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Rehabilitation: Eine ganze Reihe von Startups tummelt sich zurzeit auf diesem boomenden Feld. Ein Life-Science-Experte erklärt, warum.
Wirft man einen Blick auf beachtete Life-Science-Startups der jüngsten Zeit, stösst man zum Beispiel auf YouRehab. Das Startup hat venture kick und den ZKB-Pionierpreis gewonnen und sich eine erste Finanzierungsrunde gesichert. YouRehab will geschädigten Patienten das Bewegen wieder beibringen und setzt dafür auf Computerspiele. Dazu haben die Gründer spezielle Hard- und Software entwickelt: Datenhandschuhe, mit denen das Greifen von Gegenständen trainiert wird oder Sensorschuhe, mit denen Patienten einen virtuellen Ball treten. Auf einem Bildschirm erscheint das dazugehörige Spielfeld.
YouRehab ist aber längst nicht das einzige Startup, das an neuen Ansätzen für die Bewegungstherapie tüftelt.
Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wie sie am besten vorgehen.
Knapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4’500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.
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Neue Technologien verbreiten sich heute anders als früher: Startups umgehen die traditionellen Innovationszyklen und bringen Produkte schneller, gezielter und näher an die Kunden als je zuvor.
Welche Techtrends prägen die Startupszene aktuell? Im Folgenden unsere Einschätzung, die natürlich nicht vollständig sein kann.
Bottom-up statt trickle-down
Noch nie wurden Technologien so rasch angenommen wie bei Smartphones: Dass iOS- und Android-Geräte so schnell hundertmillionenfach verkauft werden und eine Technologien in diesem Tempo angenommen werden, gab es in der Geschichte noch nie. Wie Marc Andreesen, ein Silicon-Valley-Venture Capital-Veteran, zeigt, läuft das Ausrollen neuer Technologien generell anders als früher. Früher wurden diese erst für den professionellen Einsatz entwickelt, bevor sie bei den Konsumenten landeten. Der PC zum Beispiel entwickelte sich aus Workstations für Unternehmen mit riesigen Datenbeständen. Heutzutage hingegen werden Hightech-Produkte immer öfter direkt für Endverbraucher entwickelt. Bottom-up statt trickle-down, wie Andreessen es nennt.
Ein Grund dafür ist, dass die Technologiemärkte für Endverbraucher global sind. Ein anderer ist, dass Technologie immer emotionaler wird – und Verbraucher sich einfach etwas kaufen, weil sie es wollen.
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Wir erleben eine Industrialisierung der Startupszene. Company Building heisst das Zauberwort: immer mehr Startups kommen aus spezialisierten Startup-Schmieden. Verstecktes Vorbild ist Hollywood.
Auch auf Startwerk sprechen wir oft von Inkubatoren. Der Begriff ist aber nicht trennscharf und wirft verschiedene Modelle in einen Topf. Im Kommen ist derzeit eine radikalere Variante der Inkubation. Hier werden Startups nicht gefördert, sondern gebaut: Stück für Stück, mit methodischer Genauigkeit, wie ein Uhrwerk.
Wenn Techcrunch von Company Builders spricht, sind diese gemeint. Company Builders bauen und finanzieren Startups, und sind dabei viel stärker involviert als Business Angels oder VCs. Im Tausch gegen eine Beteiligung gibt es hier ein ganzes Paket: Sie finanzieren, involvieren sich im Tagesgeschäft ihrer Startups, gestalten Strategie und Vermarktung mit, stellen Personal, Kontakte, Buchhalter, Designer, Anwälte. Company Builder wollen nichts dem Zufall überlassen. Ihre Startups sind entweder in einer frühen Phase akquiriert oder Eigenentwicklungen, mit gecasteten Teams bestückt – nach dem Modell «Entrepreneur in Residence».
Gibt es Trendthemen in der Schweizer Startup-Szene? Wir machen uns auf die Suche und wagen einen Blick zurück ins abgelaufene Jahr.
Nimmt man die 2012 gestarteten Jungunternehmen unter die Lupe, zeigt sich schnell, dass einige Branchen überdurchschnittlich vertreten waren.
Hier sind die umkämpftesten Geschäftsfelder, zusammen mit einer (unvollständigen) Liste von Beispielen:
Ködern, lotsen, süchtig machen: Gegen Spieltrieb kann man sich nicht wehren. Immer mehr Webstartups nutzen dies und setzen auf die Mechaniken erfolgreicher Spiele, um ihre Nutzer bei der Stange zu halten.
Gamification ist nichts neues. Rabattmarken und ihre Nachfolger, Punktesammelkarten, Vokabeltrainer oder die Badges bei Foursquare: Die Idee ist immer dieselbe, nüchterne Aufgaben sollen dank spielerischen Elementen Spass machen.
Indem man Arbeit zum Spiel erklärt, inklusive Punkten, Zielen und Belohnungen, ändert man die Wahrnehmung einer Aufgabe. Geht man dies richtig an, trickst man das Gehirn der «Spieler» aus. Investierte Zeit ist nicht länger Arbeit, sondern Freizeit. Die Folge: Nutzer bleiben länger, kommen öfter wieder und verbinden ein positives Erlebnis mit einem Angebot.
