248 Artikel in der Kategorie Ratgeber auf startwerk.ch.

Wie Business Angels Startups sehen:
Exit als Ziel muss sein

Business Angels sind keine Engel oder Mäzene, sondern Investoren genau wie Venture Capitalists, mit einer klaren Zielsetzung auf einen Profit. Worauf Sie bei der Wahl der Investitionsobjekte achten, verriet Dr. Peter Pfister, Business Angel des Jahres 2009, an der Startupfair.

DSF7410Alles in allem war spürbar: Business Angels sind Investoren, die mit dem Herzen bei der Sache sind und nicht nur mit ihrem Geld. Sie unterscheiden sich von Venture Capitalists vor allem dadurch, dass sie weniger und ihr eigenes Geld einsetzen – und neben rein finanziellen vielleicht noch ein bisschen anders gelagerte Motivation hätten. Peter Pfister warnte die Gründer im Publikum anlässlich seines Referats an der Startupfair aber davor zu glauben, dass sie aus blosser Sympathie von einem Business Angel Geld erhalten würden: Die schönste Präsentation und der ausgeklügeltste Businessplan führten nicht zum Erfolg, wenn nicht grundlegende Fragen zum Risiko zufriedenstellend beantwortet werden könnten.

Bei der Einschätzung der Risiken eines Startups habe sich in jüngster Zeit eine Verschiebung ergeben. Die Finanzrisiken hätten an Gewicht gewonnen; die Produktrisiken würden generell überschätzt, und das Marktrisiko sei meistens das grösste und zugleich im Businessplan am schlechtesten abgehandelte Problem. » weiterlesen

Startupfair-Referat von Fredi Schmidli:
Durchbeissen war gestern

Fredi Schmidli rief an der Startupfair zur Umsetzung von Lean Startup statt dicker Businesspläne auf: Nachhaltige Geschäftskonzepte brauchten Dynamik, nicht Durchhaltewillen.

schmidliMut, Transparenz, Experimentierfreude und der Wille, Dinge rasch abzuschiessen oder anzupassen, das sind die neuen Eigenschaften, die ein Unternehmer braucht, wenn er ein Startup aufbauen will. Fredi Schmidli von Pragmatic Solutions liess in seinem Referat an der Startupfair in Zürich kaum ein gutes Haar an just dem, was viele Schweizer für ihre Tugend halten: Ausdauer, Hartnäckigkeit, Geduld und Analyse.

Der Konventionelle Gründungsansatz basiere auf Planung und Vorsicht, darauf, das beste Produkt herstellen zu wollen, statt rasch herauszufinden, wo der Markt ist und wie man ihn bedient: “Ich erlebe das vor allem mit Leuten von der ETH.” » weiterlesen

Recht für Startups:
Wem gehören die Urheberrechte?

Im Alltag von Startups werden ständig urheberrechtlich geschützte Werke durch Arbeitnehmer geschaffen. Wem aber gehören die entsprechenden Urheberrechte?

Von Martin Steiger, Rechtsanwalt

martinsteiger-200x200Grafiken für die Website, journalistische Artikel, Quelltexte von Software und andere geistige Schöpfungen mit individuellem Charakter sind in Startups alltäglich. Solche geistigen Schöpfungen sind in der Schweiz urheberrechtlich geschützt. Geschaffen werden sie in Startups mehrheitlich von Arbeitnehmern mit entsprechenden Arbeitsverträgen. Bei Kapitalgesellschaften wie der Aktiengesellschaft (AG) oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zählen üblicherweise auch die Gründer zu den Arbeitnehmern.

Urheberrecht im Arbeitsverhältnis

Das Urheberrecht an einer Schöpfung entsteht sofort bei der Schaffung eines Werks. Urheber ist der Schöpfer eines Werks, das heisst im Arbeitsverhältnis der jeweilige Arbeitnehmer. Möglich ist auch die Urheberschaft durch mehrere Arbeitnehmer gemeinsam. Der Schöpfer verfügt grundsätzlich über die Urheberrechte an seinen Werken. So kann er unter anderem über die Nutzung seiner Werke entscheiden und hat ein Recht darauf, namentlich als Urheber genannt zu werden. » weiterlesen

Startup und Konzerne:
Keine Furcht vor Goliath

Startups scheuen normalerweise die Nähe zu Grossen Firmen oder Konzernen – es sei denn, sie sehen eine Möglichkeit für den Exit. Dabeikönnen beide in einer Partnerschaft von Vorteilen des andern und den Unterschieen der Firmenkultur profitieren.

Von Manuel Gerres

Manuel GerresWenn sich Startups und Konzerne annähern sollen, treffen zwei Unternehmensarten aufeinander, die gänzlich anders funktionieren. Startups mit verhältnismässig kleinen Teams, grosser operativer Beweglichkeit und dem notwendigen Mut, schnell Fehler zu machen, diese umgehend korrigieren zu können oder sogar Geschäftsmodelle zu wechseln, wenn der Markt dies verlangt.

Konzerne bilden auf Grund ihrer Grösse behäbigere Prozesstrukturen, die zum Grossteil auch nötig sind, um die Vielzahl an Einheiten, Gremien und Mitarbeitern zu organisieren. » weiterlesen

Dave Goldbergs Tipps:
“Ideen rasch killen”

Serienunternehmer Dave Goldberg liefert fünf Tipps für Gründer, die zu Kontroversen Anlass geben könnten.

