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Keine Mutmassungen, Verwicklungen vermeiden:
Learnings eines Erstgründers

Rückblickend ist man immer schlauer. Gastautor Manuel Reinhard zeigt auf, welche Erkenntnisse er aus der Startphase als erstmaliger Startup-Gründer gezogen hat und was er beim nächsten Mal gleich machen oder doch anders anpacken würde.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Manuel Reinhard, Ticketpark

Manuel Reinhard, Ticketpark

Mehr als zwei Jahre sind wir mit unserem Startup bereits auf dem Markt. Eine spannende Startphase, aus welcher wir viele Erfahrungen und Erkenntnisse mitgenommen haben. Einige Dinge würden wir heute anders machen, andere Herangehensweisen haben sich bewährt. Von den letztgenannten erfolgreichen Ansätzen möchte ich folgende besonders hervorheben:

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Keine Mutmassungen bei der Produktentwicklung

Jedes einzelne Feature unseres Produktes entspringt einem Kundenwunsch. Wir haben es zur obersten Priorität gemacht, absolut keine Umsetzung vorzunehmen, ohne dass diese zuerst von einem Kunden gewünscht und dann auch mit ihm besprochen wurde. Diese Herangehensweise haben wir vom ersten Tag an betrieben. Bevor das erste Interface oder die erste Zeile Code geschrieben wurde, hatten wir Kontakt mit potentiellen Kunden und deren Anforderungen und Bedürfnisse detailliert entgegengenommen. Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand: Wir können die begrenzten Kapazitäten für Entwicklungen einsetzen, die auch wirklich gewünscht und auf die umgesetzte Art gebraucht werden. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Kundenzufriedenheit, was wiederum einen grossartigen Werbeeffekt hat. Nicht zuletzt wussten wir dadurch aber auch bereits vor dem eigentlichen Start, dass der Markt für unser Produkt wirklich existierte. » weiterlesen

piffle.it:
Einfache Eventcoverage via Twitter

Die Twitter-Chatplattform piffle.it will Fussballfans eine Alternative zum standardmässigen Liveticker bieten – und liesse sich für andere Arten von Events einsetzen.

Je zwei Monate Freizeit haben die beiden Software-Entwickler Florian Zeller (Namics) und Oliver Ganz (Doodle) in ihr Hobbyprojekt piffle.it investiert. Das Resulat ist ein Social Media Liveticker: ein Webdienst, der eventbasiert Diskussionen auf Twitter zusammenführt.

Die Idee ist einfach. Die Inspiration dazu kam aus ihrer Begeisterung dafür, Fussballspiele via Twitter zu verfolgen: wo laut Oliver anders als im trockenen Standardticker die Statements «emotional, ehrlich, persönlich und parteiisch» seien. » weiterlesen

TopTraders:
Social Trading als Lean Startup

Mit Wertschriften handeln, ohne dabei Geld zu verlieren? – Die Facebook-Applikation TopTraders machts möglich. Wir sprachen mit Thierry Lutz über die Entwicklung des Lean Startups.

TopTraders: Börsenhandel für Zuhause {mikebaird;http://www.flickr.com/photos/mikebaird/6311352526/;http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de}

TopTraders: Börsenhandel für Zuhause (Quelle: mikebaird / CC)

Wer nicht mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet ist, aber dennoch einmal das Börsenparkett betreten möchte, kann dies nun von Zuhause aus via die Facebook-Applikation TopTraders tun.

Diese ermöglicht den Nutzern virtuelles Trading und den Austausch mit Freunden über die getätigten Aktienkäufe.

Börsenspiel via Facebook » weiterlesen

stablish.me:
Wenn mein Netzwerk mich beschreibt

Stablish.me ist das Resultat des HSG-Projekts Design Thinking Startup. Nun stellen die Gründer ihre gespannt erwartete Produktidee vor.

Zuerst das Geld, dann die Idee: stablish.me ist ein Startup, das am Reissbrett entstand. Zehn Monate hat das Team dafür Zeit – los gings Ende 2011, im Oktober soll das Produkt am Markt sein.

Kern dieses HSG-Projekts ist ein Startup-Experiment: Ein gecastetes Gründerteam, ausgestattet mit Startkapital und einer AG als Firmenmantel, sucht sich eine Geschäftsidee und baut daraus ein Jungunternehmen. Vorgehen soll es dazu methodisch, mit Hilfe von Design Thinking. Das ist eine Art strukturierter Ideenfindungsprozess, der an der Universität Stanford entwickelt wurde. Dabei wird möglichst kreativ und nutzerorientiert nach Lösungen für bestehende Probleme gesucht.

Das Team, das (zwei der anfänglichen fünf Mitglieder stiegen aus) aus Benedikt Escher, Dominik Zünd und Fabio Carlucci besteht, ist nach der Kreativphase nun voll für das Unternehmen engagiert. Dafür haben sie sogar ihr Studium pausiert.

Mein Netzwerk beschreibt mich » weiterlesen

Mag20:
Printmagazin mit
Crowdsourcing statt Redaktion

Das Problem wird oft beklagt: fehlende Innovation bei Printmedien. An den etablierten Verlagen vorbei versucht es nun ein Jungunternehmer mit einem radikal neuen Magazinkonzept.

Eine Zeitschrift, die ohne Redaktion auskommt und zu 100 Prozent auf user generated content setzt: Das ist die wagemutige Idee von Jungunternehmer Markus Bucheli. Der 28-jährige lanciert mit Mag20 Mitte August ein Magazin, das ein für die Medienbranche brandneues Vergütungsmodell mitbringt: eine Gewinnbeteiligung für Autoren.

Die selbsterklärte Mission des Startups: Print zu demokratisieren und bei der Produktion und Auswahl der Inhalte ganz auf das Konzept Crowdsourcing zu vertrauen. Das soll so funktionieren, dass jeder auf der Website von Mag20 Artikel veröffentlichen kann. Die populärsten 20 davon landen anschliessend in einer wöchentlichen Printausgabe.  » weiterlesen

RememberTheName:
Eine App hilft beim Networking

Die Herausforderung ist bekannt: Wer im Business-Kontext ein gutes Namensgedächtnis mitbringt, ist im Vorteil. Ex-Doodle-Mitarbeiter Reto Lämmler will vergesslichen Zeitgenossen mit einer App unter die Arme greifen.

Wie schnell sich der Grundstein für ein Jungunternehmen legen lässt, zeigen am deutlichsten Apps und Webdienste: Schon mit wenig Zeit und Geld kann aus einer simplen Idee ein Produkt werden, das sich später zu einem Unternehmen ausbauen lässt.

RememberTheName ist so ein Projekt. Ex-Doodler Reto Lämmler startete es nach seinem Ausstieg bei dem Terminplanung-Startup Ende 2011, einige Monate nach dem Exit an die Tamedia. Innert vier Monaten entstand ein Werkzeug, mit dem sich Teilnehmer von Anlässen wie Seminare, Konferenzen oder Workshops auf diese vorbereiten können. Der Kerngedanke: Wer bei der Pflege von Kontakten den Namen des Gegenübers ohne zu zögern parat hat, hinterlässt einen besseren Eindruck. » weiterlesen

Taboobreaker:
Social Entrepreneurship als Spiel

Ein Spiel für den Schulunterricht – mit dieser Idee im Gepäck ist das Social Entrepreneurship Startup Taboobreaker international unterwegs.

Am eben verliehenen Förderpreis von de Vigier kam ein frisch gegründetes Startup in die engere Wahl, welches sich von den dort üblichen Technologie-Gründungen abhebt. Nämlich ein Spiel, das Lehrer im Unterricht für die HIV/Aids-Prävention einsetzen können. «Loveland» stellt interaktive Lernmaterialien bereit, um Jugendlichen das Thema spielerisch näher zu bringen und eben – das Gespräch möglich zu machen.

