219 Artikel in der Kategorie Portraits auf startwerk.ch.

9 Fragen an Remo Brunner von Dodiz:
“Jeder kann etwas lehren oder lernen”

Die Zürcher Vermittlungsplattform Dodiz vereint Wissen und bietet Lehrenden uns Lernenden eine Anlaufstelle für die Lust an mehr Wissen. Dodiz-Gründer und Ex-Werber Remo Brunner hat sich in 9 Fragen über die Herausforderung in seinem Startup auseinander gesetzt und erklärt, warum man über Mittag an einer Brownbag Sessions (Lunch und dazu einen Kurs) teilnehmen sollte.

Remo Brunner

Remo Brunner

Hat Dodiz das Potenzial, herkömmliche Lerninstitute abzulösen. So wie Airbnb immer mehr Hotelübernachtungen ablöst…?

Dodiz.com vermittelt Wissen, Können und Inspiration.Die Faszination eines Themas – beispielsweise Klettern – kann von Privaten an Private weitergegeben werden. Lehrende und Lernende sollen sich auf dieser Plattform finden. Im Falle von Klettern könnte man Knöpfe lernen, Tipps und Tricks für die Ausrüstung geben, von Touren erzählen oder die Organisation einer Himalaya-Besteigung aufzeigen. Lerninstitute als Institutionen verlieren meiner Meinung nach  an Bedeutung. Heute geht es um den Dozenten und sein Wissen, nicht um die Institution. Auf dodiz.com kann sich die Lehrperson profilieren. Wo will man heute 1:1 etwas über Politik ausserhalb der Universität erfahren? Irgendwo gibt es aber einen Politkcrack, der sein Wissen weitergeben kann. Dort knüpft Dodiz an – jeder Mensch kann lehren oder lernen!

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9 Fragen an Bernhard Brechbühl von Storyfilter:
“Ich glaube an das
Lean Startup-Modell”

Das Newsportal Storyfilter.com ist seit rund einem Monat online und hat in der Schweizer Medienszene bereits für Diskussionen gesorgt. Mit ausgewählten Geschichten und Videos aus aller Welt möchte Gründer und Ex-20-Minuten-Journalist Bernhard Brechbühl seine Community aufbauen. Welche Ziele Brechbühl mit Storyfilter erreichen will und was sein Fazit nach einem Monat ist, haben wir nachgefragt.

Bernhard Brechbühl Storyfilter-Gründer

Bernhard Brechbühl Storyfilter-Gründer

Wie unterscheidet sich Storyfilter von herkömmlichen Newsportalen?

Unsere Redaktion nimmt den Usern Arbeit ab, indem sie hunderte von Newsquellen, Blogs und Social-Media-Kanälen nach starken Geschichten durchforstet. Wo sind die Storys, die eine “Wow”-Reaktion auslösen und verblüffend sind? Im Netz gibt es jeden Tag Perlen, die für Gesprächsstoff sorgen. Unsere redaktionelle Arbeit nennen wir Kuratieren. Wir spüren Geschichten auf, die noch nicht auf jedem Newsportal herumschwirren. Frische Inhalte, die User mit ihren Freunden teilen können. Unsere Auswahl von zirka sieben Geschichten liefern wir jeden Werktag per Newsletter und natürlich via Facebook und Twitter. » weiterlesen

Energiewende:
Eine Chance für Startups

Die Veränderung politischer Zielvorgaben ist immer auch ein Markt für neue Unternehmen. Beispiel Energiewende: Startups helfen den Stromkunden beim Sparen, den Lieferanten beim Energiemanagement und Investoren beim Anlegen von Geld in erneuerbare Energie.

Kann Informatik uns helfen, nachhaltiger zu leben? Ist die Energiewende als politisches Ziel vielleicht besser zu erreichen dank ICT, oder ist sie vor allem eine Chance für Startups? An einem Event zu diesem Thema in der Umwelt-Arena Spreitenbach präsentierte i-net, die gemeinsame Innovationsförderung der Nordwestschweiz, vier Startups, die sich mit unserem Energieverbrauch auseinandersetzen.

