261 Artikel in der Kategorie Portraits auf startwerk.ch.

Die kleine Vorstellungsrunde:
Qiibee, MyNews.is, bayoom und aclado

In den vergangenen Tagen haben sich gleich mehrere Jungunternehmen der Öffentlichkeit präsentiert. Wir geben einen Überblick über die Neuzugänge für die Startup-Szene.

Virtuell werben, real Auto fahren

Mobile Advertising meint gewöhnlich etwas anderes: Das Startup Qiibee lässt ein mit Logos und Werbebotschaften beklebtes Auto durch die Gegend kurven. Neu daran ist die Verknüpfung mit Social Media. Wer das Auto fährt, soll nämlich auf Facebook und Twitter emsig darüber berichten, wo er gerade unterwegs ist. Dafür suchen die Gründer «urbane Social-Media-Nutzer». Im Gegenzug darf der Bewerber, der den Zuschlag bekommt, das Auto drei Jahre lang mehr oder weniger kostenlos fahren.

Für die Qualität ihrer Marketingarbeit werden die Fahrer bewertet und belohnt. Dabei geht es um Präsenz an belebten Orten und die gemachten Postings, schliesslich sollen die Werbekunden auch einen Gegenwert für ihre Investition erhalten. Hiner dieser neuen Idee stehen HSG-Absolvent Gabriele Giancola und sein Bruder Gianluca. Ein erstes Auto sei bereits in Zürich unterwegs, weitere sollen folgen. Wie 20Minuten online schreibt, hat der VCS Bedenken gegenüber der Idee angemeldet.

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ElectricFeel:
E-Bikes als Service anbieten

Per Dienstleistungsmodell die städtische Mobilität grüner machen: Dazu will ein Startup Unternehmen mit E-Bike-Fuhrparks ausstatten.

ElectricFeel möchte Vorbehalte gegen E-Bikes abbauen: Zum Beispiel die Meinung, dass diese nur etwas für alte Leute sind oder Autos nach wie vor das Mass aller Dinge.

Dabei setzen die Gründer des Startups darauf, dass sich das Nachdenken über Mobilität rasant ändert. Car-Sharing ist in der Gesellschaft angekommen und Angebote wie Mobility sind breit akzeptiert. Gleichzeitig sind Elektro-Fahrzeuge technisch auf einem Stand, der sie zusehends tauglich für den Massenmarkt macht. E-Bikes sind hier am weitesten, hierzulande werden jährlich 40’000 Stück verkauft. Noch eindrucksvoller sind die Zahlen aus China, wo Schätzungen zufolge über 100 Millionen E-Bikes im Einsatz sind.

Moritz Meenen ist CEO des im Februar 2012 gegründeten Unternehmens. Er ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und Mitgründer des Karlsruher Jungunternehmerclubs PionierGarage. Die Idee für das Startup geht auf ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich zum Thema Bike-Sharing zurück.

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MyMoneyPark:
Das Geschäftsmodell Beratung
neu denken

Das Finance-Startup MyMoneyPark setzt auf Vergleichsmöglichkeiten und Transparenz als Kundenmehrwert. Dazu haben die Gründer ein Geschäftsmodell gezimmert, das alte Beratungskonzepte umkrempelt.

Ein Umdenken im Banking ist im Gang: Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten haben viel Vertrauen in die klassischen Anbieter zerstört. Das schafft Raum für neue Player, die spezialisierte Dienstleistungen anbieten. Im vergangenen Jahr positionierten sich zum Beispiel Assetinum (Startwerk-Porträt) und Hypoplus in diesem Bereich.

Die Idee von MyMoneyPark erklärt mir COO Jan Rihak, der als Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Startups Aiducation International (Startwerk-Porträt) kein Unbekannter in der Startup-Szene ist. MyMoneyPark ist eine Finanzberatung, die Privatkunden eine Alternative zur klassischen Bankberatung offerieren will. MyMoneyPark verzichtet dabei auf eigene Produkte und bietet stattdessen à la Comparis Vergleich als Dienstleistung.

Zielgruppe: Selbstbewusste Kunden

Das Jungunternehmen setzt passend zu aktuellen Trends auf emanzipierte Bankingkunden. » weiterlesen

Innovative Vertriebslösungen:
Pitcher macht das iPad zum Verkaufswerkzeug

Das Startup Pitcher will Unternehmen das Verkaufen leichter machen und vereint dazu Salespitch und CRM auf dem iPad.