Karin Stierlins Projekt überrascht gleich zweifach: Taboobreaker kommt zum einen aus dem Social Entrepreneurship (solche Projekte sind bei den grossen Gründerpreisen eine Seltenheit), zum anderen hätte es das Startup fast nicht gegeben. » weiterlesen

mySollars:
Marketing und Klimaschutz zusammenbringen

MySollars will als Webplattform Firmenkunden und Konsumenten zum gemeinsamen Klimaschutz motivieren. Das Geschäftsmodell basiert auf einem innovativen Ansatz für Loyalitäts-Marketing.

Die Idee zu mySollars entstand während des Doktorats von Gründer Felix Cardenas, als sich dieser in das Thema CO2-Kompensation vertiefte. Seine Frage: Warum ist das Carbon-Offsetting bei Staaten und Firmen angekommen, aber noch nicht bei Endkunden? Mit etwas Marktforschung kam er zum Schluss, dass es bisher zu wenig motivierend sei, es fehle die Transparenz, ausserdem gebe es eine hohe Hürde für das Bezahlen von Kompensation.

Der Onlinedienst mySollars will diesen Markt knacken. » weiterlesen

E-Commerce, vertikal:
Das erste Startup im Startup
von Deindeal

Mit Home & Living hat das vor zwei Jahren gegründete Deindeal einen neuen Geschäftsbereich ganz nach Startup-Manier aufgebaut – und zeigt, wo es hingehen soll mit seinem Inkubatorprogramm.

E-Commerce-Gründungen spielen auf startwerk.ch eine weniger grosse Rolle – kein Wunder, sind sie doch meist Verlängerungen bestehender Vertriebsmodelle ins Netz und wenig innovativ.

Bei Deindeal spricht einiges dafür, eine Ausnahme zu machen. Denn hier lässt sich mitverfolgen, wie sich Startups methodisch bauen und skalieren lassen. Mit dem hauseigenen Angebot Incubate@Deindeal hat das Unternehmen eine Plattform, die gezielt Jungunternehmer für E-Commerce-Projekte sucht. Laut Deindeal-Mitgründer Adrian Locher ist das Ziel, die Startup-Kultur beizubehalten und eigenständige Unternehmer auf Projekten arbeiten zu lassen, nicht einfach leitende Angestellte. » weiterlesen

cabtus:
Kursänderung und grosse Pläne

CEO David Brunner zur Neuausrichtung von cabtus und einem Stealth-Projekt, das in den nächsten Wochen lanciert werden soll.

Zwei Monate ist es her, dass cabtus den Kampf um den Taxivermittlungsmarkt aufgegeben hat. Wir erinnern uns: Cabtus trat an, mit einer Mobile App zur Taxibestellung eine Alternative zu bestehenden Taxizentralen zu bieten. Offizieller Launch war im Oktober.

Das deutsche Startup myTaxi, das mit demselben Konzept bereits im Heimatmarkt Fuss gefasst hatte, versenkte diese Idee aber. Seit Oktober 2011 akquiriert das in Hamburg gegründete Startup in der Schweiz und wurde schnell zum dominierenden Player. Entscheidend war wie bei vielen schnell skalierenden Jungunternehmen der schlagkräftige Sales-Apparat, den die Gründer in Stellung brachten. Üppige Finanzierung (mittlerweile über 10 Millionen Euro) sorgt gleichzeitig dafür, dass beim Marketing nicht gekleckert wird. Dem hatte das Zürcher Startup nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.

B2B statt B2C

Cabtus’ Reaktion: ein Kurswechsel und eine Besinnung auf die Stärken der eigenen Technologie. Laut CEO David Brunner ist es ein Zurück zu den Wurzeln für das 2009 gegründete Startup. Statt sich im Aufbau eines zweiseitigen Marktes mit Akquise abzumühen, will das Team sich künftig auf Entwicklung konzentrieren. Beim Geschäftsmodell zielt man den Schwenk auf B2B an. » weiterlesen