Ben Energy: Begeistern für Energieeffizienz

Jan Marckhoff

Jan Marckhoff

Ben Energy ist Herstellerin einer Software, die als White-Label von Energielieferanten eingesetzt werden kann. Es geht darum, den Konsumenten ein Feedback über ihren Energieverbrauch und ihr verhalten zu liefern, und das zeitgemäss auf den Medien, die sie benutzen und in einer Form, die sie anspricht: » weiterlesen

Auto-Kaufbegleiter:
Marktlücke gefunden, Lösung angepasst

Fabio und Fabian wollten einen Marktplatz für freie Autokauf-Experten eröffnen, die Gebrauchswagen-Käufer auf Abruf beraten. Einige Monate in den Start der Website hinein wissen Sie: Das Angebot der Beratung entspricht einem Bedürfnis, aber ihr Ansatz entspricht diesem zu wenig.

logoBisher haben sie nicht viel falsch gemacht, auch wenn Ihr Webangebot “www.auto-kaufbegleiter.ch” in den ersten Monaten noch keinen Käufer mit einem Experten zusammengebracht hat: Fabian Schneider und Fabio Blasi, 27 und 28 jahre alt, sind einem Bedürfnis der Konsumenten auf der Spur und wollen ihm ein Angebot gegenüberstellen: Wer einen Gebrauchtwagen kauft, ist in der Beurteilung der “Ware” auf sich allein gestellt und hat in den wenigsten Fällen die Sachkenntnis, die garantiert verhindert, dass er oder sie sich eine Rostlaube mit absehbaren Problemketten andrehen lässt.

Um jenen zu helfen, die nicht in der Familie auf einen gelernten Automechaniker zurückgreifen können, der bei der Einschätzung des Fahrzeugs helfen kann, haben Fabio und Fabian – beide voll Berufstätige Informatiker – zunächst die noviga GmbH gegründet und mit dieser das Angebot “auto-Kaufbegleiter.ch” lanciert. » weiterlesen

Batte.re:
Grüner Akku-Strom per Velokurier

Jedes Jahr werden in der Schweiz 120 Millionen Batterien verkauft und verwendet – ihr Abfall wiegt so viel wie 700 Elefanten. Das Züricher Start-up Batte.re möchte das ändern.

Batte.reWie viele Batterien verbrauchen Sie im Monat? Vielleicht zwei? Drei? Oder fünf? Sie stecken in Fernbedienungen, Weckern oder Taschenlampen. Sind sie leer, werden sie entsorgt – mal formgerecht im Sondermüll, mal umweltschädlich irgendwo anders.

Andreas Braendle und sein Team von Batte.re möchten helfen, den enormen Batterieverbrauch zu reduzieren. Sie setzen auf grünen Strom und wiederaufladbare Akkus. » weiterlesen

Glowbase:
Ohne Papierkrieg zum Doktorat

Das Zürcher Unternehmen Glowbase will den Bewerbungsprozess bei Doktoraten für Studenten, Professoren und Hochschulmitarbeiter vereinfachen und digital anstatt mit Papier und Stempel abwickeln. Gründer Thomas Ackermann hat mit dieser Idee den „People Choices Award“ an der diesjährigen Startupfair gewonnen. Und arbeitet bereits mit ETH und Uni Zürich zusammen.

Publikumspreis-Übergabe an Glowbase-Gründer Thomas Ackermann an der Startupfair

Publikumspreis der Startupbattle für Glowbase

Jeder Student hat sich schon mindestens einmal geärgert, weil er einen Stempel auf einem Formular zu spät beim Sekretariat eingeholt hat oder der Professor nach Wochen keine Rückmeldung auf die Bewerbung gegeben hat. Besonders bei Bewerbungen für strukturierte Doktorate steigt der Administrationsaufwand frappant an. Der 28-jährige Thomas Ackermann hat den Frust durch diesen „Papierkrieg“ selbst miterlebt: Nicht als Student, sondern als technischer Mitarbeiter an der Universität Zürich. Unübersichtliche Unterlagen und ein schwerfälliger Informationsaustausch führten zu langwierigen Sitzungen und häufigem Nachfragen durch Studenten. Auch, weil Doktoratsprogramme oft mehrere hundert Bewerbungen pro Jahr erhalten. » weiterlesen

Sciyent:
Sorglos-Ladestationen für E-Bikes

Mit einer kontaktlosen Ladestation für E-Bikes hat das Zürcher Unternehmen Sciyent von Prith David einen Trumpf in einem Markt, der grade erst entsteht. Sein System funktioniert mit allen erhältlichen E-Bikes, bei jedem Wetter und absolut ohne Wartung.

