Warum unser Startup gescheitert ist:
Fünf lesenswerte Post-Mortems

Was ist schief gelaufen? Darüber spricht niemand gern, dabei sind Misserfolge meist lehrreicher als Erfolgsgeschichten.

Der Fail-Stempel

Der Fail-Stempel

Die Startupszene mit ihren Wettbewerbswinnern und Erfolgstorys hat eine Kehrseite. Oft ist von satten Überlebensquoten von Startups aus diesem oder jenem Inkubator die Rede.

Weniger oft wird von den unvermeidlichen Misserfolgen und den missglückten Unternehmensgründungen gesprochen. Verlässliche Zahlen über den Anteil gescheiterter Startups sind schwierig zu bekommen. Jedoch klar ist, dass mehr als die Hälfte der Jungunternehmen es nicht in die Gewinnzone schafft. Das sind Startups, deren Teams mit genauso viel Enthusiasmus und Herzblut ins Unternehmertum gestartet sind.

Dass so wenig gesprochen wird über gescheiterte Unternehmen ist verständlich: Niemand breitet gerne seine Misserfolge aus. Und im Nachhinein erscheinen die Fehlentscheidungen immer offensichtlicher als unter Stress und im Tagesgeschäft, die Alternativen klarer. Ausserdem möchten sich Gründer nicht mit dem Makel des gescheiterten Unternehmers ihre Zukunft verbauen. Dabei hätte ein offenerer Umgang mit dem Thema, wie er unter anderem in den USA gespflegt wird, viele Vorteile.

Wenn ich sage, dass das Scheitern von Jungunternehmern zu wenig thematisiert wird, dann moniere ich dies vor allem aus zwei Gründen: » weiterlesen

Unternehmertum ist lernbar:
“Die Studierenden möchten
viel mehr Praxis”

Unternehmertum aus dem Hörsaal? Interview mit Christoph Müller zum Center for Entrepreneurial Excellence der Universität St. Gallen.

Das Interview führte Dariush Daftarian

Christoph Müller, Prof. HSG

Christoph Müller, Prof. HSG

Die St. Galler HSG steht bisweilen im Verdacht, eine abgehobene Kaderschmiede für Investmentbanken und Unternehmensberater sein. Die Ostschweizer Universität zielt jedoch auch auf die Förderung von Unternehmertum.

Seit 2009 zeigt die Uni dies an ihrem KMU-Institut mit einem neu lancierten Center for Entrepreneurial Excellence (CEE-HSG).

Worum geht es bei den Kursen?
Kern der Tätigkeit des CEE-HSG ist ja die Zusatzausbildung Entrepreneurship. Der erste Kurs, der vor rund eineinhalb Jahren begonnen hat, umfasst nach wie vor rund 50 Studierende. Immer mehr der Teilnehmenden lancieren auch eigene Projekte und beginnen zu gründen. Dabei ist in allen Veranstaltungen ein aktives Mitdenken der Studierenden spürbar.

Der zweite Kurs ist vergangenen Sommer gestartet und wurde bis anhin wie der erste Kurs durch die Alumni und Sponsoren co-finanziert. Per Ende des Herbstsemesters 2010 umfasst der zweite Kurs rund 30-35 von ursprünglich 60 Teilnehmenden – sie müssen ab dem kommenden Semester mit rund 1000 Franken einen Beitrag an die Unkosten des Kurses leisten. Wie sich das auf die Teilnehmerzahl auswirken wird, bleibt noch offen, ich bin aber zuversichtlich. Alles in allem ist, wie Sie sehen, noch einiges an Bewegung im Kurs.

Wie wird die Zusatzausbildung Entrepreneurship finanziert?
Die Teilnehmenden des zweiten Kurses tragen einen Teil des Kurses selbst. Ab dem Frühjahr 2011 wird der Zertifikatskurs an der Executive School selbsttragend sein und das offene Kursprogramm für die Studierenden wird eine Mischfinanzierung aus Sponsorenmittel, universitären Ressourcen und allenfalls Eigenbeiträgen sein. » weiterlesen

Vom Hobbyunternehmer zum Vollzeit-Flaschenpöstler:
Der Schritt in die Selbständigkeit

Vollzeit oder Nebenjob? Dominic Blaesi blickt zurück auf die Entscheidung, seinen Job zu kündigen und zu 100% für sein Startup zu arbeiten.

von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch


Flaschenpost ist damals aus der Diplomarbeit meines Geschäftspartners Renzo Schweri entstanden. Renzo hat sich damals mit der Frage beschäftigt, inwiefern Qualitätsweine als Finanzanlage etwas taugen. Das Resultat: Wein sollte man trinken und nicht für Investitionszwecke halten.

