Gastautor

 

Alle 182 Artikel von Gastautor auf startwerk.ch:

Erfolgsmeldungen von Startups:
Warum viele Gründer
an Schauspieler erinnern

Startup-Gründer berichten gerne über ihre Fortschritte und Erfolge – auch wenn es gar nicht gut läuft. Manchmal offenbaren sie sich im Nachhinein – wie Color-Gründer Bill Nguyen.

Foto: Flickr/vancouverfilmschool, CC-LizenzGründer von Internet-Startups erinnern mich manchmal an Schauspieler. Ungeachtet der tatsächlichen Entwicklung ihres Projektes geben sie im Kontakt mit Außenstehenden (wie z.B. Tech-Bloggern) stets vor, dass alles nach Plan läuft und dass sämtliche wichtigen Kennzahlen nach oben zeigen.

Als Substitut für harte Fakten zu Mitgliederwachstum und Umsatz/Gewinn, die ungern kommuniziert werden, lassen sich Jungunternehmer mit gerade lancierten Webdiensten abgesehen von allgemeinen Erfolgsbekundigungen (“it’s awesome”) zumeist maximal nichtssagende Statistiken und relative Prozentwerte “entlocken”. Wobei sie natürlich selbst wissen, dass “monatliche Verdopplung der Userzahlen” oder “200 prozentige Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr” keine wirkliche Aussagekraft besitzt.

Wie es tatsächlich in der Gründer-Seele aussieht und inwieweit der Launch eines Dienstes die Erwartungen erfüllt hat, ist für externe Beobachter in der ersten Phase schwer zu erfahren.

» Weiterlesen auf netzwertig.com

Creative Reframing (1 von 2):
Wie man bahnbrechende Ideen findet

Zur Suche nach innovativen Startup-Ideen wird oft Out-Of-The-Box-Denken als Schlagwort genannt – doch wie geht man da systematisch vor?

von Bernhard Schindlholzer, Gründer von Userfeedback

Etablierte Unternehmen schaffen es oft nicht, neue Produkte oder Märkte zu identifizieren. Das beste Beispiel ist die Musikindustrie, die angesichts neuer Technologien nicht in der Lage ist, diese wirtschaftlich relevant zu nutzen. Stattdessen fällt diese Rolle Jungunternehmen zu, von Napster im Jahr 2000 bis zu Spotify oder turntable.fm. Diese gestalten mit frischen Ideen den Markt komplett neu.

Woran liegt es, dass vor allem kleine Unternehmen disruptive Ideen entwickeln, während etablierte Unternehmen anscheinend nicht in der Lage sind, Ideen mit einem ähnlichen Innovationsgrad zu entwickeln?  » weiterlesen

Recht für Startups:
Kosten bei der Gründung

AG, GmbH, gründen mit oder ohne Sacheinlage – was für Kosten fallen da an? Unser Gastautor erklärt, womit man rechnen muss.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Rechtstipps für Startups

Rechtstipps für Startups

Wieviel Geld man für eine Firmengründung in die Hand nehmen muss, darum dreht sich unsere neueste Leserfrage:

«Gründung einer AG oder GmbH: was sind die Kosten, wie hoch ist der Aufwand, was sind die späteren Konsequenzen und gibt es für die Führung der AG teure Vorschriften, die viel Geld kosten, da man Experten benötigt?»

Die Kosten der Gründung einer Kapitalgesellschaft wie einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) lässt sich nicht pauschal benennen. Die Gründungskosten hängen von zahlreichen Faktoren ab. Beratung durch Fachpersonen und die Höhe des Aktien- beziehungsweise Stammkapitals können zu einer erheblichen Steigerung der Gründungskosten führen.

Die Kosten für die Gründung einer AG oder GmbH unterscheiden sich, abgesehen vom notwendigen Gründungskapital, nicht erheblich. Bei der Bargründung einer Kapitalgesellschaft mit Minimalkapital – 100’000 Franken für eine AG und 20’000 Franken für eine GmbH –, fallen insbesondere folgende Kosten an:  » weiterlesen

Hürden der Finanzierung:
Der Sprung in die nächste Phase

«Kredit abgelehnt»: Unser Gastautor berichtet von den Schwierigkeiten, Finanzierung aufzutreiben und dem Identifizieren der eigenen Ziele.

Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch

Startup-Tagebuch: Dominic Blaesi

Startup-Tagebuch: Dominic Blaesi

Wir schreiben das Jahr 2010. Flaschenpost ist seit knapp drei Jahren unterwegs. In dieser Zeit hat sich das Geschäft sehr erfreulich entwickelt – Status «promising».

Doch vielversprechend bedeutet noch lange nicht geschafft. Angesichts dieser Tatsache entschlossen sich Renzo und ich damals, eine Zwischenbilanz zu ziehen, unsere aktuelle Unternehmenssituation genau zu analysieren und einen Businessplan für die nächsten drei Jahre zu erstellen (bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir lediglich mit einer Sammlung von «back-of-the-envelope» Berechnungen gearbeitet).

Neben verschiedenen wertvollen Einsichten war die wichtigste Erkenntnis unserer Standortbestimmung, dass wir noch einmal finanzielle Mittel brauchen, um den Durchbruch schaffen zu können. » weiterlesen

Professionelle Buchhaltung für Startups:
Je früher, desto besser.

Wer ein Startup gründet, wird getrieben vom Feuer für sein Produkt – die Buchhaltung kann da rasch zur mühsamen Bürokratie werden. Sie früh auszulagern spart darum eine Menge Nerven.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Startup-Tagebuch: Manuel Reinhard

Startup-Tagebuch: Manuel Reinhard

Eigentlich hätten wir es eher merken müssen. Schliesslich sass ich im Publikum, als Memonic-Gründer Dorian Selz an der FOWA in London seine Präsentation «24 Hints to Build a Super Lean Startup» gegeben hat. Punkt 4 lautete: Besorg dir einen professionellen Buchhalter. Und zwar schon in einer frühen Phase des Startups, bevor es viel Geld kostet, das sonst entstehende Chaos wieder zu ordnen.

Nun, als wir unsere GmbH gründeten, hatten wir andere Prioritäten im Kopf. » weiterlesen

MySwissChocolate:
E-Commerce-Startups und
die Tücken des Exportgeschäfts

Zoll, Gebühren, Währungskrise: Unser Gastautor gibt einen Einblick in die Alltagsschwierigkeiten exportorientierter Unternehmen.

von Sven Beichler, Gründer mySwissChocolate.ch

Startup-Tagebuch: Sven Beichler

Startup-Tagebuch: Sven Beichler

Hätten wir bei unseren ersten Ideen zu mySwissChocolate bereits um die Widrigkeiten des Schweizer Exportgeschäfts gewusst, wir hätten die Idee vielleicht gar nicht weiter verfolgt.

Zusammengenommen schaffen Schweizer Exportrestriktionen und die momentanen Währungsturbulenzen keine einfachen Bedingungen für exportorientierte Startups. Bei nahezu 40 Prozent Exportanteil (je nach Saison sogar gegen 50 Prozent) weht uns in dieser Zeit ein kalter Wind entgegen.

Das Zollthema 

» weiterlesen

Tools & Services für Startups:
Produktivität optimieren

Im aktuellen Startup-Tagebuch empfiehlt unser Gastautor vier Tools, die bei der Entwicklung seines Webstartups im täglichen Einsatz sind.

von Marcus Kuhn, Gründer connex.io

Startup-Tagebuch: Marcus Kuhn, connex.io

Startup-Tagebuch: Marcus Kuhn, connex.io

Für uns als Startup ist es wichtig, Tools einzusetzen, welche uns helfen so produktiv wie möglich zu sein. Unsere Ressourcen sind limitiert und deshalb gibt es keinen Spielraum um Zeit zu verschwenden. Ich möchte hier meine Erfahrungen teilen um anderen die Suche nach den richtigen Tools zu erleichtern.