Unzählige Onlinedienste kämpfen um die Aufmerksamkeit der Internetnutzer. Seit einige grosse Plattformen mit Gamification-Modellen arbeiten, macht ihr Beispiel zunehmend Schule und neue Startups nutzen das Potential von Spielmechanismen. Zum Beispiel, wenn es um user-generated content (UGC) geht, auf den viele Webdienste bauen. Ein Publikum zum Beitragen von UGC zu motivieren, ist knifflig. Ein Werkzeug dazu ist die Gamification. » weiterlesen
3D-Drucker verändern weltweit die Produktionsbedingungen – höchste Zeit für Startups, Anwendungen für die neue Technologie zu finden. Erste Ideen gibts es schon, darunter: personalisierte Sportschuhe, Steaks ohne Schlachtshaus oder neue Zähne auf Bestellung.
3D-Druck ist eine disruptive Technologie, wie sie im Buche steht. Hier schickt sich ein Verfahren an, bestehende Produktionsprozesse umzuschmeissen und damit die Karten ganz neu zu mischen.
Typisch für neue, bahnbrechende Erfindungen: Sie sind zunächst unerschwinglich und schwer zu bedienen, treten dann aber in den Mainstream ein. 3D-Druck ist unterwegs dorthin. Web-Vordenker Clay Shirky sagt dazu: Etwas Neues wird sozial interessant, wenn es technologisch langweilig geworden ist.
In der Industrie ist 3D-Druck bereits seit Jahren im Einsatz. In den vergangenen zwölf Monaten hat aber eine Reihe von 3D-Druckermodellen eine Preisgrenze geknackt, die sie für Privatnutzer erschwinglich macht (z.B. MakiBox, Form 1, Ultimaker). Diese Verfügbarkeit lädt dazu ein, mit den wunderlichen Geräten zu experimentieren. Höchste Zeit also, dass wir erste Startups mit Geschäftsideen rund um die neue Technologie sehen. Was ist zu erwarten? » weiterlesen
Kommende Woche publiziert das IFJ in Kooperation mit der Handelszeitung eine Rangliste der besten 100 Jungunternehmen. Geld gibts für eine Platzierung keines, dafür Sichtbarkeit und einen Überblick zum Puls der Startup-Szene insgesamt.
Für das Ranking der aussichtsreichsten Schweizer Startups hat das IFJ zum zweiten Mal 100 Exponenten der Startup-Szene nach ihrem Urteil gefragt. Sie waren aufgerufen, jeweils ihre zehn favorisierten Jungunternehmen einzureichen. Ziel der Top 100 ist ein «who is who» der Gründerszene bei Erfolgspotential und Wachstumschancen.
Wir haben mit Nicolas Berg und Diego Braguglia zwei der Juroren gefragt, was sie von der Rangliste halten. » weiterlesen
Apps sind der in Zukunft bedeutendste Distributionskanal für Onlineinhalte und Dienste, ist sich Entrepreneur und Investor Frank Thelen sicher. Dadurch verändern sich die Spielregeln für Startups. Produkte müssen perfekt sein – vom ersten Tag an.
«Das Lean Startup ist tot» – mit dieser provokativen Aussage hinterliess Entrepreneur Frank Thelen auf dem European Pirate Summit bei mir einen bleibenden Eindruck. Als früherer Geschäftsführer diverser Firmen, jetziger Co-Founder des intelligenten Dokumentenverwaltungsdienstes doo sowie Managing Director bei der Beteiligungsgesellschaft E42 (u.a. 6Wunderkinder, myTaxi, kaufDa) dürfte er wissen, wovon er spricht. Grund genug, um in einem Interview nachzuhaken und in Erfahrung zu bringen, wieso er das Lean-Startup-Konzept für nicht mehr zeitgemäss hält und welche Konsequenzen er sieht.
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(Foto: Flickr/betsyweber, CC BY 2.0)
Zwei Online-Kurse wollen Startupteams Unternehmertum beibringen. Taugen diese Angebote etwas?
Sie sind im Trend: Open-Education-Programme, die Bildungsangebote kostenlos und meist via Web zur Verfügung stellen. Bereits gibt es eine Reihe von Hochschulen, die Lernmaterial online bringen. Auch einige Startups bieten freies Lernen, ein Beispiel ist hier etwa Codecademy, wo Programmierkenntnisse erarbeitet werden können. Solche Ressourcen sind besonders interessant für Startupper, für die Dazulernen und Selbermachen quasi zum Profil gehören.
Inzwischen finden sich erste Webkurse, an denen es explizit um den Aufbau eines eigenen Startups geht. Beim Online-Kursanbieter Udacity startet zurzeit eine Gründer-Vorlesung von Steve Blank, dem Autor des Startup Owner’s Manual. Der Kurs war schon vor einem Jahr angekündigt worden und ist jetzt nach längerer Funkstille tatsächlich gestartet. Gleichzeitig gibt Chuck Eesley, selbst Gründer und wie Blank ein Dozent an der US-Universität Stanford, einen Kurs in Technology Entrepreneurship. Beide sind kostenlos und funktionieren per Webvideo und E-Learning. » weiterlesen