156 Artikel in der Kategorie Ratgeber auf startwerk.ch.

Unternehmenskultur:
Vorleben statt aufschreiben!

Richtige gehandhabte Unternehmenskultur ist ein Führungsinstrument, gerade auch für Startups. Dazu gehört vor allem Konsequenz vonseiten der Gründer, meint unser Gastautor.

von Paul Morgenthaler, Gründer von pauls way

Gründer müssen sich beim Aufbau eines Unternehmens um so vieles gleichzeitig kümmern, dass Themen wie Kultur oft zweitrangig scheinen. Spricht man jedoch mit erfahrenen Unternehmern, hört man immer wieder, dass gerade die richtige Unternehmenskultur ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.

Heissluftrhetorik bringt nichts

Erfolgreiche Unternehmer wissen, dass sich hinter dem Begriff „Unternehmenskultur“ keine wolkigen Sprüche verbergen, sondern dass Kultur ein Mittel ist, ihr Unternehmen nachhaltig effektiv zu führen. Wer eine Kultur hat, kann eine Ansammlung von Individuen in ein schlagkräftiges Team formen, das im Sinne des Unternehmens an einem Strang zieht.

Die Frage ist nicht, ob ein junges Unternehmen eine Kultur braucht, sondern welche Kultur die richtige ist und wie man sie als Gründer formen kann. » weiterlesen

Arbeitsrecht für Startups:
Das Wichtigste zu freien Mitarbeitern und Angestellten

Unser Rechtstipp widmet sich Startups und KMU als Arbeitgebern. Welche Bestimmungen müssen frischgebackene Unternehmer beachten und was für Fallstricke gibt es?

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Erfolgreiche Startups wachsen und brauchen früher oder später Mitarbeiter jenseits der Gründer. Knappe Finanzen und kurzfristige Planung verlangen dabei meistens eine grosse Flexibilität. Viele Startups sehen die scheinbar nahe liegende Lösung in der Beschäftigung von Freelancern oder freien Mitarbeitern. Ein Beispiel dafür ist folgende Frage eines Zürcher Jungunternehmens:

«Unklar für ist, wie man arbeitsrechtlich die Zusammenarbeit mit Freelancern am besten regelt. Was gilt es zu beachten bei Sozialabgaben, Minimumbeiträgen, Versicherungen und so weiter?»

Problem: Das schweizerische Recht kennt den Begriff des «Freelancers» oder «freien Mitarbeiters» nicht. Freie Mitarbeiter bewegen sich in einem mit rechtlichen Risiken behafteten Graubereich zwischen selbständiger und unselbständiger Arbeit. Startups können solche Risiken üblicherweise nicht tragen. Darum empfiehlt es sich, diesen Graubereich zu meiden. » weiterlesen

Marketing-Grundkurs II/II, Erscheinungsbild:
Leise ist besser als aufdringlich

Im zweiten Teil seiner Marketing-Basics spricht unser Gastautor über Markendesign und gibt einen Überblick zu den wichtigsten Gestaltungsfragen.

von Thomas Kupferschmied, Marketing-Spezialist

Im ersten Beitrag zum Markenaufbau ging es es unter anderem um Grundkonzepte des Marketings, Namensfindung und die Entwicklung eines passenden Wunschimages. Der zweite Teil dreht sich um die Ausgestaltung eines Corporate Designs für alle Ihre Auftritte.

Erscheinungsbild

Beim Erscheinungsbild gilt die gleiche Leitfrage wie beim Image generell: Was soll es vermitteln? Während der Entwicklung des Logos werden gleichzeitig die visuellen Kommunikationselemente bestimmt. Welche Schrift passt zu Ihrem Unternehmen? Mit welcher Unternehmensfarbe wollen Sie emotionell kommunizieren? » weiterlesen

Marketing-Grundkurs I/II:
Markenaufbau für Jungunternehmen

Unser Gastautor vermittelt die wichtigsten Marketing-Basics und Tipps zu Namensfindung und Logogestaltung.

von Thomas Kupferschmied, Marketing-Spezialist

Viele Startups sind sich nicht bewusst, dass sie bei der Gründung eine Marke aufbauen. Genauso haben grosse Unternehmen als kleine Marken angefangen. Der Aufbau der Marke sollte kreativ, effektiv und konsequent sein. Doch wie erreicht man das?