Neben diesem Ergebnis sind wir aber auch zum Schluss gekommen, dass das Weinsuchen- und bestellen viel komplizierter ist, als es eigentlich sein könnte: Einen bestimmten Wein zu finden kann mit einem erheblichen Suchaufwand verbunden sein. Will man dann noch Wein bei verschiedenen Händlern bestellen, so muss man mehrere Bestellungen vornehmen und bezahlt am Ende erst noch mehrmals Transportgebühren – von der verpassten Möglichkeit eines kumulierten Mengenrabatts ganz abgesehen. » weiterlesen

Rekordniveau bei Firmengründungen:
Gesetzesänderung pusht Konkurse

2010 mit neuen Rekorden an Firmengründungen – und auch Pleiten. Scheinkonkurse verfälschen aber das Bild.

2010 als doppeltes Rekordjahr

2010 als doppeltes Rekordjahr

Wie steht die Schweiz als Standort für Firmengründungen 2010 da? Eine aktuelle Studie von Dun & Bradstreet (D&B) bringt ein wenig Licht in diese Frage.

Erstes überraschendes Resultat der Statistik: Noch nie wurden in der Schweiz so viele Unternehmen neu eingetragen wie 2010. 33’550 für die ersten elf Monate, was einem Zuwachs von sechs Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Für das Jahresende rechnet D&B mit rund 37’000 Neugründungen. Das wäre ein neuer Rekord, wenn auch das Nettowachstum – also Gründungen minus Konkurse und Löschungen – da nicht ganz mithalten kann. Mit voraussichtlich 11’500 liegt es in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Neben den Neueintragungen ist auch die Anzahl der Konkurse höher als jemals zuvor. Für die ersten elf Monate des Jahres haben 5’618 Firmen Konkurs angemeldet. Das sind rund ein Viertel mehr als noch 2009. Muss man daraus schliessen, dass die Schweiz immer noch voll in der Krise steckt? Nein, denn die Statistik täuscht. » weiterlesen

IMD Startup Competition 2011:
Querschnitt durch die
Schweizer Startuplandschaft

Die Lausanner IMD Business School kürt jedes Jahr 20 vielversprechende Startups, die Coaching von Absolventen erhalten. Wieder ist High-Tech vorne.

Wettbewerbsausrichter IMD

Wettbewerbsausrichter IMD

Der tendenziell etwas Romandie-zentrierte Wettbewerb der Kaderschmiede IMD kürt jedes Jahr zwanzig Startups, nach eigener Aussage in der Frühphase. Je nach Unternehmenstyp und Industrie wirkt sich das unterschiedlich aus, so sind bei der diesjährigen Auswahl Jungunternehmen dabei, die erst vor einigen Monaten gegründet wurden, während andere bereits seit zweieinhalb Jahren als Firma auftreten. Die Unternehmen decken einen breiten Querschnitt über alle Branchen ab.

Unter den Bewerbern ausgewählt werden die Startups von einer Jury der IMD-Fakultät, mit Unterstützung eines KTI-Beirats. Die Gewinner erhalten während eines halben Jahres Coaching im Businessbereich. Fünf der Startups dürfen ausserdem eine Reise ins Silicon Valley antreten und werden im Vorfeld von einem spezialisierten Managementteam betreut.

  • Banque Pâris. Privatbank für Leute, die den Durchschnittsmillionär blass aussehen lassen: Auf “Ultra-High-Net-Worth Individuals”, also die richtig grossen Fische zielt die Neugründung vierer Bankiers aus Genf. » weiterlesen

Startup-Wettbewerbe:
Prix Du Jeune Entrepreneuer 2011 gestartet

Die Ausgabe 2011 des Prix Du Jeune Entrepreneuer ist gestartet. Mitmachen können Studierende von vier grossen Schweizer Hochschulen.

Der Prix Du Jeune Entrepreneuer will zukünftige Jungunternehmer unter den Studierenden der Schweiz fördern und gleichzeitig die Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich vertiefen. 2011 startet die siebte Ausgabe des Wettbewerbs.

Gruppen von vier Studierenden der ETH Lausanne und Zürich, der Universität St.Gallen sowie der Hotelfachschule in Lausanne können bis im Frühjahr 2011 Konzepte für ihre Projekte einreichen. Eine Jury des Nationalkomitees des Französischen Aussenhandels beurteilt die eingereichten Arbeiten und zeichnet die beste mit einem Preis von CHF 20’000 aus. Dieser Betrag, so die Idee, kann als Teil des Startkapitals eines neuen Unternehmens verwendet werden, das die Projektidee umsetzt. » weiterlesen

Webrepublic, ein Jahr später:
Richtig wachsen will gelernt sein

Lessons learned, Strategiewechsel, neue Geschäftsfelder? Ab und zu lohnt bei Startups ein Zwischenstand und Update – diesmal besuchen wir die Webrepublic.

