Startup-Wochenüberblick:
Colab gestartet, VC-Bilanz 2012, Besuch im Silicon Valley

Für Eilige: Unser Rückblick auf Nachrichten und Lesenswertes. Das bewegte die Schweizer Startupszene diese Woche.

Zu wenig «think big»

Die Investoren- und Financiervereinigung SECA hat ihr Jahrbuch für 2013 veröffentlicht. Mit dabei: eine Analyse der Schweizer Markts für Wagniskapital. 300 Millionen Franken VC-Gelder gingen 2012 an Schweizer Jungunternehmen. Bei den Branchen lag «Medical Devices» an der Spitze (38 Prozent), gefolgt von der ICT, die stark zulegte (35 Prozent). Grund dafür waren vor allem die drei grosse Investments in Housetrip, Bravofly und Typesafe. Cleantech dagegen sei schwach vertreten. Die Autoren machen auch ein Kulturproblem aus: «Die Think-Big-Mentalität hat sich noch zu wenig durchgesetzt.»

Rettungsapp sucht Betatester  » weiterlesen

Alarmsignale bei Startups:
13 Warnzeichen für drohenden Misserfolg

Ein Startup hat dann Erfolg, wenn es alle drohenden Klippen erfolgreich umschifft. Dafür muss man die möglichen Gefahren kennen – eine Liste.

notlicht_is-260x389

Alarmzeichen

In der Startupszene sind wir fixiert auf die Zeichen, die auf Erfolge hindeuten: Steigende Zugriffszahlen, Gründerpreise, viele Facebook-Likes und so weiter. Weniger breit besprochen werden die Anzeichen, dass etwas nicht rund läuft. Dabei sind diese mindestens so wertvoll wie gut klingende Statistiken, die dann als PR-Futter herhalten.

Solche Warnzeichen helfen Gründern, Fehlentwicklungen früher zu erkennen. Gelingt das, lässt sich noch etwas dagegen unternehmen und das Steuer herumreissen – schliesslich gehört das Lernen aus Fehlern zur Kernkompetenz jedes Jungunternehmens.

Es lohnt sich, auf Folgendes zu achten:  » weiterlesen

Allgemeine Geschäftsbedingungen:
Was Startups bei AGB
beachten sollten

Was AGB leisten und wann sie für Webstartups und Seitenbetreiber von Vorteil sind, erklärt unser Gastautor.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

martinsteiger

Was AGB leisten – Rechtsanwalt Martin Steiger

«Wir sind ein kleines Webstartup, brauchen wir AGB und falls ja, was muss darin erwähnt werden?»

Die kurze Antwort: Grundsätzlich benötigt ein Webstartup keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Aber für die meisten Startups sind eigene AGB aus rechtlicher Sicht empfehlenswert.

AGB – manchmal auch AGBs – sind einseitig vorformulierte Vertragsbestimmungen, die beim Abschluss einer Vielzahl gleichartiger Verträge zur Anwendung gelangen – beispielsweise zwischen einem Webstartup, das einen Onlinedienst anbietet, und seinen Nutzern. Jeder Nutzer, der sich für einen solchen Onlinedienst anmeldet, schliesst mit dem Startup einen Vertrag ab. In diesem Beispiel eines Massengeschäfts wäre es wirtschaftlich sehr aufwendig, mit jedem einzelnen Benutzer einen individuell ausgehandelten Vertrag abzuschliessen. Nutzer müssen deshalb die AGB akzeptieren oder draussen bleiben.

Nicht notwendig, aber vorteilhaft  » weiterlesen

QualySense:
Eine Million als dritte Finanzierungsrunde

Das Life-Science-Startup QualySense erhält ein kräftiges Investment: Bestehende und neue Investoren legen rund eine Million Franken nach.

qualysenseNachdem bereits zwei Finanzierungsrunden über die Bühne gingen, holt sich das Team von QualySense nochmals frisches Geld. Insgesamt erhält das EMPA-unterstützte Jungunternehmen eine Million Franken.

