiert Testnutzer. Der Auftraggeber bestimmt Kriterien und gewünschte Termine, TestingTime liefert die Tester. Bislang handelt es sich um moderierte Remote-Tests, die online stattfinden. Dabei sind Tester und Auftraggeber via Sprachchat in Kontakt. Die Gründer wollen nun herausfinden, ob auch Tests vor Ort ein Kundenbedürfnis sind. » weiterlesen
Swisscom holt sich das Westschweizer Startup Tweasy und will damit sein Angebot im Online-Marketing verstärken.
Der Telko hat für eine unbekannte Summe das Neuenburger Startup Tweasy gekauft. Bereit zuvor war Swisscom als Reseller aufgetreten und vertrieb die Tweasy-Applikation seit vergangenem Jahr über seinen Marktplatz für KMU-Dienste.
Das Startup von José de Bastos hat seine App im November 2012 auf den Markt gebracht. Die Idee: E-Marketing für KMU. Nutzer sollen damit Nachrichten lokaler Unternehmen abonnieren, diese können ihre Kunden per Push-Funktion mit Angeboten versorgen und Umfragen oder Wettbewerbe anzeigen (Erklärvideo). » weiterlesen