189 Artikel in der Kategorie People auf startwerk.ch.

Interview mit Doodle-Gründer Michael Näf und Paul E. Sevinç:
“Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude”

Bei Doodle ziehen sich die beiden Gründer Myke Näf und Paul E. Sevinç schrittweise zurück (Startwerk.ch berichtete). Im Interview mit Startwerk.ch erzählen sie von ihren Herausforderungen als Unternehmer, von der Mehrheitsbeteiligung des Medienkonzerns Tamedia und Pläne für die Zeit nach Doodle, das mittlerweile über 15 Millionen User weltweit hat.

Geben die Führung von Doodle ab: Michael Näf (r.) und Paul Sevinc

Geben die Führung von Doodle ab: Michael Näf (r.) und Paul Sevinc

Myke Näf (40) und Paul E. Sevinç (38), ihr zieht euch von eurem Unternehmen Doodle zurück. Was ist euer Fazit nach sieben Jahren Doodle?
Myke Näf: Das Fazit ist sehr erfreulich. Doodle ist erfolgreich unterwegs und wir übergeben eine Firma in gutem Zustand.

Paul E. Sevinç: Die Zeit bei Doodle war auch sehr erfüllend, wir hatten grosse Freude an der Arbeit.

Warum kommt jetzt dieser Schritt? Hat es mit der Mehrheitsübernahme durch Tamedia in diesem Jahr zu tun? Oder wollt ihr euch einfach neuen Projekten zuwenden?
Myke Näf: Es sind verschiedene Aspekte – einer ist sicher banal: Alle Projekte enden irgendwann. Der jetzige Zeitpunkt passt. Die Firma steht gut da, die Aufbauarbeit ist getan. Bei uns ist die Lust da, etwas Neues zu machen.

Paul E. Sevinç: Bei mir ist der Fächer breit, was ich nach meiner Zeit bei Doodle machen möchte. Jetzt, wo der Alltag dann etwas ruhiger wird, habe ich auch Zeit, intensiv zu überlegen, was ich mittelfristig machen möchte. Es gibt keinen Zwang, wieder ein Projekt mit Myke zu machen, reizvoll wäre es jedoch wieder. Bei mir liegt die Zukunft auf jeden Fall nach wie vor in der Informatik, insbesondere im Web. Vielleicht entwickle ich einen neuen Dienst, aber kann mir genauso gut eine Festanstellung bei einem spannenden Unternehmen vorstellen. Ich habe immer noch grosse Freude, selbst Software zu entwickeln.  » weiterlesen

Christoph Gebald von Climeworks:
“Die Kooperation mit Audi zeigt, dass unsere Technologie Zukunft hat”

Letzte Woche wurde bekannt, dass das Zürcher Startup Climeworks mit dem deutschen Automobilhersteller Audi eine Kooperation eingegangen ist, die noch weiter ausgebaut werden soll. Climeworks kann in Zukunft massgeblich zur CO2-neutralen Mobilität beitragen. Climeworks-Mitbegründer Christoph Gebald will aber trotz der erfolgreichen Zusammenarbeit weiterhin als unabhängiger Player sein Unternehmen voranbringen und arbeitet auch an Technologien ausserhalb der Automobilität.

Jan Wurzbacher (l.) und Christoph Gebald von Climeworks

Jan Wurzbacher (l.) und Christoph Gebald von Climeworks

Das ETH-Spinoff Climeworks hat einen Prozess entwickelt, bei dem durch Wärme CO2 aus der Luft gesaugt werden kann – ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell. Auch, weil durch Partnerfirmen ein Synthese-Gas hergestellt werden kann, das als Basis für die Produktion von künstlichem Kerosin, Diesel oder Erdgas dient. CO2 ist nämlich nicht nur ein Schadstoff, sondern auch ein Rohstoff. Der deutsche Automobilhersteller Audi hat das Potenzial von Climeworks erkannt und die Zusammenarbeit mit dem Zürcher Startup nun weiter intensiviert. Ganz nach Audi´s Claim: “Vorsprung durch Technik”. Climeworks hat eine echte Alternative gegen den Klimawandel entwickelt, deren Potenzial im Autobau gross ist. Audi fördert Climeworks und hat beispielsweise ein eigenes Video gemacht, das die Technologie in Verbindung mit den Autos von Audi erklärt. Rund 80 Prozent der CO2-Moleküle in der Luft werden durch die Technologie von Climeworks herausgefiltert. » weiterlesen

