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Alle 175 Artikel von Gastautor auf startwerk.ch:

Kundenansprache und Marketing:
So ist Newsletter-Versand legal

Newsletter sind eine preisgünstige Möglichkeit zur Kundenansprache. Beim Versand muss aber die Gesetzeslage beachtet werden – unser Gastautor gibt im aktuellen Rechtstipp einen Überblick.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Rechtstipps für Startups, von Martin Steiger

Rechtstipps für Startups, von Martin Steiger

Wann sind Newsletter Spam und damit unlauterer Wettbewerb? Die aktuelle Leserfrage dreht sich um die rechtlichen Fragen, die bei Massenmailings beachtet werden sollten.

«Wie ist die Rechtslage in der Schweiz beim Versand von Newslettern? Wer genau darf angeschrieben werden und wo ist das geregelt?»

Seit dem 1. April 2007 regelt in der Schweiz das Lauterkeitsgesetz (Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG) in Artikel 3 Buchstabe o ausdrücklich den Massenversand von Werbung per E-Mail. Diese Regelung ist auch beim Versand von Newslettern zu beachten.

Der Massenversand von E-Mail ist unter folgenden drei Bedingungen erlaubt: » weiterlesen

Schnellere Produktentwicklung:
Ein Hoch auf die gute alte 80-20-Regel

Designst du noch oder verkaufst du schon? Unser Gastautor plädiert für schnellere Produktentwicklung und dafür, es früher am Markt zu versuchen.

Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch

In meinem Februar-Post habe ich unsere erste grosse Investitionsentscheidung kritisch hinterfragt. Unter anderem habe ich bemängelt, dass wir der Qualität unserer Dienstleistung eine zu grosse Bedeutung beigemessen und dabei die Vermarktung vernachlässigt haben.

Kurz zur Vorgeschichte: Im Rahmen unseres Strategieprozesses 2009 haben wir unsere Dienstleistung in zahlreiche Komponenten zerlegt, wie beispielsweise Sortiment, Logistik, Produktdarstellung und machten uns zum Ziel, in diesen Disziplinen „excellence“ zu erreichen. Entsprechend arbeiteten wir in den folgenden Monaten fast ausschliesslich an diesen Themen. Wir taten dies guten Gewissens, obschon nur wenig Zeit für die Vermarktung unserer Dienstleistung blieb. Einfach weil wir überzeugt waren, dass die Verkäufe praktisch von alleine kommen würden, wenn wir erst einmal das „perfekte Angebot“ hätten. In diesem Sinne hielten wir diese Vorgehensweise für absolut richtig und hatten eine gute Ausrede nicht verkaufen zu müssen.

Gefährlicher Perfektionismus

Wieso „Ausrede“? Was ist falsch daran, wenn man zunächst sein Angebot perfektioniert, bevor man es vermarktet? » weiterlesen

Unternehmensgründung:
Die passende Rechtsform

Wozu ist eine formelle Gründung gut und was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen? Unser Gastautor gibt im aktuellen Rechtstipp einen Überblick.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Martin Steigers Rechtstipp

Martin Steigers Rechtstipp

Die aktuelle Leserfrage dreht sich um die erste Entscheidung, die ein angehendes Startup treffen muss – nämlich mit welcher Rechtsform man gründet:

«Wann eine GmbH oder AG gründen und wieso: Wieso muss ich überhaupt als Web-Startup eine Firma gründen, wenn ich ohnehin für die ersten paar Monate oder Jahre keinen Gewinn machen werde?»

Für die Gründung eines Unternehmens ist es in der Schweiz aus rechtlicher Sicht nicht notwendig, von Anfang an die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zu wählen. Auch ohne formelle Gründung kann man als Unternehmer geschäftlich tätig sein. Die entscheidende Frage für Jungunternehmer lautet aber:

Können sich die Gründer leisten, mit ihrem gesamten Privatvermögen für etwaige Forderungen gegen ihr Unternehmen zu haften oder möchten sie ihr Risiko als Unternehmer beschränken? » weiterlesen

Going to market:
Soft-Launch vor Big Bang

Die Alternative dazu, im stillen Kämmerchen ein Produkt zu bauen das den Kunden irgendwann vor die Nase gesetzt wird: der Soft Launch. Unser Gastautor erklärt die Vorteile des schrittweisen Rollouts.

von Marcus Kuhn, Gründer connex.io

Marcus Kuhn über die Vorteil eines Soft-Launch

Marcus Kuhn über die Vorteil eines Soft-Launch

Nachdem wir Ende März wussten, dass unser Produkt technisch funktioniert – wir konnten das mit Tests verifizieren – ging es in die nächste Phase: Wir mussten herausfinden ob es auch für unsere Kunden funktioniert, ob es nutzbar ist und ob es deren Probleme wie geplant löst.

