Oliver Klaffke

Oliver Klaffke ist gelernter Biologe, seit über 15 Jahren mit einem eigenen Kommunikationsbüro selbständig und kann sich nur vage daran erinnern, im Leben einmal angestellt gewesen zu sein. Er ist erreichbar via

 

Alle 4 Artikel von Oliver Klaffke auf startwerk.ch:

Karrierestart heute:
Zum MBA das eigene Start-up

Für die Unternehmergeneration des 21. Jahrhunderts gehört die Firmengründung schon fast selbstverständlich zur Ausbildung.

Will studiert in England – und macht in den USA gerade ein Unternehmen auf. Stress belastet ihn nicht, auch wenn er viel davon hat: “Sorry, ich bin etwas under the gun und auf dem Sprung in die USA”, das war der erste und letzte Satz einer seiner Mails an mich diese Woche

“Under the gun” heisst so viel wie nicht eine Minute verfügbar, und das ist bei ihm auch nicht weiter verwunderlich: Will ist Mitte dreissig, hat in den USA ein Studium in Verfahrenstechnik absolviert, in der Industrieforschung gearbeitet und eine Verkaufsabteilung geleitet. Jetzt arbeitet er seit zehn Monaten an der Saïd Business School der Universität Oxford auf seinen MBA hin.

Aber damit gibt er sich nicht zufrieden:  Zugleich hat er in den USA sein eigenes Start-up gegründet.

» weiterlesen

Unternehmensgründungen:
Innerschweiz Top,
Mittelland eher nicht

Knapp 12’000 Unternehmen werden jedes Jahr in der Schweiz gegründet, dabei hat in absoluten Zahlen der Kanton Zürich die Nase vorn. Gemessen an der Bevölkerung liegt allerdings die Zentralschweiz an der Spitze.

Jede der jährlich rund 12’000 Neugründungen in der Schweiz sorgt im Schnitt sofort für zwei Arbeitsplätze. In absoluten Zahlen hat der Kanton Zürich (2391 Startups) die Nase vorn, und die Waadt (1067) landet auf Platz zwei. Das ist das Ergebnis der vom Bundesamt für Statistik vorgelegten Daten aus einer Befragung im letzten Jahr.

Diese Zahlen haben allerdings nur eine geringe Aussagekraft. Wichtiger ist die Neugründungsrate, mit der die Zahl der Startups in Beziehung zur Anzahl der Einwohner gestellt wird. Im Schweizer Durchschnitt liegt sie bei 3,5. Weit darüber liegen die Innerschweizer Kantone Zug und Schwyz mit Raten von 6,5 bzw. 4,4. Zusammen mit Zürich, den beiden Basel und dem Südwesten der Romandie bilden sie die Spitzengruppe. Das Espace Mittelland liegt zurück, genauso wie die Ostschweiz.

Die Gründe sind vielfältig:

» weiterlesen

Grandios scheitern:
Gute Zeiten
sind schlecht fürs Geschäft

Gute Zeiten sind schlecht fürs Geschäft. Wer dagegen in der Krise gründet, hat einen Vorteil: Er lernt, mit schlanken Strukturen und knappen Budgets zu arbeiten. Das hilft auch nach der Startphase.

Bis in den letzten Herbst wimmelte es in den Wirtschaftsmagazinen von Heldengeschichten. Gründer, entweder selbstbewusst im Casual-Always-Look unterwegs oder im viel zu grossen Anzug auf seriös getrimmt, wurden beklatscht, bejubelt und mit Auszeichnungen überschüttet. Sie hatten zwar eine gute Idee, waren schon «Young Business Leader» des Jahres, hatten aber noch keinen Rappen Gewinn gemacht. Vorschusslorbeer rächt sich manchmal fürchterlich.

Gute Zeiten sind schlechte Zeiten

«In the long run we are all dead». Die Einsicht von John Maynard Keynes über die Irrelevanz eines allzu langen Atems bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten gilt bei vielen Startups nicht. Die meisten sind schon nach kurzer Zeit mausetot. In den USA gelten 90 Prozent des von Risikokapitalisten investierten Kapitals als verloren, verbrannt und versenkt. Mittlerweile gibt es mit younoodle.com ein Startup, das eine Software entwickelt hat, mit der Investoren die Erfolgsaussichten ihres Engagements vorhersagen können.

» weiterlesen

Gründen in der Krise:
Ja, seid Ihr denn wahnsinnig?

Um den Sprung ins Unternehmertum zu wagen, ist 2009 nicht gerade das beste Jahr. Wer es trotzdem macht, ist entweder ein unverbesserlicher Optimist, hat den Mut der Verzweifelung – oder ziemlich gute Gründe.

Klasse Idee, jetzt eine Firma aufzumachen, nicht wahr? Schlechter hätte man das Timing konjunkturell auch gar nicht hinbekommen können. Wenn schon etablierte Firmen, bei denen es bereits Produktion, Vertrieb und vor allem Kunden gibt, ins Straucheln geraten, scheinen die Aussichten für Gründer schlecht. In der Krise zeigt sich aber der Charme, sein eigener Chef zu sein: Es ist gut für die Psychohygiene. Jeder der angestellt ist, kann sein Schicksal kaum beeinflussen. Jeder, der sein eigner Chef ist, kann sich anstrengen und bewegt etwas. Kurzum, wer sein eigner Herr ist, hat wenigstens die Chance, den Karren aus dem Wirtschaftskrisen-Dreck zu ziehen.

» weiterlesen