Pitcher will Unternehmen das Verkaufen erleichtern, per App. Das ist ein Trend, der auf Joe Jimenez’ Begeisterung für das iPad zurückgeht. Der Novartis-Chef hatte verkündet, Apples Tablet erlaube dem Pharmariesen, «wegweisende» neue Technologie im Verkauf einzusetzen. Die Idee: Mit dem Gadget das Heer der eigenen Aussendienstmitarbeiter zu bestücken. Diese präsentieren in ihren Verkaufsgesprächen digitales Werbematerial direkt aus der Zentrale. Anders als auf Papier wäre das stets aktuell und kann laufend optimiert werden. Das Zauberwort: Closed Loop Marketing. » weiterlesen

HUB Zürich:
Unternehmerische Wege zur Nachhaltigkeit

Eineinhalb Jahre nach dem Start ist der Coworking-Space HUB Zürich zur festen Grösse in der Startup-Szene geworden. Neue Programme sollen nun dafür sorgen, dass auch die finanzielle Bilanz stimmt.

HUB Zürich (Bild: zvg)

HUB Zürich (Bild: zvg)

Neue Ideen unter alten Bögen: Der Coworking-Space HUB Zürich im Zürcher Viadukt ist ein Forum für nachhaltig orientierte Startup-Gründer. Durchschnittlich 15-20 Leute werkeln hier täglich an wechselnden Arbeitplätzen an Geschäftsideen mit Mehrwert.
18 Monate nach der Eröffnung hat sich der HUB als Anlaufstelle für Jungunternehmer etabliert, die marktkompatible Antworten auf gesellschaftliche Fragen suchen. Rund 220 Mitglieder hat der Verein inzwischen, die zu verschiedenen Tarifen im HUB Arbeitsplätze mieten. Neben dem Raumangebot offeriert der HUB auch Veranstaltungen zum gegenseitigen Austausch und Netzwerk-Hilfe.

Ein Flaggschiffprojekt dieses Treffpunkts sind die Fellowships: Gründer haben in einem Businessplan-Wettbewerb Gelegenheit, eine Art von Stipendium zu gewinnen, um ihre Ideen während eines Jahr umzusetzen. Preise sind eine Vollmitgliedschaft im HUB und ein gesponserter Geldbetrag. Bisherige Fellows sind Roman Gaus’ UrbanFarmers, Superar und Eaternity.

Auf dem Weg zum Break-Even

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Zhitch:
Mitfahrkosten per App begleichen

Bei Autofahrten mit mehreren Personen kommt öfters die Frage auf: wer übernimmt die Benzinkosten? Die mobile Applikation Zhitch hilft beim Kostenmanagement für gemeinsame Fahrten.

Die Smartphone-App Zhitch will zu Car-Sharing motivieren, indem sie das gerechte Teilen von Benzinkosten vereinfacht. Ein Autolenker aktiviert dazu auf dem Handy die aktuelle Fahrt und fügt seine Mitfahrer hinzu. Diese können auch gleich von der eigenen Facebook Freundesliste synchronisiert werden. Durch GPS wird die Route aufgezeichnet und falls eine weitere Person während der Fahrt zusteigt, kann diese auch hinzugefügt werden. Genauso werden Fahrgäste, die das Auto verlassen, per Knopfdruck entfernt. Am Schluss können die Benzinkosten verursachergerecht aufgeteilt werden.

Als zusätzliche Motivation für die Nutzung dient das Sammeln von Punkten für Ranglisten und Badges, die man mit jeder Fahrt erhält. Somit kann man sich mit den eigenen Freunden bei der zurückgelegten Distanz messen. » weiterlesen

Launch der Karrieresuchmaschine:
Bei Silp spielen die Facebook-Freunde Jobvermittler

Jobempfehlungen aus dem Freundeskreis sind das Prinzip der Social-Recruiting-App Silp. Hinter dem neuen Startup steht Wuala-Gründer Dominik Grolimund.

Ein Talentpool auf Facebook: Mit diesem neuen Ansatz bringt sich das Startup Silp für den aufkommenden Trend Social Recruiting in Stellung. Nach erster Publicity im März ist es nun soweit; die Facebook-App öffnet ihre Pforten und akzeptiert Anmeldungen von Jobinteressierten und Recruitern. Erster Fokus sind «Jobs in der Technologiebranche in Tech Hubs wie San Francisco, London, Berlin, und natürlich Zürich».