Dave Goldberg

Dave Goldberg, CEO SurveyMonkey

Dave Goldbergs Ratschläge: Geld beschaffen, wenn man es (noch) nicht braucht, lieber einen Investor an Bord holen, der weniger Geld, dafür mehr Know How mitbringt, Ideen rasch ausprobieren und ebenso rasch killen. » weiterlesen

Wandel der Startup-Kultur:
Fünf Dinge, die heute nicht
mehr gehen

Früher gang und gäbe, inzwischen längst überholt. Hier fünf Startup-Untugenden, die unserer Meinung nach abgeschafft gehören.

rotekarte_is-150x1501. Die Idee eines gerade grosszügig finanzierten US-Startups kopieren

Man sieht es immer wieder: Startups, die ihre Geschäftsidee von Techcrunch haben. Jedes in Übersee erfolgreiche Jungunternehmen provoziert im deutschsprachigen Raum sofort Kopien, die auf schnellen Erfolg im Windschatten des Originals spekulieren. Oft sogar in der Hoffnung, vom Vorbild gekauft zu werden, bevor ihnen das Geld ausgeht. Unabhängig davon, wie wenig innovativ das ist – heute landet man mit dieser Strategie unter ferner liefen, Bespiele finden sich etwa im E-Commerce.

Es lohnt es sich kaum, mit einem solchen Klon in den Ring zu steigen – ausser, man hat zufällig Millionen im Rücken. Egal, wie gut das Gründerteam ist, wenn man gleichzeitig mit einem Dutzend identischer Wettbewerber an den Start geht, wird es schwierig. Ganz abgesehen davon, dass viele kurzfristig hippe Themen schnell wieder in sich zusammenfallen. Und wer will schon einem schnell verblassenden Hype hinterher rennen?

2. «Wir sind ein Lean Startup» als Ausrede haben  » weiterlesen

Was einem vorher niemand sagt:
Die ersten Nutzer sind harte Arbeit

Bei der Jagd nach den ersten Nutzern kann sich ein Startup weder auf Glück noch auf Launch-Publicity verlassen. Wie machten es Pinterest, Facebook & Co?

sandwich_man_fli

Werben ist harte Arbeit

Die meisten Startups teilen diese Erfahrung: Die ersten Kunden kommen selten wegen des Rummels um den Launch, sondern dank Engagement und Handarbeit.

Dabei helfen: Gute Ideen und anders sein. Startup-Investor Paul Graham liefert einige Anekdoten zu Startups, die das richtig gemacht haben. Es sind die Startupgeschichten, die kaum erzählt werden – von der unglamourösen Arbeit hinter den Kulissen.  » weiterlesen

Der Weg zum Wachstum:
Piraten-Marketing für Startups

Wie sieht der Aufbau einer Kundenbasis in einem Webstartup aus? Die Formel «Aarrr!» liefert dafür einen einfachen Bauplan.

the_pirates

So holt man Nutzer an Bord

Nach Internetmassstäben steinalt, trotzdem aktuell wie nie: Der Leitfaden Startup Metrics for Pirates von Dave McClure. McClure war unter anderem Marketingleiter von Paypal, ist heute Business Angel und leitet den Inkubator 500 startups. Die Wortmeldungen des polarisierenden Investors sind im Silicon Valley bekannt. Meistens wegen ihrer Lautstärke, oft wegen des Tonfalls, manchmal aber auch wegen ihres Inhalts.

Wir schauen uns einen von Letzteren an: Das Akronym «Aarrr!» und die «Startup Metrics for Pirates»  - so geheissen, weil dieser Ausruf von einem typischen Hollywood-Piraten stammen könnte. Er steht für

  • acquisition
  • activation
  • retention
  • referral
  • revenue

Diese Begriffe pflastern den Weg vom ersten Kontakt bis zur echten Kundenbeziehung. Wichtig ist, sie von Anfang an zu quantifizieren, also messbar zu machen.

Acquisition  » weiterlesen

Verkaufstipps für Startups:
Kein Krokodil sein

Worum geht es bei Schlagworten wie Pain-Points, USP oder ROI? Einige Lesetipps mit Anregungen für erfolgreiches Verkaufen.

3575000735_6ba08467d9_zAuf dem Weg zum meinem ersten Verkaufgespräch in Blogwerk-Diensten fragte ich meinen Chef, was ich denn genau sagen sollte im Lauf des Meetings. Die Antwort: «Wir hören erst einmal gut zu.»

Oder anders gesagt: Kern des Verkaufsgspräch ist kein vorgefertigter Super-Pitch, der jeden potentiellen Kunden im Sturm erobert. Vielmehr das Interesse am Gegenüber und seinen Problemen.

Das blieb hängen. Ich lernte: im ersten Gespräch geht es um Input, nicht um Output. Wo drückt der Schuh beim Gegenüber und wie machen wir ihm das Leben leichter ? Das sind die wichtigen Erkenntnisse jedes Verkaufsprozesses. » weiterlesen

Geschäftsideen finden:
Mit welchem Thema gründen?

startup-erfahrung2.pngEs gibt viele Gründungswillige, die auf der Suche nach einem Geschäftsmodell sind. Aber wie findet man ein passendes Thema und die richtige Idee?

Gastbeitrag von Alexander Mahr, Mitgründer MountainDayz

376588066_ae1f1f8363Da ich selbst einen ähnlichen Background habe, kenne ich einige Gründer, die vorher einer eher analytischen Tätigkeit nachgegangen sind, zum Beispiel Banking oder Unternehmensberatung.

Ganz natürlich bietet sich da eine analytische Herangehensweise an – über einen strukturierten Prozess – viele nähern sich der Ideensuche so. Hier einmal exemplarisch:  » weiterlesen