Mit der Marke, die das Unternehmen repräsentiert, gehen Sie auf die Zielgruppe zu. Mit dem Logo (Markenzeichen) versuchen wir dem Betrachter eine Schublade im Kopf und im Herzen zu schaffen, in die er die Informationen über Ihr Unternehmen ablegen kann. Wann immer das Logo in Erscheinung tritt, werden die nötigen Informationen aus der Schublade (dem Unterbewusstsein) abgerufen.

Eine Marke muss belohnen » weiterlesen

Bootstrapping-Serie:
Es geht auch mit wenig Startkapital

Im aktuellen Startup-Diary berichtet Gaby Stäheli von ihren Erfahrungen, ein Cash-flow-orientiertes Unternehmen ressourcenschonend zu gründen.

von Gaby Stäheli, Gründerin gryps.ch

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Der Begriff Bootstrapping wird in letzter Zeit in der Startup-Szene fast etwas überstrapaziert und in allen möglichen Zusammenhängen verwendet.

Ich lehne mich da eher an die Definition von Wikipedia:

Bootstrapping in business is to start a business without external help/capital. Startups that bootstrap their business fund development of their company through internal cash flow and are cautious with their expenses.

Genau das haben wir beim Aufbau von GRYPS Offertenportal getan. Dass es dafür einen eigenen Begriff gibt habe ich erst später erfahren. Es ging darum, mit eigenen Mitteln und ohne externe finanzielle Hilfe unser Startup aufbauen und bereits von Beginn an auf ein Cash-Flow-orientiertes Geschäftsmodell zu setzen. Entsprechend vorsichtig müssen wir mit den Ausgaben umgehen. Die eigenen Erfahrungen aus dem ersten Jahr GRYPS ermöglichen uns zudem, den Unternehmen weiterzuhelfen, welche tagtäglich auf unsere Plattform kommen um den geeigneten Anbieter für eine Dienstleistung oder ein Produkt zu finden.

Zugegeben, anfangs wäre es schön gewesen gleich aus dem Vollen zu schöpfen und nicht jeden Franken zweimal umdrehen zu müssen.  » weiterlesen

George Zachary:
Grosse Vision, grosser Spielraum

Im Silicon Valley heisst es, grosse Brötchen zu backen – sagt VC George Zachary. Ein paar der Ratschläge, die er für Gründer in petto hat, gelten durchaus auch in Europa.

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George Zachary, CRV
George Zachary, CRV
Auf der Heimfahrt von einem “Mixer”-Anlass auf dem Microsoft-Campus in Mountain View habe ich mir in den letzten dreissig Minuten überlegt, was diese eigenartige Energiestimmung im Silicon Valley ausmacht, die an solchen Veranstaltungen regelmässig alle Beteiligten ergreift. Amerikanischer Enthusiasmus? Das Showtalent? Die Ungezwungenheit, in der alle freimütig über eigene Flops reden?

Der grösste Unterschied ist die vermeintliche Umkehrsicht von Chancen und Risiken. Wo sich in Europa überall Gründer versammeln, die händeringend Investoren suchen, scheint es hier mit der ausgeprägten VC-Kultur umgekehrt. An den Mixern geben Venture-Capitalists wie heute George Zachary von Charles River Ventures – der bei Yammer und Twitter an Bord ist – den Startups Ratschläge, wie sie die richtigen Investoren finden:

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Crowdsourcing für die Startup-Szene:
Teilt Eure Kontakte mit uns!

Ein Crowdsourcing-Aufruf von uns in eigener Sache: Wir möchten mit Eurer Hilfe eine Startup-Adresskartei bauen.

Richtig gelesen – wir sammeln Adressen und hilfreiche Ressourcen für Startups, am besten mit Euren Tipps.

