Alle 11 Artikel von auf startwerk.ch:
Schon junge, unerfahrene Gründer bezeichnen sich heute als «Serial Entrepreneurs». Damit verliert der Begriff seinen einstigen Glanz und seine positiven Assoziationen.
Gestern besuchte ich die Seedcamp Week Berlin, eine Veranstaltung des in London ansässigen Startup-Accelerators Seedcamp. 20 junge Technologiefirmen aus einer Vielzahl europäischer Länder präsentierten in jeweils drei Minuten ihre Geschäftsideen. Die Pitches waren dabei zumeist sehr solide und deutlich besser als das, was man auf manchen rein deutschen Events geboten bekommt. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass viele der präsenten Gründer nicht ganz unbeschriebene Bücher waren, was Erfahrungen in der Startup-Welt und im Bereich der Unternehmensgründungen angeht. Mindestens einer stellte sich auch gleich als “Serial Entrepreneur” vor.
Ich erinnere mich nicht mehr, wer genau, aber das spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass ich in diesem Moment stutzig wurde. Denn das Label “Serienunternehmer” ist zumindest in meine Augen im heutigen Websektor isoliert betrachtet nicht mehr länger eine besondere Auszeichnung. Zu inflationär wird es verwendet, zu wenig sagt es über die tatsächliche Erfahrung einer Person und ihre Qualitäten als Gründer aus. » weiterlesen bei netzwertig.com
Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wie sie am besten vorgehen.
Knapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4’500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.
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Der TV-Dienst Zattoo erlebt laut Manager Jörg Meyer seinen zweiten Frühling. Speziell im deutschen Markt sieht das Zürcher Unternehmen noch großes Potenzial – trotz der komplexen Rechtslage.
2008 schrammte der Zürcher TV-Dienst Zattoo ”knapp am Abgrund vorbei“, als eine geplante Finanzierungsrunde nicht abgeschlossen werden konnte. Entlassungen und ein Eindampfen von ambitionierten Expansionsplänen waren die Folge. Doch sukzessive rappelte sich das Startup wieder auf, auch dank der Beteiligungen des Medienhauses Tamedia sowie der Schober-Gruppe.
Nach dem Break-Even 2012 rückt nun die Internationalisierung wieder verstärkt in den Fokus, erklärt Jörg Meyer, Vice President im Bereich Content and Consumer im Interview. In Deutschland sieht er noch viel Potenzial – auch wenn einige Hindernisse dem Erfolg im Wege stehen.
Wie läuft es bei Zattoo?
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Startups, denen die Internationalisierung gelingt, profitieren vielfach von diesem Schritt. Auch mit geringem Budget ist der Gang in ausländische Märkte möglich.
Gastbeitrag von Robert Brandl
Es liegt so nahe, aber oft doch so fern: ein Geschäftsmodell, das sich im deutschsprachigen Raum bewährt hat, in internationale Märkte zu tragen. Das gilt vor allem, wenn es sich um rein webbasierte Firmen handelt, die sich in klar definierten Nischen bewegen: Content-Websites oder Software-Apps zum Beispiel.
Klappt die Internationalisierung, so kann man gleich von mehreren Vorteilen profitieren:
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(Foto: stock.xchng/lusi)
Im schnelllebigen Internet kommen Plattformen so schnell, wie sie gehen. Sobald ein Abschied ansteht, fehlen vielen Diensten die richtigen Worte.
So schnell wie Webplattformen auftauchen, können sie auch wieder sterben. Mit dieser Tatsache und deren Folgen müssen nicht nur die User leben, sondern auch die Betreiber. Diese tun sich aber oft schwer damit, die User oder gar Kunden angemessen zu informieren.
Das bekannteste aktuelle Beispiel ist DailyBooth. Die Selbstportrait-Sharing-Plattform ist kein kleiner Fisch, sondern hat erst vor gut einem Jahr nochmals Investoren-Geld in der Höhe von sechs Millionen Dollar zugesprochen erhalten. Anfang der Woche landete bei den Usern überraschend die Nachricht in der Mailbox, dass der Dienst innerhalb weniger Wochen abgeschaltet werde. Die E-Mail kam unsorgfältig und in knappen Worten daher:
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Apps sind der in Zukunft bedeutendste Distributionskanal für Onlineinhalte und Dienste, ist sich Entrepreneur und Investor Frank Thelen sicher. Dadurch verändern sich die Spielregeln für Startups. Produkte müssen perfekt sein – vom ersten Tag an.