Um dies herauszufinden sind wir aktuell in einer Soft-Launch-Phase. Wir laden täglich zwei bis drei Interessenten (wir sammeln seit dem ersten Tag die E-Mail-Adressen von Leuten, welche an unserem Produkt interessiert sind) dazu ein unser Produkt zu nutzen.

Diese Nutzer erhalten Zugang zu unserer Webapp und können sie uneingeschränkt nutzen. Im Gegenzug hoffen wir auf die Bereitschaft, uns mit Feedback auszuhelfen (Interessiert daran Tester zu werden? Anmeldung auf unserer Website). Unser Ziel ist es, herauszufinden ob unser Interface funktioniert, ob der Service tut was er soll und eben, ob die Adressbuch-Probleme unserer Kunden auch wirklich gelöst werden. » weiterlesen

Recruiting:
So holt man die richtigen
Mitarbeiter ins Startup

Je nach gesuchtem Mitarbeiter lohnt eine andere Recruitingstrategie. Unser Gastautor rät auch zu ungewöhnlichen Methoden.

von Paul Morgenthaler, Gründer von pauls way

Paul Morgenthaler

Zu kaum einem Thema gehen die Meinungen bei Startup-Unternehmern so weit auseinander wie beim Recruiting.

Während für die einen die höchsten High Potentials gerade gut genug sind, machen sich andere auf die Suche nach dem „ungeschliffenen Rohdiamanten“, der „an seinen Aufgaben wachsen“ soll.

Überflieger oder Underdog – welche Strategie ist die richtige?

Sich diese Frage überhaupt zu stellen, ist bereits der erste Schritt zu einem effektiven Recruiting. Viel zu viele Startups gehen nämlich absolut unsystematisch an das Thema Mitarbeitergewinnung heran und überlassen es oft dem Zufall.

Denn der größte Fehler, den ein Startup begehen kann, ist „Hiring for convenience“ – also den nächstbesten Bewerber einzustellen, der gerade verfügbar ist – nur weil man gerade schnell jemand für eine bestimmte Aufgabe braucht. » weiterlesen

Flaschenpost Diary:
The Entrepreneurial Rollercoaster

In seinem aktuellen Diary ruft Dominic Blaesi wieder einmal in Erinnerung, warum man Unternehmer sein sollte: Es ist noch besser als Achterbahnfahren.

Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost

Dominic Blaesi“Wie ist es eigentlich so als Startup-Unternehmer?” Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Beispielsweise aus reiner Neugier von Leuten, die in einem Grosskonzern arbeiten und sich überhaupt nicht vorstellen können, selbständig zu sein oder aus konkretem Anlass von Personen, die eine Geschäftsidee haben und mit dem Gedanken spielen, diese zu realisieren oder von Studenten, deren Traum es ist, einmal ein eigenes Unternehmen zu gründen.

The Entrepreneurial Rollercoaster” ist ein cooler Kurzfilm von David Hauser, der die Antwort auf diese Frage pointiert zusammenfasst: das Leben eines Startup-Unternehmers gleicht einer Achterbahn!

Der Animationsfilm beginnt mit der Feststellung, dass Unternehmer – entgegen einer weit verbreiteten Meinung – nicht per se risikofreudig sind, sondern versuchen, Risiken immer wohlüberlegt einzugehen. “Wohlüberlegt” ist allerdings ein subjektiver Begriff und so wird bei der ersten Station der im Film dargestellten Achterbahn (“Uninformed Optimism”) klar, dass Entrepreneurs objektiv betrachtet vermutlich dennoch überdurchschnittliche Risiken eingehen, weil sie diese aufgrund ihres überschwänglichen Optimismus und beseelt vom Drang, die eigene Idee zu realisieren, tendenziell unterschätzen.

Je grösser und unbegründeter der anfängliche Optimismus, desto böser kann das Erwachen sein. Die meisten Gründer – so auch wir – werden nach einer ersten Anfangseuphorie mit der Realität konfrontiert.

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connex.io:
Lean Startup in der Praxis

In seinem Diary berichtet Marcus Kuhn diesen Monat von der Umsetzung des “Lean Startup Konzepts” bei connex.io

von Marcus Kuhn, Gründer connex.io

Marcus Kuhn zu Lean Startups

Marcus Kuhn zu Lean Startups

Lean Startup ist der letzte Schrei in der US Startup Szene und so langsam schwappt das Konzept auch auf unsere Seite des Atlantiks über. Obwohl der Name es vermuten lassen würde, geht es bei Lean Startup nicht darum, eine möglichst kleine, schlanke Unternehmung aufzubauen, sondern darum, Ideen so schnell als möglich zu validieren um die Verschwendung von Ressourcen zu minimieren.

Hierzu gibt es verschiedenste Ansätze und Leute mit einigem mehr Wissen die darüber geschrieben haben. So finden sich beispielsweise auf Eric Ries’s Blog oder Hiten Shah’s Twitter Account zusätzliche Informationen.