Francesco Dell’Endices Startup stellt Geräte her, die optisch Getreide untersuchen können und Messdaten zu Qualität und Beschaffenheit des Korns liefern. Anders als bisher müssten damit keine Stichproben für spätere Labortests mehr entnommen werden, sondern die Qualitätssicherung sollen zeitnah und am Ort des Abfüllprozesses erfolgen. Zurzeit wird das Produkt, der QSorter Explorer, von Unternehmen in der Praxis getestet.

Gegründet wurde das Unternehmen 2010, als Francescos Mitgründer sind Olga Mykhailova und Paolo D’Alcini mit an Bord. Das Startup hat mehrere Preise gewonnen und vergangenes Jahr von Swissparks den Preis «Best Startup of 2012» erhalten.

mingle.io:
Mit Datenbergen aufräumen

Das Webstartup Mingle organisiert Informationen und baut sich rund um das Prinzip «open data» ein Geschäftsmodell.

mingleWie verdient man Geld mit etwas, das von vornherein kostenlos ist? Das ICT-Startup mingle.io führt vor, wie das gehen kann.

Mingle fusst auf dem Prinzip open data, also der Idee, Daten von öffentlichem Interesse frei verfügbar zu machen. Davon gibt es bereits ein Menge: Prominente Beispiele sind Wikipedia oder OpenStreetMap, weniger bekannt etwa die offene Datenbibliothek Freebase. Da Initiativen wie opendata.ch daran arbeiten, dass Verwaltungen ihre Datenspeicher öffnen und Daten der Allgemeinheit zugänglich machen, entstehen immer mehr solche Reservoire kostenlos nutzbarer Datenschätze.

Startup-Idee Datenraffinerie » weiterlesen

Startup-Wochenüberblick:
Frische venture kicker, UrbanFarmers-Crowdfunding, Swisscom & Startups

Für Eilige: Unser Rückblick auf Nachrichten und Lesenswertes. Das bewegte die Schweizer Startupszene diese Woche.

venture kick verteilt Preise

Gleich zwei Runden des Förderwettbewerbs gingen diese Woche über die Bühne. Als neue Finalisten treten Scrona und Cash Sentinel an. Scrona entwickelt eine Drucktechnologie zur Fertigung im Nanobereich, das Westschweizer Startup CashSentinel arbeitet an einem sicheren, mobilen Zahlungsdienst – beide gewinnen 20’000 Franken. Je 10’000 Franken Starthilfe erhielten in der Runde eins vier Startups: Calcification Prevention kämpft gegen Gefässverkalkung, SmargeTech will Elektroautos mit grünem Strom betanken, KISS Menu will Bestellen im Restaurant per App möglich machen, TwingTec Flugdrachen zur Stromgewinnung einsetzen.

UrbanFarmers schaffen Crowdfunding

Nach der erfolgreichen Schwarmfinanzierung der Schweizer Spieleentwickler von Trainfever hat auch das Cleantech-Startup UrbanFarmers (unser Portrait) Geld für ein Projekt eingesammelt. Mit der eben beendeten Sammelaktion wird in Berlin eine Stadtfarm als Teil eines Bauprojekts entstehen. » Wir haben es Geschafft!

 Jacando kurbelt Werbung an  » weiterlesen

«Es war nie wirklich geplant»:
9 Fragen an Felix Holzner
von SwissLitho

Kurze Fragen, kurze Antworten: Regelmässig stellt sich ein Startupper unserer Fragerunde. Die Gründer von SwissLitho arbeiten an mikroskopisch kleinen Werkzeugen und haben gerade den ZKB Pionierpreis abgeräumt.

Präzision im Nanobereich: Felix Holzner

Präzision im Nanobereich: Felix Holzner

SwissLitho entwickelt, produziert und vermarktet den NanoFrazor. Der NanoFrazor ist eine neuartige und innovative Maschine für die Herstellung von allerkleinsten Nanostrukturen.

Was beschäftigt euch im Moment?

Das sind hauptsächlich zwei Sachen: Ersten müssen wir bis Ende Jahr eine Maschine an einen Kunden ausliefern und es gibt noch jede Menge an Entwicklungsarbeit. Zweitens müssen wir entscheiden, wie viele weitere Mitarbeiter wir zum jetzigen Zeitpunkt einstellen sollten.