An dieser Stelle habe ich bereits zuvor einmal über die Hilfsmittel geschrieben, welche wir einsetzen um über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Einige der Tools, wie z.B. Dropbox oder Github sind bei uns nach wie vor im Einsatz, andere wurden abgelöst und neue sind hinzugekommen um neu entstandene Bedürfnisse abzudecken. Hier eine Übersicht unseres aktuellen Setups:
» weiterlesen

Startup-Glaubenssätze:
“Es gibt kein Risiko beim Gründen”

Um erfolgreich ein Startup zu gründen, bedarf es nicht unbedingt Millionen an Risikokapital und umfangreiche Businesspläne. Ein alternativer Ansatz erfordert nicht nur weniger Mittel, sondern beinhaltet im Prinzip keinerlei Risiko.

Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp (“Startup-Gründung in drei Tagen”).

In der deutschsprachigen Startup-Szene gibt es verschiedene Philosophien zum Gründen. Die Vertreter des „bigger is better“-Ansatzes sammeln Millionen an Venture Kapital ein und gründen Unternehmen zum Verkauf.

Über diese Investitionen und Deals wird häufig berichtet. So denken viele unerfahrene Gründungsinteressierte auch direkt, dass das Gründen eines Unternehmens mit dem Schreiben eines Businessplans und der Suche nach einer Finanzierung beginnt. Vor diesem Hintergrund scheuen viele das (finanzielle) Risiko beim Gründen und die Statistiken darüber, wie viele Unternehmen fünf Jahre nach Gründung noch existieren, nehmen ihnen den letzten Mut. » weiterlesen bei netzwertig.com

Unternehmen und ihre Unterlagen:
Die vernachlässigte Aufbewahrungspflicht

Wer Geschäftsunterlagen nicht vorschriftsmässig aufbewahrt, handelt sich vielleicht grosse Schwierigkeiten ein. Unser Gastautor erklärt, worauf Startups achten sollten.

Gastbeitrag von Martin Steiger, Rechtsanwalt

Rechtstipps für Startups

Rechtstipps für Startups

In der Schweiz unterliegen Unternehmen einer handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen. Diese Aufbewahrungspflicht wird erfahrungsgemäss von vielen kleinen und mittleren Unternehmen, gerade auch Startups, vernachlässigt.

Welche Unternehmen unterliegen der Aufbewahrungspflicht? 

Die Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen besteht einerseits handelsrechtlich für Unternehmen, die zum Eintrag ins Handelsregister verpflichtet sind. Dazu zählen insbesondere Aktiengesellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), aber unter bestimmten Umständen auch Einzelunternehmer. » weiterlesen

Maximaler Ertrag vs. Moral:
Warum man seinen Werten
treu bleiben sollte

Wenn persönliche Werte und entgegengesetzte Kundenanliegen kollidieren – ein Plädoyer für mehr Mut zur Moral.

von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark

Startup-Tagebuch: Manuel Reinhard

Startup-Tagebuch: Manuel Reinhard

Ich habe mich sehr gefreut, den Artikel von Gastautor-Kollege Dominic Blaesi über den Wert von Werten zu lesen. Allzu oft kriege ich nämlich den Eindruck, dass im Geschäftsleben persönliche Werte zu Gunsten höherer Einnahmen eingetauscht werden. Nicht nur unter Erfolgsdruck stehende Startup-Gründer werden Opfer dieser Verlockung.

Noch gut im Erinnerung ist mir ein Radio-Interview vom Februar dieses Jahres, in welchem die Geschäftsführerin einer bekannten Schweizer Werbeagentur behauptete, noch nie mit einem Auftrag an die moralischen oder ethischen Grenzen ihrer Firma gestossen zu sein und sich auch keine konkreten Fälle vorstellen könne, bei welchen dies der Fall wäre. Dies mit einem Portfolio, welches mit Alkohol, Zigaretten und Kleinkrediten auch umstrittene Werbeinhalte enthält.

Für ein Startup scheinen mir solche Aussagen unangebracht, ja geradezu tödlich für die Glaubwürdigkeit.  » weiterlesen