In diesem Post schreibe ich darüber wie wir uns bei connex.io daran gemacht haben, die Lean Startup Prozesse zu nutzen und wie wir sie stellenweise implementiert haben.

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Recht für Startups:
Arbeitsvertrag

Um jemanden einzustellen reicht ein Handschlag. Doch ein unzureichender Arbeitsvertrag kann zu einem bösen Erwachen führen. Unser Rechtstipp zeigt die wichtigsten Punkte auf.

Von Martin Steiger, Rechtsanwalt

«Durch den Einzelarbeitsvertrag verpflichtet sich der Arbeitnehmer auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienst des Arbeitgebers und dieser zur Entrichtung eines Lohnes […]» – so der einschlägige Absatz 1 von Artikel 319 im schweizerischen Obligationenrecht (OR). Ein solcher Arbeitsvertrag kann grundsätzlich formlos abgeschlossen werden, das heisst beispielsweise mündlich oder schriftlich sowie online oder offline. Relevant für das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages ist gemäss den allgemeinen Bestimmungen des OR, dass die erforderlichen übereinstimmenden gegenseitigen Willensäusserungen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausdrücklich oder stillschweigend in allen wesentlichen Punkten erfolgt sind. Wesentlich sind insbesondere die Bezeichnung der Vertragsparteien, der Vertragsbeginn, das Pflichtenheft des Arbeitnehmers, der Arbeitsort, die Arbeitszeit und der Lohn.

Empfehlenswert: Schriftlicher Arbeitsvertrag » weiterlesen

Networking:
So holt man externe Fachleute ins eigene Startup

Ob als fixe Erweiterung des Teams oder zur kurzfristigen Wissenserweiterung: Es gibt immer Leute, die ins eigene Startup passen würden. Manuel Reinhard erklärt, wie man sie an Bord holt.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Manuel ReinhardUngeachtet dessen, wie gut das Team eines Startups ist, es werden immer wieder Situationen auftauchen, in welchen man die Grenzen des eigenen Know-Hows oder Erfahrungsschatzes erreicht. Vielleicht fehlt es den Gründern an grundsätzlichem Wissen in einem notwendigen Teilbereich oder man würde einfach gerne fokussierte Drittmeinungen von Experten beiziehen. Dies ist keine Schande, denn es ist durchaus als Stärke zu rechnen, sich der eigenen Schwächen bewusst zu sein. Und Schwächen hat jedes Gründerteam.

So natürlich auch wir. Um unser Wissen im Bereich Marketing, auszubauen, haben wir eine ausgewiesene Fachkraft aus der Branche als externen Berater an Bord geholt. Dass dies gelingen konnte, schreiben wir folgenden vier Vorgehensweisen zu:

1. Geh offen mit deiner Idee und deren Umsetzungsstand um
Wir haben uns angewöhnt, jede Möglichkeit zu nutzen, Personen, die Erfahrungen in unserem Geschäftsfeld oder mit unserem Kundenzweig haben, unser Projekt vorzustellen. Man weiss nie, wo ein Kontakt hergestellt werden kann, der später einmal hilfreich ist – sei es in der Kundenvermittlung oder auch als Fachperson innerhalb des eigenen Teams. Dabei bringt es auch nichts, Scheu vor Konkurrenten zu haben. Wenn das eigene Produkt gut ist, wird die Konkurrenz früher oder später sowieso aufmerksam.

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Unternehmenskultur:
Vorleben statt aufschreiben!

Richtige gehandhabte Unternehmenskultur ist ein Führungsinstrument, gerade auch für Startups. Dazu gehört vor allem Konsequenz vonseiten der Gründer, meint unser Gastautor.

von Paul Morgenthaler, Gründer von pauls way

Unternehmenskultur: Paul Morgenthaler

Unternehmenskultur: Paul Morgenthaler

Gründer müssen sich beim Aufbau eines Unternehmens um so vieles gleichzeitig kümmern, dass Themen wie Kultur oft zweitrangig scheinen. Spricht man jedoch mit erfahrenen Unternehmern, hört man immer wieder, dass gerade die richtige Unternehmenskultur ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.

Heissluftrhetorik bringt nichts

Erfolgreiche Unternehmer wissen, dass sich hinter dem Begriff „Unternehmenskultur“ keine wolkigen Sprüche verbergen, sondern dass Kultur ein Mittel ist, ihr Unternehmen nachhaltig effektiv zu führen. Wer eine Kultur hat, kann eine Ansammlung von Individuen in ein schlagkräftiges Team formen, das im Sinne des Unternehmens an einem Strang zieht.

Die Frage ist nicht, ob ein junges Unternehmen eine Kultur braucht, sondern welche Kultur die richtige ist und wie man sie als Gründer formen kann. » weiterlesen