Was war eure kniffligste Aufgabe bist jetzt und was habt ihr daraus gelernt?  » weiterlesen

Gidsy:
GetYourGuide übernimmt
Berliner Startup

Die Buchungsplattform GetYourGuide schnappt sich den Aktivitätenmarktplatz Gidsy und schluckt dessen komplettes Team.

getyourguide2Wie die beiden Startups melden, hat der Schweizer Touranbieter GetYourGuide das in Berlin ansässige Webstartup Gidsy übernommen. Gidsy startete 2011, gegründet von den Niederländern Edial Dekker und Floris Dekker sowie dem Österreicher Philipp Wassibauer. Gidsy positionierte sich als Marktplatz für Aktivitäten: Privatpersonen sollten über die Plattform anderen Privatpersonen alles von der Pubtour bis zum Yogakurs anbieten. Anders als GetYourGuide ohne touristischen Hintergrund – das Angebot richtete sich vor allem gegen urbane Langeweile.

Gidsy hatte den Hype auf seiner Seite und sich Anfang 2012 eine Finanzierung von 1,2 Millionen Dollar. Zu den Geldgebern gehörte neben verschiedenen VCs auch Promi Ashton Kutcher. Szenebeobachtern zufolge trat Gidsy, anders als GetYourGuide, aber auf der Stelle und konnte den geschickt aufgebauten Buzz nicht in Erträge verwandeln. Möglicherweise, weil eine schlagkräftige Verkaufsmannschaft fehlte, wie sie GetYourGuide in den letzten beiden Jahren aufgebaut hat.  » weiterlesen

Startup-Veranstaltungen im Mai:
Tipps gegen Ideenklau, venture ideas, Investor’s Day für die Romandie

Unser monatliches Service-Posting zu aktuellen Veranstaltungen. Handverlesene Hinweise auf Events und Kurse, die sich für Startups eignen.

pencils_paper_isGute Ideen werden geklaut

Patente & co: Roland Tschudin vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum zeigt anhand von Beispielen, was überhaupt schützbar ist und wie man im Fall der Fälle gegen Abkupferer vorgeht.

22. Mai 2013, 18:30, Luzern, Technopark
» Detailinformationen

Tipps und Tricks für die Startphase

Dieser Abendkurs bietet eine Anleitung Schritt für Schritt, wie der Weg in die Selbständigkeit am besten funktioniert und dreht sich um die Vermeidung typischer Anfängerfehler.

6. Mai 2013, 18:30, Bern, Kursal
» Detailinformationen

Steuerfragen klären » weiterlesen

Drei Möglichkeiten zum Start:
Ein Startup gründen – aber wie?

Unser Gastautor analysiert drei Optionen, in ein Startup einzusteigen und vergleicht Pro und Kontra.

Gastbeitrag von Alexander Mahr, Mitgründer MountainDayz

wegweiser_fli

Der richtige Weg

Ein Startup gründen – aber wie? Diese Frage stellt sich jeder Gründer am Anfang. Zumindest, wenn der Anstoss nicht von aussen kommt – manchmal entwickelt sich ein Startup ja aus dem Freundeskreis, einer Gruppe Kommilitonen oder unter Arbeitskollegen.

Und sonst? Vielleicht hat man das Studium schon lange hinter sich, im Freundeskreis steigt der Fokus auf Familienplanung und damit die Risikoaversion und startupfreudige Arbeitskollegen finden sich keine. Was tun, wenn alles in einem schreit: «Gründen – jetzt oder nie»? Dann hat man ein paar Optionen. Hier eine Analyse auf Basis meiner eigenen Erfahrungen:  » weiterlesen

  • Sponsoren

  • Newsletter

    Jeden Freitag die Artikel der Woche bequem per E-Mail erhalten? Melden Sie sich für unseren Startup-Newsletter an.

    Pflichtfelder
    OK
    Bitte füllen Sie das Feld "E-Mail-Adresse" aus.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Vornamen ein.
    OK
    Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein.