Jan Rothenberger studiert an der Universität Zürich Germanistik, Management & Economics und Philosophie. Die ersten redaktionellen Erfahrungen hat er bei der Zürichseezeitung, dem Winterthurer Landboten und bei verschiedenen universitären Magazinen gesammelt. Verbreitert hat er diese Erfahrungen mit Praktika im Verlagswesen und beim SF-Magazin 10vor10.
Seine Begeisterung für die Startup-Szene ist begründet auf seiner Neugier auf neue Ideen und den Respekt für ambitionierte Zielsetzungen. Unternehmerpersönlichkeiten bei der Gründung in die Karten schauen und in der Berichterstattung nah dran zu sein, über neue Technologien oder smarte Geschäftsmodelle zu schreiben, ist für Jan einer der spannendsten Jobs, die man sich im Journalismus vorstellen kann.
Jan möchte startwerk.ch als Diskussionsplattform der Schweizer Jungunternehmerszene sehen und zugleich dem Leser einen handfesten Mehrwert bieten.
Wer Anregungen oder Hinweise zu möglichen Startwerk-Themen mit uns teilen möchte oder Interesse am Verfassen von Gastautorentexten oder anderen Beiträgen hat, ist herzlich eingeladen, sich unter folgender Adresse an Jan zu wenden:
Alle 128 Artikel von Jan Rothenberger auf startwerk.ch:
Frisches Geld für das Zürcher ETH-Spinoff Kooaba, das mit seiner visuellen Suchmaschine Google Konkurrenz macht.
Das Schweizer Startup und ETH-Spinoff Kooaba (Startwerk-Porträt) hat ein grösseres Investment erhalten. Das bis jetzt durch einen Investmentmix von Freunden, Familie, Business Angels und der ZKB getragene Unternehmen hat soeben eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Rund drei Millionen Franken sind laut Firmenblog von bestehenden und neuen Investoren eingebracht worden.
Das Geld soll primär in den Ausbau der Marketing- und Salesaktivitäten fliessen. Ausserdem bereitet Kooaba, dessen zehnköpfiges Team in Zürich arbeitet, einen Markteintritt in Nordamerika vor. » weiterlesen
Auftakt zur neuen Serie auf Startwerk – Bootstrapping oder: Wie gründet man ein Unternehmen ohne viel Geld?
Ebenso wie der berühmte Baron sich an den eigenen Stiefelriemen aus dem Sumpf zieht, lassen sich Startups aus eigenen Mitteln gründen – so die Idee von Bootstrapping. Positiv formuliert ist Bootstrapping eine Methode, mit der sich auch ohne viel Abhänigkeit von Investoren ein Unternehmen aufbauen lässt.
Wenn man es nicht idealisiert, heisst es aber auch: Erst einmal ohne Lohn auskommen müssen, mit knappen Ressourcen wirtschaften und sich beim Geldausgeben in Askese üben. Das eigene Geld der Gründer muss zuerst herhalten und imm sogenannten “valley of death” die Firma über Wasser halten. Später wird hauptsächlich durch interne Cash-Flows weiterentwickelt. Das ist auch ein Trade-off. Zwar verliert man keine Zeit mit der Suche nach Investoren und dem dazugehörigen Klinkenputzen, dafür beansprucht das Finden von Sonderangeboten und kreativen Möglichkeiten zum Geldsparen seine Zeit.
Bootstrapping ist in verschiedenen Szenarien eine gute Idee. Zum einen, wenn man selbst finanzieren, kein Eigenkapital aufgeben und sich keinen Wachstumszwang aufbürden will. » weiterlesen
Viele Startups wissen zu Beginn noch nicht so genau, wohin die Reise gehen soll. Das muss kein Nachteil sein – siehe Beispiele.
Wirklich niemand hatte das kommen sehen können: Caterina Fake und Stewart Butterfield programmierten 2002 ein originelles, aber letztlich nebensächliches Feature für ihr Onlinerollenspiel Game Neverending. Und legten damit die Grundlage für ein Unternehmen, das sie später für einen zweistelligen Millionenbetrag verkaufen konnten.
Game Neverending war ein browserbasiertes, nie sonderlich populäres Spiel, in dem Crafting gross geschrieben wurde – das Basteln von Objekten in der Spielwelt. Die neue Flashapplikation im Spiel sollte es erlauben, zunächst Spielobjekte, später auch Bilder auszutauschen, indem man sie per drag-and-drop in ein Chatfenster zog. Den Spielern gefiel dieses Feature bald besser als das Spiel selbst – worauf sich die Gründer entschieden, eine Webseite für Fotosharing zu lancieren. Der Rest ist Geschichte, zwei Jahre später wurde Flickr von Yahoo gekauft. » weiterlesen
Was für Literatur in den Gründerrucksack gehört. 16 empfohlene Bücher für Unternehmer.
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Lässt sich das Unternehmerhandwerk aus Büchern lernen? Bestimmt nicht nur, aber Anregungen und frische Konzepte sind etwas, das die Lektüre auf jeden Fall bereit hält. Wir haben darum eine (unvollständige) Literaturliste zusammengestellt, basierend auf eigenen Leseerfahrungen und Empfehlungen aus dem Web, gegliedert nach den wichtigsten Themen für Jungunternehmer.
Geschäftsmodelle & Co.
Rework (Affiliate-Link) : Die 37Signals-Gründer Jason Fried und David Hansson erklären die Philosophie hinter ihrem Unternehmen – verteiltes Arbeiten, schlanke Strukturen, unternehmerischen Ballast über Bord werfen, Kernprodukte: Dreh- und Angelpunkt des Buchs ist sparsames Gründen. Viele der Themen lassen sich auch in früheren Einträgen aus dem Firmenblog nachlesen. » weiterlesen
Für seine Freizeitaktivitäten-Plattform wildert das Berner Startup Gonnado in den Revieren zahlreicher Netzwerke und Online-Dienste.
Wer sich im Moment auf die Gonnado-Website begibt, bekommt bloss eine Beta-Anmeldung zu sehen. Erst ab dem 12. August wird die Plattform für die breitere Öffentlichkeit zugänglich sein. Pech für die Besucher, die aufgrund eines der zahlreichen Medienberichte zurzeit auf die Seite kommen.
Bis hin zu 20 Minuten und der Sonntagszeitung haben diverse Medien nämlich bereits über Gonnado berichtet. Der Buzz kommt etwas zu früh, muss auch Gründer und CEO Samuel Mäder zugeben. » weiterlesen
Das Produkt ist bereit, die erste Pressemitteilung verschickt – und nichts passiert. Erfahrungen mit fehlender Sichtbarkeit.
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In der Wahrnehmung des eigenen Produkts neigt man dazu, dessen Eindruck auf potentielle Kunden zu überschätzen. Die erhoffte Nachfrage bleibt oft nicht nur hinter den Erwartungen zurück sondern dümpelt überhaupt vor sich hin – trotz etwa guter Berichterstattung. Die Chrometa-Gründer haben genau das erlebt.
Das im Bootstrapping aufgezogene Startup aus Sacramento stellte fest, dass der überbevölkerte Markt der Zeiterfassung-Tools schwierig zu bearbeiten war. Im März 2009 stand die erste verkaufsbereite Version ihrer Applikation bereit. Die versandte Pressemitteilung blieb schlicht ohne Resonanz. Dabei hatte man ein gutes Produkt parat, das auch bald entsprechende Reviews einsackte.
Wie weiter? » weiterlesen
Der Proof-of-Concept ist gemacht, das technische Know-How wäre vorhanden – wo bleiben die Schweizer Farmvilles?
Social Games sind längst kein Geheimtipp mehr – Fallbeispiele von erfolgreichen Startups gibt es inzwischen einige. Die grössten: Playfish, das von Kristian Segerstrale 2007 in London gegründet wurde und Mark Pincus’ Zynga, im selben Jahr in San Francisco gestartet. Spätenstens seit dem gewaltigen Investment von Google in Zynga vor wenigen Tagen muss man kein Trendguru mehr sein, um das Marktpotential der Spiele zu erkennen.
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Tatsächlich kann schon ein Blick in den eigenen Bekanntenkreis aufschlussreich sein, der das Erfolgsrezept der Social Games aufzeigt:
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Der Hub Zürich soll ein Coworking Space für soziales Unternehmertum werden. Die Gründer setzen für den Aufbau auf Crowdfunding und Freiwilligenarbeit.
Gerade hat Social Entrepreneurship mit einer neuen Förderinitiative einen Boost erhalten. Aber auch sonst kommt Bewegung in die Szene: Am Donnerstag luden die Gründer des Zürcher Hubs Interessierte für einen Augenschein ein, Co-Creating the Hub war das Thema. Das Hub-Team stellte seine Idee vor, nämlich einen Coworking Space für Social Entrepreneurship und NGO-Arbeit zu lancieren und präsentierte den Plan, diesen bis Anfang 2011 auf die Schienen zu bringen.
Der Abend fand dort statt, wo der Raum später auch beheimatet sein soll, an der Adresse “im Viadukt C” der frisch eröffneten Viaduktmeile im Kreis 5.
Co-Creating ist dabei wirklich Programm: In den kommenden Monaten wollen die Gründer um Michel Bachmann das von den Innenarchitekten von Conceptual Devices designte Interieur zusammen mit den späteren Nutzern selber bauen. Ab August soll dieses Co-Werken starten. Auf einem grossen Poster konnte man sich für freiwillige Mitarbeit eintragen oder angeben, was man sonst beisteuern kann – von Bauholz bis hin zu Grünpflanzen. » weiterlesen
Verteiltes Arbeiten wird immer einfacher. Das verleitet zum Schluss, Teams könnten über die Distanz genauso gut funktionieren wie vor Ort.
Dass Startups oft als Nebenjob anfangen, sagt nichts gegen ihre Erfolgschancen. Gerade für Garagenstartups, die als Zweitbeschäftigung der Gründer ihren Anfang nehmen ist eines typisch: Ein befreundetes Team, das viel Wert darauf legt, einen gemeinsamen Arbeitplatz zu haben.
Das ist der Kern einer Haltung, die sich auch darin ausdrückt, zusätzliche Teammitglieder später am gleichen Ort einzuquartieren.
Ist das ein Erfolgsfaktor? » weiterlesen
“Bei uns steht der Kunde im Zentrum” – Aussagen zur Firmenkultur sind oft leere Platitüden. Woran erkennt man eine echte Kultur?
Die Frage nach der Firmenkultur löst meist reflexhaftes Gähnen aus. Kein Wunder, ist sie doch die Domäne der PR-Abteilungen und taucht – gerade bei grösseren Firmen – meist nur in der Repräsentation nach aussen und in Stellenangeboten auf. Sieht man sich im Web nach Firmenkultur-Beispielen um, findet man entweder Management-Ratgeber oder Mission Statements mit den immer gleichen Themen.
Für die meisten ist die Firmenkultur ein Aushängeschild, eine Art Beiwerk, das man sich leistet, weil es eben dazugehört. In der Mehrzahl der Unternehmen kommen darum bei der Nachfrage auch nur Platitüden heraus – Phrasen, die wenig aussagen und sich nicht in der Realität niederschlagen. Mehr als ein Lippenbekenntnis ist eine Kultur selten. » weiterlesen