9 Fragen an Mark Blum von Optotune:
“Wir haben das Startup Image rasch abgelegt”

Das Dietiker Unternehmen Optotune hat sich als Pionier einen Namen in der adaptiven Optik gemacht und bietet eine Reihe von optischen Geräten an. Das “Startup” behauptet sich nun schon sechs Jahre auf dem Markt – Gründer Mark Blum sagt im 9-Fragen-Interview: “Unsere Technologie funktioniert, die Märkte sind real und die Produktion läuft”. Wie sein Fazit nach den Jahren als Unternehmensgründer ist, erzählt er im Interview.

Mark Blum with lens (2832x4256)

Mark Blum with lens (2832x4256)

Wie lautet dein Fazit nach sechs Jahren Optotune?

Optotune ist zu einem anerkannten Namen im Bereich „tunable optics“ geworden und wir dürfen viele namhafte Firmen zu unseren Kunden zählen. Unsere Technologie funktioniert, die Märkte sind real und die Produktion läuft. Nun geht es darum unsere Produkte an die jeweiligen Marktbedürfnisse anzupassen und die Produktverkäufe zu skalieren. Mit momentan 33 Mitarbeitenden sind wir zu einem tatkräftigen interdisziplinären Team gewachsen, das eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung bildet.  » weiterlesen

9 Fragen an Tomas Polach von Archilogic:
“Wir fördern die Kommunikation zwischen Laie und Planer, die gemeinsam und gleichzeitg an der Entwicklung von Raum, Haus und Stadt arbeiten”

Unser wöchentliches Interview dreht sich wieder um das Thema 3D: Diesmal aber nicht in Zusammenhang mit 3D-Druck, sondern für den Bau und die Planung von Immobilienobjekten. Die ETH-Architekten Tomas Polach, Pascal Babey, Kaspar Helfrich und Frederic Schwarz haben ein Modell entwickelt, bei dem ein Bauprojekt von künftigen Bewohner aktiv mit gestaltet werden kann. Tomas Polach hat uns sein Startup in  9 Fragen erläutert.

Das Team von Archilogic

Das Team von Archilogic

Was bietet Archilogic an?

Wir entwickeln innovative Kommunikationslösungen für das Stakeholder Management bei grossen Bauprojekten. Auf unserer 3D-Plattform Archi.vu wird ein Bauwerk räumlich zu erleben sein. Künftige Bewohner können in einem vom Architekten festgelegten Rahmen direkt Vorschläge anbringen, Räume und Materialien editieren und sich somit ‘live’ am Planungsprozess beteiligen.  » weiterlesen

9 Fragen an Matthias Baldinger von Additively:
“Wir möchten einen Beitrag leisten, dass 3D-Druck mehr von Firmen genutzt wird”

Der 3D-Druck wird unsere Welt in den nächsten Jahren entscheidend prägen – vor allem für Firmen eröffnen sich im Prototypen-Bau und in der Herstellung von Kleinserien neue Möglichkeiten. Matthias Baldinger und Fabian Rahm möchten auf ihrer Plattform Additively Dienstleister für 3D-Druck mit professionellen Käufern zusammenbringen, wie Baldinger in den 9 Fragen erklärt.

Matthias Baldinger, was bietet Additively.com an?

Wir bieten Lösungen für Unternehmen an, die 3D gedruckte Teile und Produkte benötigen. Das ist aber nicht in erster Linie die Art von Heim-3D-Druck, der jetzt in den Medien oft erwähnt wird. Es handelt sich hier um professionellen 3D Druck, den wir auch als additive Fertigung bezeichnen.  » weiterlesen

9 Fragen an Andreas Guggenbühl und Michael Berli vom Zürcher Startup Selfnation:
“Welche Frau wünscht sich nicht die perfekte Jeans?”

Selfnation möchte Frauen vom Frust befreien, nie die passende Jeans zu finden. Dank ausgeklügelten Algorithmen für ein 3D-Modell und Schnittmuster können Selfnation die perfekt sitzenden Jeans herstellen. Die Macher Andreas Guggenbühl und Michael Berli sind fasziniert von der Fashionwelt, haben aber an der ETH studiert, um die neuartige Technologie zu entwickeln. Selfnation vereint damit Ingenieurkunst aus Zürich und Design aus Berlin – ihre Jeans  finden bereits Anklang bei Dutzenden von Frauen.

Michael Berli (l.) und Andreas Guggenbühl

Michael Berli (l.) und Andreas Guggenbühl

Wie schafft Selfnation, dass die Jeans genau passen?

Selfnation bietet perfekt passende massgeschneiderte Jeans für Frauen online an. Dafür haben wir zwei neue Technologien entwickelt: Ein 3D-Modell für Jeans und ein rasch zu entwickelndes Schnittmuster. Frauen ziehen zwischen 15 und 20 Paar Jeans an, bis sie sich für ein Paar entscheiden können. Diesen Frust kennt jede Frau. Wir lösen dieses Problem, indem unsere Kundinnen sieben Masse ihres Unterkörpers erfassen lassen und dann auf dem 3D-Modell sehen, wie die Jeans sitzt. Mit einem Algorithmus wird ein passendes Schnittmuster berechnet. Anschliessend werden die Jeans in Deutschland in traditioneller Schneiderkunst hergestellt und innert zehn Tagen nach Hause geliefert.  » weiterlesen

Kooperation von Mila und Swisscom:
Interview mit Mila-Gründer Manuel Grenacher

Mila kooperiert neu mit der Swisscom und bietet auf ihrer Shareconomy-Plattform privaten Supportdienst bei technischen Fragen für Swisscom-Produkte an. Mit diesem Schritt öffnet sich Mila erstmals einem Grosskonzern und bietet ihm Zugang zu der Mila-Community und deren Skills. “Eine Win-Win-Situation”, sagt Mila-Gründer Manuel Grenacher.

Manuel Grenacher

Manuel Grenacher

Manuel Grenacher, Gründer von Coresystems und Mila, sitzt zurzeit in Berlin und arbeitet am Fortschritt seines Startups. Die Shareconomy-Plattform Mila, die Dienstleistungen an Privatpersonen vermittelt, hat mit der Zusammenarbeit mit Swisscom eine neue Richtung eingeschlagen. Manuel Grenacher spricht im Startwerk-Interview über die Kooperation mit Swisscom.

Manuel Grenacher, warum die Kooperation mit der Swisscom?

Mila eröffnet mit der Zusammenarbeit einen neuen Support-Kanal für die Swisscom. Der Grosskonzern kann so mit einem neuen Ansatz mit ihren Kunden in Kontakt treten. Nachbarn können sich gegenseitig bei technischen Problemen mit dem Internet oder dem TV helfen. Solche “Offline”-Supporter werden heute wieder wichtig, weil die Konsumenten nicht alles über Telefon und Internet abwickeln möchten. Es ist aber auch nicht immer sinnvoll, wegen eines kleinen Problems einen Swisscom-Techniker einzusetzen. Die Kooperation mit der Swisscom ist eine Win-Win-Situation.  » weiterlesen

9 Fragen an Richard Jann, Co-Founder von everyglobe:
“Reisen zu buchen ist heute immer noch viel zu kompliziert”

Das Zürcher Startup everyglobe möchte mit einem neuen Reiseportal die Organisation von Reisen unter Freunden vereinfachen: everyglobe soll ein Art Google Docs fürs Reisen werden, wie Co-Founder Richard Jann erklärt. Der 29-jährige Absolvent der L´Ecole hôtelière de Lausanne ist überzeugt, dass noch Platz für Reiseportale im Markt vorhanden ist. Und setzt mit everyglobe nicht nur auf den Preis, sondern auf die Leistung und Qualität seines neuen Reiseportals.