Der Hintergrund: Wir haben vor kurzem versucht, endlich mal ein bisschen Ordnung und Übersicht in den Dschungel der Schweizer Förderwettbewerbe zu bringen. Es gab und gibt zwar verschiedene Quellen und Verzeichnisse, keines davon ist aber vollständig und die meisten erstaunlich unübersichtlich. In diesem Beitrag haben wir darum alle uns bekannten Preise einmal zusammengeführt, geordnet und mit den wichtigsten Kriterien.

Die Rückmeldungen haben uns gezeigt, dass Ihr solche Verzeichnisse schätzt. Darum haben wir uns entschlossen nachzulegen. » weiterlesen

Superlative statt Werbung:
Wenn das Produkt für
sich selbst spricht

Warum nicht einmal die Kalkulation umdrehen und das bestmögliche Produkt lancieren, zu einem ruinös guten Preis? Ein frecher Vorschlag.

Unternehmer und Blogger Jason Cohen findet, dass Firmen eigentlich zu wenig daran interessiert sind, ihre Kunden glücklich zu machen. In einem Beitrag, der nicht ganz ohne Promo für sein eigenes Startup auskommt, macht er eine interessante Beobachtung.

Das Problem des Survivor Bias einmal beiseite gelassen: Meistens sind die Unternehmen am spektakulärsten erfolgreich, die wir als Kunden am überzeugtesten weiter empfehlen. Dazu reicht nicht, dass sie eine solide Leistung vorzuweisen haben. Sie müssen schon einen dermassen dicken Mehrwert bieten, so halsbrecherisch günstig sein oder einen so übertrieben guten Service offerieren, dass es Eindruck macht. » weiterlesen

Scheitern und Konkurs:
Worauf man achten sollte

Unternehmerisches Scheitern ist nicht selten gleichbedeutetend mit Konkurs – hier einige Hinweise um das Schlimmste zu verhindern.

Auch wenn niemand gern darüber spricht, Konkurse sind eine Realität: Rund 4’000 insolvenzbedingte Firmenpleiten gab es 2010 in der Schweiz. Der Abschwung im Gefolge der Finanzkrise hat dazu das seinige beigetragen. Gleichzeitig ist das Klima aber inzwischen eines, in dem gescheiterte Unternehmer nicht mehr auf dem bleibenden Stigma des Versagens behaftet werden, wie früher oft der Fall.

Rechtsanwalt Martin Steiger hat beruflich oft mit Jungunternehmern zu tun. Auch er ist der Meinung, dass im momentanen wirtschaftlichen Umfeld Firmenkonkurse von Jungunternehmern grundsätzlich auf Verständnis stossen. Vorausgesetzt natürlich, dass diese nicht unter dubiosen Umständen stattfinden.

Das kann sich auch volkwirtschaftlich rechnen: Eine wohlwollendere Wahrnehmung einmal gescheiterter Unternehmer erleichtert diesen einen Neuanfang und eine zweite Chance. Dazu beitragen können auch folgende Punkte.

Rechtsform ist kritisch » weiterlesen

Geschäftsidee:
Hat meine Idee Marktpotenzial?

So simpel, dass es oft vergessen geht: Wer erfolgreich ein Unternehmen gründen und betreiben will, muss etwas besser machen als die Konkurrenz.

von Paul Morgenthaler, Gründer von pauls way

Paul Morgenthaler
Paul Morgenthaler
Bei einer Veranstaltung zum Thema Unternehmertum wurde ich vor Kurzem von einem potenziellen Gründer gefragt, wie er «sichergehen» kann, dass seine Gründung ein Erfolg wird. Er wolle nämlich nur gründen, wenn seine Idee «garantiert» funktioniert!

Welcher Gründer hätte nicht gerne diese Sicherheit?

Entscheidend ist der richtige Markt
Obwohl es eine Erfolgsgarantie bei Gründungen nicht gibt: Die Auswahl des richtigen Marktes kann die Erfolgsaussichten von Gründungen dramatisch verbessern. So investieren viele VCs in Startups, deren Gründer-Teams aus ihrer Sicht zwar nicht optimal sind, die sich mit ihrer Idee aber in einem attraktiven Markt bewegen. Was so einen attraktiven Markt aber genau ausmacht, daran scheiden sich die Geister. » weiterlesen