Die Gründer: Tom Hanan und Tobias Zehnder

Die Gründer: Tom Hanan und Tobias Zehnder

Die SEM-Agentur Webrepublic ist seit etwas mehr als einem Jahr im Geschäft. Gestartet waren der Ex-Googler Tom Hanan und Mitgründer Tobias Zehnder Mitte 2009. Im Januar hatten wir auf Startwerk.ch einen ersten Augenschein genommen, als die Website der Gründer erst wenige Tage online war.

Inzwischen ist das Unternehmen beinah dem Startupalter entwachsen; zwei neue Geschäftsbereiche sind hinzugekommen, das Team ist gewachsen und besteht ab Februar aus zehn Leuten. Neben weiteren Account-Betreuern stehen nun zusätzlich eine Grafikerin und ein Programmierer im Sold der Webrepublic.

Eine gute Gelegenheit für ein Follow-Up und ein paar Fragen an die Gründer, etwa darüber wie man ein Jungunternehmen skaliert und was für “Lessons Learned” nach einem guten Jahr in business zusammen gekommen sind. Das Interview drehte sich vor allem um drei Themen: » weiterlesen

Linktipps:
Founder control, Launch-Checkliste, Europa und die Tech-Startups

Startup-Linktipps des Woche. Unter anderem: Paul Graham über Machtverhältnisse nach Beteiligungen, Tipps zum Hintergrund bei möglichen Investoren und Tipps zur Personalsuche.


Linktipps für Startups

Linktipps für Startups

Gründer haben öfter das Sagen
Founder Control. Startup-Guru Paul Graham sieht eine Trendwende, wenn es um die Führung von Startups nach Beteiligungen geht. Der Verwaltungsrat sei zunehmend auch nachher noch in der Hand der Gründer, was vor 10 Jahren noch anders aussah.

Investoren durchleuchten
Why it’s Critical That you Reference Check Your VC. Unternehmer und Investor Mark Suster ist der Meinung, dass man Investoren nicht ohne einen ausführlichen Check ins Boot lassen sollte. Schlüsselfragen: » weiterlesen

Neues Service-Posting auf Startwerk:
Jobangebote von Schweizer Startups

Startups only – wir starten eine Job-Wall als regelmässiges Feature. Gedacht ist es für Schweizer Jungunternehmen, die Verstärkung suchen.

Startup Jobs auf Startwerk

Startup Jobs auf Startwerk

Immer wieder erhalten wir die Anfrage, ob es möglich sei, Stellenangebote auf Startwerk zu platzieren. Wir haben uns jetzt entschlossen, dem Rechnung zu tragen und per sofort eine Job-Wall einzuführen, mit der hiesige Startups gezielt innerhalb der Szene nach zusätzlichem Personal suchen können.

Auch eine Hilfestellung ist die Job-Wall für angehende Gründer, die für ihr zukünftiges Unternehmen erst ein Team zusammen stellen wollen. Genauso gut eignet sich das Format natürlich auch für Praktikumsstellen.

Die Idee der Job-Wall sieht so aus, dass wir regelmässige Postings einführen, auf denen wir alle eingesandten offenen Stellen und Jobangebote gesammelt veröffentlichen. Beim Erscheinungsrhythmus der Beiträge richten uns nach der Nachfrage. » weiterlesen

Die Ideen ersetzen das Geld:
Startup-Marketing selbst gemacht

Der Release rückt näher und eine Going-to-Market Strategie muss her. Marcus Kuhn verrät im Startup-Tagebuch seine Überlegungen zum Marketing.

von Marcus Kuhn, Gründer connex.io

Startup-Tagebuch: Marcus Kuhn

Startup-Tagebuch: Marcus Kuhn

Um Nezami, einen persischen Poeten zu zitieren: „Im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten.“ Das stimmt auch für connex.io. Technisch sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt wo wir uns nach draussen wagen können – das heisst aber auch, dass wir uns nun langsam an die Vermarktung unseres Produktes machen müssen.

Auch wenn wir das natürlich konstant im Hinterkopf hatten – mit dem bevorstehenden Release unserer Beta bekommt das Marketing eine neue Bedeutung und Dringlichkeit.

Uns ist der Zugang zu teuren Marktdaten und Werbemitteln leider versagt. Wie die meisten Startups versuchen wir das mit kreativer Arbeit und Eigenleistung zu kompensieren. Vieles kann bereits mit einem Computer und einem Internetzugang erreicht werden. In diesem Post wollen wir kurz skizzieren, wie wir bei der Erarbeitung unserer Going-to-Market Strategie vorgehen. » weiterlesen

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