WP_20130915_013Es ist der Traum für viele der rasch wachsenden Zahl von E-Bike-Besitzer: Ein immer voll geladenes E-Bike. Sciyent will die entsprechende Lösung anbieten: Ladestationen in Form von Velo-Ständern, in welche der E-Bike-Besitzer sein Fahrzeug nur einstellen muss – worauf es automatisch während der ganzen Parkzeit aufgeladen wird. Er muss es dazu noch nicht einmal mit einer Steckverbindung anschliessen.

Denn der Vorgang geschieht rein kontaktlos: Via Induktion. Zwischen der als Nachrüst-Zubehör erhältlichen Kotanktplatte am Vorderrad des E-Bikes und der Kontaktplatte am Ständer wird ein Feld aufgebaut, über das der Ladestrom kontaktlos fliessen kann. Die Erkennung des Bikes, des Akku-Typs und die Überwachung des Ladevorgangs finden ebenfalls kontaktlos über Funk statt. » weiterlesen

Cuboyo:
Schweizer Plattform
für 3D-Druck-Objekte

Drei junge Westschweizer wollen mit der Webplattform Cuboyo einen Marktplatz für Objekte schaffen, welche sich die Kunden selber am 3D-Drucker herstellen sollen.

Logo_Cuboyo_orangeDass 3D-Druck die Welt verändern wird, darüber sind sich Fachleute einig. Wie schnell und auf welche Weise das geschehen wird, darüber gehen die Meinungen weit auseinander: Die einen reden von einer Revolution in allen Haushalten, die andern gehen von einer Service-Branche mit High-End-Druckern in sogenannten Fab-Labs aus. Und den drei jungen Westschweizern, die Cuboyo gegründet haben, ist beides recht. Ihnen ist auch bewusst, dass sie Ihren Dienst sehr, sehr früh lanciert und auf eine globale Schiene gestellt haben: Ihr Webplattform zum Verkauf von 3D-Objektdaten (richtig: nur der Daten, nicht der Objekte) verstehen ausser ein paar Insidern wohl die wenigsten Menschen. » weiterlesen

Mobino:
Brückenschlag zwischen Geld-Welten

Mobino will als Micropayment-System dort weitermachen, wo Paypal aufgehört hat – und setzt dabei auf Mobiltelefone. Es soll online ebenso wie an jeder Registrierkasse eingesetzt werden können und ganze Volkswirtschaften in Schwung bringen. Es startet im September.

Jean-François Groff, Mobino

Jean-François Groff, Mobino

Der Franzose Jean-François Groff ärgert sich. Und das seit bald zwanzig Jahren: Er war im Team von Tim Berners Lee am CERN an der Entwicklung von HTML und damit des World Wide Web beteiligt.

Schon Ende der neunziger Jahre wünschte er sich, dass die Kommerzialisierung des Web wenigstens durch ein funktionierendes Micropayment-System auch für die Massen nutzbringend gemacht würde.

Paypal sei ein guter Ansatz gewesen, dieses Ziel zu erreichen, sagt Groff – aber dann habe sich der Dienst den Kreditkartenfirmen ergeben. Heute sei Paypal nicht mehr als die Cashcow von Ebay und verdiene an den hohen Kommissionen der Kartenfirmen mit, ohne den Bezahlvorgang online bequemer oder sonst wie niederschwelliger gemacht zu haben.

Also hat sich Groff daran gemacht, mit einem ähnlichen Ansatz ein System auf den Markt zu bringen, das dort weitermacht, wo Paypal aufgehört habe. » weiterlesen

Bring!:
Einkaufen, wie es sein sollte

Die Schweizer App “Bring!” folgt einem einfachen Mantra: Benutzerfreundlichkeit und Zweckorientierung. Die beiden Gründer bleiben dieser Strategie mit der neuen Version kompromisslos treu. Sie sind davon überzeugt, dass darin das Erfolgsrezept steckt.

3_Bring_Screenshot_1Was wünscht man sich als Smartphone-Nutzer von einer Einkaufslisten-App, wenn man im Laden steht und ein Element auf der Liste antippt – Etwa “Joghurt”? Einen Hinweis auf ein Sonderangebot für Lindenblütenjoghurt? Oder einen Untermenüpunkt, in den man vorher zu Hause mühsam “6 Stück, Haselnuss/Erdbeer” eingetippt hat?

Man möchte, sagen Marco Cerqui und Sandro Strebel, dass das Element aus der Liste verschwindet und den Blick auf die übrigen Dinge freigibt. » weiterlesen