Richard Jann

Richard Jann

Richard Jann – was bietet dein Travel-Startup everyglobe an?

everyglobe ist ein Portal für einfaches und flexibles Reisen. Heute ist eine Reisebuchung immer noch viel zu kompliziert. Wir möchten eine Plattform anbieten, wo man mit Freunden und Familien eine Reise organisieren kann ohne sich stundenlang durch unzählige Webseiten klicken zu müssen.

Aber es gibt doch mehr als genug Reiseportale. Warum braucht es noch eins?  » weiterlesen

9 Fragen an Remo Brunner von Dodiz:
“Jeder kann etwas lehren oder lernen”

Die Zürcher Vermittlungsplattform Dodiz vereint Wissen und bietet Lehrenden uns Lernenden eine Anlaufstelle für die Lust an mehr Wissen. Dodiz-Gründer und Ex-Werber Remo Brunner hat sich in 9 Fragen über die Herausforderung in seinem Startup auseinander gesetzt und erklärt, warum man über Mittag an einer Brownbag Sessions (Lunch und dazu einen Kurs) teilnehmen sollte.

Remo Brunner

Remo Brunner

Hat Dodiz das Potenzial, herkömmliche Lerninstitute abzulösen. So wie Airbnb immer mehr Hotelübernachtungen ablöst…?

Dodiz.com vermittelt Wissen, Können und Inspiration.Die Faszination eines Themas – beispielsweise Klettern – kann von Privaten an Private weitergegeben werden. Lehrende und Lernende sollen sich auf dieser Plattform finden. Im Falle von Klettern könnte man Knöpfe lernen, Tipps und Tricks für die Ausrüstung geben, von Touren erzählen oder die Organisation einer Himalaya-Besteigung aufzeigen. Lerninstitute als Institutionen verlieren meiner Meinung nach  an Bedeutung. Heute geht es um den Dozenten und sein Wissen, nicht um die Institution. Auf dodiz.com kann sich die Lehrperson profilieren. Wo will man heute 1:1 etwas über Politik ausserhalb der Universität erfahren? Irgendwo gibt es aber einen Politkcrack, der sein Wissen weitergeben kann. Dort knüpft Dodiz an – jeder Mensch kann lehren oder lernen!

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9 Fragen an Bernhard Brechbühl von Storyfilter:
“Ich glaube an das
Lean Startup-Modell”

Das Newsportal Storyfilter.com ist seit rund einem Monat online und hat in der Schweizer Medienszene bereits für Diskussionen gesorgt. Mit ausgewählten Geschichten und Videos aus aller Welt möchte Gründer und Ex-20-Minuten-Journalist Bernhard Brechbühl seine Community aufbauen. Welche Ziele Brechbühl mit Storyfilter erreichen will und was sein Fazit nach einem Monat ist, haben wir nachgefragt.

Bernhard Brechbühl Storyfilter-Gründer

Bernhard Brechbühl Storyfilter-Gründer

Wie unterscheidet sich Storyfilter von herkömmlichen Newsportalen?

Unsere Redaktion nimmt den Usern Arbeit ab, indem sie hunderte von Newsquellen, Blogs und Social-Media-Kanälen nach starken Geschichten durchforstet. Wo sind die Storys, die eine “Wow”-Reaktion auslösen und verblüffend sind? Im Netz gibt es jeden Tag Perlen, die für Gesprächsstoff sorgen. Unsere redaktionelle Arbeit nennen wir Kuratieren. Wir spüren Geschichten auf, die noch nicht auf jedem Newsportal herumschwirren. Frische Inhalte, die User mit ihren Freunden teilen können. Unsere Auswahl von zirka sieben Geschichten liefern wir jeden Werktag per Newsletter und natürlich via Facebook und Twitter. » weiterlesen