Die Kernidee: gute Jobs werden oft durch Freunde vermittelt. Silp will hier ansetzen und diesen Empfehlungsprozess verstärken und automatisieren. Konsequenterweise verwendet Silp dazu Facebook. Der Dienst will aber nicht à la BranchOut ein eigenes Businessnetzwerk auf Facebook aufpfropfen.
Vielmehr ist Silp eine App, die basierend auf Empfehlungen und cleverem Matching Jobangebote an den richtigen Ort bringen will. Jobs sollen dazu den Social Graph, also das erweiterte Netzwerk der Nutzer durchwandern. Diese können Angebote weiterreichen, wodurch die Jobs mobil werden und die richtigen Kandidaten finden können. » weiterlesen

Gbanga:
Neue Wege im Mobile Gaming

Wie vermarktet man Mobile Games? Ein Blick auf das Spiele-Startup Millform, das sich mit B2B-Angeboten im Geolocation-Bereich positionieren will.

Gbanga ist das Flaggschiffprodukt einer der wenigen Schweizer Spieleschmieden. Das Startup will sich von seinem kleinen Studio an der Zürcher Brauerstrasse aus eine Nische im weltweiten Mobile-Gaming-Markt erobern. Kein Wunder: Wenige Sektoren erleben derzeit ein vergleichbares Wachstum. Laut Transparency Market Research betrug die Grösse des Weltmarkts für Mobile Gaming im vergangenen Jahr stolze 3,5 Milliarden US-Dollar, bis 2017 soll es dreimal so viel sein. » weiterlesen

Quentiq:
Selbstquantifizierung als Geschäftsmodell

Das prominent besetzte Startup Quentiq setzt auf den Trend des «quantified self» und will Fitness messbar machen.

In den USA geboren, schwappt die Bewegung des «quantified self», also der Selbstquantifizierung, mehr und mehr auch nach Europa herüber. Geld verdienen will damit das Startup Quentiq.

Schrittzähler und GPS-Sportapps sind bereits im Mainstream angekommen. Das Zählen von Kalorien und daraus erstellte Ernährungsbilanzen ebenfalls. Weitere Anwendungen wie Blutdruck- und Pulsmesser, Waagen mit drahtloser Schnittstelle, Schlaftracker und app-gestützte Ernährungstagebücher zeigen, wie sich das Prinzip Selbstmessung künftig weitertreiben lässt.

Kerngedanke hinter quantified self ist das Lesbarmachen des eigenen Lebens durch das Sammeln von Daten. Diese sollen Vergleichbarkeit und Objektivität in einen Bereich bringen, der sonst durch persönliche Befindlichkeit verschleiert wird. Da neue Technologien eine zentrale Rolle in dieser statistischen Erschliessung des Selbst spielen, sind Startups federführend in der Bedienung des Trends, der sich noch in einer frühen Phase befindet.

Daten statt Doktor » weiterlesen

Keine Mutmassungen, Verwicklungen vermeiden:
Learnings eines Erstgründers

Rückblickend ist man immer schlauer. Gastautor Manuel Reinhard zeigt auf, welche Erkenntnisse er aus der Startphase als erstmaliger Startup-Gründer gezogen hat und was er beim nächsten Mal gleich machen oder doch anders anpacken würde.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Manuel Reinhard, Ticketpark

Manuel Reinhard, Ticketpark

Mehr als zwei Jahre sind wir mit unserem Startup bereits auf dem Markt. Eine spannende Startphase, aus welcher wir viele Erfahrungen und Erkenntnisse mitgenommen haben. Einige Dinge würden wir heute anders machen, andere Herangehensweisen haben sich bewährt. Von den letztgenannten erfolgreichen Ansätzen möchte ich folgende besonders hervorheben:

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Keine Mutmassungen bei der Produktentwicklung

Jedes einzelne Feature unseres Produktes entspringt einem Kundenwunsch. Wir haben es zur obersten Priorität gemacht, absolut keine Umsetzung vorzunehmen, ohne dass diese zuerst von einem Kunden gewünscht und dann auch mit ihm besprochen wurde. Diese Herangehensweise haben wir vom ersten Tag an betrieben. Bevor das erste Interface oder die erste Zeile Code geschrieben wurde, hatten wir Kontakt mit potentiellen Kunden und deren Anforderungen und Bedürfnisse detailliert entgegengenommen. Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand: Wir können die begrenzten Kapazitäten für Entwicklungen einsetzen, die auch wirklich gewünscht und auf die umgesetzte Art gebraucht werden. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Kundenzufriedenheit, was wiederum einen grossartigen Werbeeffekt hat. Nicht zuletzt wussten wir dadurch aber auch bereits vor dem eigentlichen Start, dass der Markt für unser Produkt wirklich existierte. » weiterlesen