«Das Lean Startup ist tot» – mit dieser provokativen Aussage hinterliess Entrepreneur Frank Thelen auf dem European Pirate Summit bei mir einen bleibenden Eindruck. Als früherer Geschäftsführer diverser Firmen, jetziger Co-Founder des intelligenten Dokumentenverwaltungsdienstes doo sowie Managing Director bei der Beteiligungsgesellschaft E42 (u.a. 6Wunderkinder, myTaxi, kaufDa) dürfte er wissen, wovon er spricht. Grund genug, um in einem Interview nachzuhaken und in Erfahrung zu bringen, wieso er das Lean-Startup-Konzept für nicht mehr zeitgemäss hält und welche Konsequenzen er sieht.
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(Foto: Flickr/betsyweber, CC BY 2.0)
Kann man mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien fahren und nebenbei mit Smartphone und Notebook als Startup-Gründer und Projekt-Mitorganisator arbeiten? Thomas Jakel probiert es aus. Nun berichtet er über seine bisherigen Erfahrungen als «digitaler Nomade».
Thomas Jakel ist Geschäftsführer zweier Startups und Mitorganisator der Startup Olympics. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Im November vergangenen Jahres entschloss ich mich, eine Fahrradtour von Deutschland nach Indien zu machen. Für einen guten Zweck. Ich war enthusiastisch. Nur eine große Frage stellte sich mir: Würde ich von unterwegs arbeiten können? Und wenn ja, wie? Inzwischen sind meine drei Mitstreiter und ich unterwegs. Acht Länder haben wir bereits durchquert. Zur Zeit fahren wir durch den Iran. Zehntausend Kilometer von Berlin nach Indien.
Was das mit Onlinebusiness und der Netzwelt zu tun hat? Ich arbeite unterwegs im Internet. Als Geschäftsführer von zwei Berliner Startups muss ich trotz der Fahrradtour prinzipiell erreichbar bleiben. Für meine Tour nehme ich keinen Urlaub. Stattdessen versuche ich mein digitales Leben so zu organisieren, dass die wichtigsten Dinge immer noch erledigt werden. Ich bin auf der Suche nach Internetzugängen in Bulgarien, Rumänien, der Türkei und aktuell im Iran. In diesem Artikel beschreibe ich, wie es sich unterwegs arbeitet, wie ich mich organisiere und wie ich gleichzeitig mit dem Fahrrad durch Europa und Asien fahre. » Weiterlesen auf netzwertig.com
In den kommenden Wochen werden Blogs, IT-Portale und Nachrichtenangebote viele Artikel publizieren, die es sonst maximal zu einer Randnotiz gebracht hätten. Startups und Webfirmen sollten das Sommerloch nutzen.
Die nächsten vier Wochen wird es im Netz deutlich ruhiger werden. Millionen Menschen verbringen den Juli traditionsgemäß lieber im Urlaub, auf der Terrasse, im Schwimmbad oder im Café, statt bei der (vielleicht auch in diesem Jahr noch eintreffenden) Hitze im Büro zu schwitzen.
Das berühmt-berüchtigte Sommerloch ist die Folge, mit all seinen Schlagzeilen und Meldungen, die eigentlich nicht mehr als ein paar Zeilen wert sind, aber aus Ermangelung an wirklich wichtigen Ereignissen zu großen Stories aufgeblasen werden. Auch die Tech-Presse bleibt davon nicht verschont. Schon seit einigen Tagen erhalten wir merklich weniger Pressemitteilungen, und auch Pitches von jungen Webfirmen sind zur Zeit eher selten. Die wenigsten (hiesigen) Gründerteams nutzen die Sommerzeit für Produktlancierungen oder größere Ankündigungen. Denn wenn die Zielgruppe ohnehin nicht vor dem Rechner sitzt sondern sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, ist es sinnlos, die PR-Trommel in Gang zu setzen, so die Annahme. An dieser mag etwas dran sein. Trotzdem empfehlen wir jungen Onlineservices, genau das Sommerloch dafür zu nutzen, sich ins mediale Rampenlicht zu begeben.
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Tag für Tag erhalten wir Dutzende Pressemitteilungen und Mails mit Neuigkeiten von jungen und etablierten Webfirmen. Manchmal machen sie unsere und ihre Arbeit unnötig schwer.
Vor einer Woche illustrierten wir am praktischen Beispiel, wie für uns die perfekte Kontaktaufnahme von Startups aussieht, die auf netzwertig.com vorgestellt werden möchten. Angesichts der zahlreichen Pressemitteilungen und Anfragen, die wir Tag für Tag erhalten, bekommen wir natürlich nicht nur Lichtblicke wie den erwähnten zu sehen, sondern werden regelmäßig mit PR-Unsitten konfrontiert, die uns die Arbeit erschweren.
Den Verantwortlichen bringen sie nichts anderes als eine verschlechterte Ausgangsposition dafür, ihre Botschaft in einem redaktionellen Artikels bei uns wiederzufinden. » Weiterlesen bei netzwertig.com
Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte «Minimal Viable Product» die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.
Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten Minimal Viable Product (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.
Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.
Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.
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