Alle 36 Artikel zum Thema Startup-Tagebuch auf startwerk.ch:
Unser Gastautor schreibt über seine grössten Fehler, Erfolge, welche Steine die Konkurrenz seinem Startup in den Weg legt.
von Sven Beichler, Gründer mySwissChocolate.ch
Sven Beichler
Wir waren ganz schön erleichtert: Beim Thema
Tücken des Exportgeschäfts lautet die frohe Botschaft, dass sich die Schweiz mit Deutschland (pardon der EU) auf eine Verlängerung der bestehenden Übergangsregelung bis mindestens 2013 – voraussichtlich 2016 – geeinigt hat.
Dies nicht in allen Fällen, aber es ist trotzdem eine vorläufige Entwarnung für unser eigenes Geschäftsmodell (Details dazu gerne auf Anfrage, was hier den Rahmen sprengen würde.) Das heisst, wir können weiterhin unsere Schoggitafeln in die weite Welt exportieren.
Hier im Rückblick die Fehler, Widerstände und Erfolge der letzten 18 Monate.
Die Fehler » weiterlesen
«Kredit abgelehnt»: Unser Gastautor berichtet von den Schwierigkeiten, Finanzierung aufzutreiben und dem Identifizieren der eigenen Ziele.
Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch
Wir schreiben das Jahr 2010. Flaschenpost ist seit knapp drei Jahren unterwegs. In dieser Zeit hat sich das Geschäft sehr erfreulich entwickelt – Status «promising».
Doch vielversprechend bedeutet noch lange nicht geschafft. Angesichts dieser Tatsache entschlossen sich Renzo und ich damals, eine Zwischenbilanz zu ziehen, unsere aktuelle Unternehmenssituation genau zu analysieren und einen Businessplan für die nächsten drei Jahre zu erstellen (bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir lediglich mit einer Sammlung von «back-of-the-envelope» Berechnungen gearbeitet).
Neben verschiedenen wertvollen Einsichten war die wichtigste Erkenntnis unserer Standortbestimmung, dass wir noch einmal finanzielle Mittel brauchen, um den Durchbruch schaffen zu können. » weiterlesen
Zoll, Gebühren, Währungskrise: Unser Gastautor gibt einen Einblick in die Alltagsschwierigkeiten exportorientierter Unternehmen.
von Sven Beichler, Gründer mySwissChocolate.ch
Hätten wir bei unseren ersten Ideen zu mySwissChocolate bereits um die Widrigkeiten des Schweizer Exportgeschäfts gewusst, wir hätten die Idee vielleicht gar nicht weiter verfolgt.
Zusammengenommen schaffen Schweizer Exportrestriktionen und die momentanen Währungsturbulenzen keine einfachen Bedingungen für exportorientierte Startups. Bei nahezu 40 Prozent Exportanteil (je nach Saison sogar gegen 50 Prozent) weht uns in dieser Zeit ein kalter Wind entgegen.
Das Zollthema
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Im aktuellen Startup-Tagebuch empfiehlt unser Gastautor vier Tools, die bei der Entwicklung seines Webstartups im täglichen Einsatz sind.
von Marcus Kuhn, Gründer connex.io
Für uns als Startup ist es wichtig, Tools einzusetzen, welche uns helfen so produktiv wie möglich zu sein. Unsere Ressourcen sind limitiert und deshalb gibt es keinen Spielraum um Zeit zu verschwenden. Ich möchte hier meine Erfahrungen teilen um anderen die Suche nach den richtigen Tools zu erleichtern.
An dieser Stelle habe ich bereits zuvor einmal über die Hilfsmittel geschrieben, welche wir einsetzen um über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Einige der Tools, wie z.B. Dropbox oder Github sind bei uns nach wie vor im Einsatz, andere wurden abgelöst und neue sind hinzugekommen um neu entstandene Bedürfnisse abzudecken. Hier eine Übersicht unseres aktuellen Setups:
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Wenn persönliche Werte und entgegengesetzte Kundenanliegen kollidieren – ein Plädoyer für mehr Mut zur Moral.
von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark
Ich habe mich sehr gefreut, den
Artikel von Gastautor-Kollege Dominic Blaesi über den Wert von Werten zu lesen. Allzu oft kriege ich nämlich den Eindruck, dass im Geschäftsleben persönliche Werte zu Gunsten höherer Einnahmen eingetauscht werden. Nicht nur unter Erfolgsdruck stehende Startup-Gründer werden Opfer dieser Verlockung.
Noch gut im Erinnerung ist mir ein Radio-Interview vom Februar dieses Jahres, in welchem die Geschäftsführerin einer bekannten Schweizer Werbeagentur behauptete, noch nie mit einem Auftrag an die moralischen oder ethischen Grenzen ihrer Firma gestossen zu sein und sich auch keine konkreten Fälle vorstellen könne, bei welchen dies der Fall wäre. Dies mit einem Portfolio, welches mit Alkohol, Zigaretten und Kleinkrediten auch umstrittene Werbeinhalte enthält.
Für ein Startup scheinen mir solche Aussagen unangebracht, ja geradezu tödlich für die Glaubwürdigkeit. » weiterlesen
Vertrauen und Ehrlichkeit sind auch für Startups wichtige Werte, gerade bei der Wahl geeigneter Geschäftspartner. Wenn sie fehlen, führt das unweigerlich zu Problemen.
Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch
In meinen bisherigen Artikeln habe ich von spezifischen, sachlichen Herausforderungen im Aufbau von Flaschenpost und unseren diesbezüglichen „lessons learned“ berichtet.
In diesem Post möchte ich ausnahmsweise einmal auf etwas „Emotionales“ zu sprechen kommen. Es geht um die Verletzung grundlegender Werthaltungen wie Ehrlichkeit, Verantwortung und Fairness, mit der Renzo und ich in den vergangenen Monaten ein paar Mal konfrontiert waren.
Alle „Erlebnisse“ liefen nach demselben Muster ab: Ausgangspunkt waren auf Dienstleistungsvereinbarungen basierende Geschäftsbeziehungen zwischen Flaschenpost und externen Partnerfirmen. Im Laufe der Zusammenarbeit passierten auf Seiten der Partner Fehler oder es wurden vereinbarte Leistungen nicht erbracht, was schliesslich zu (zum Teil substanziellen) Mehrkosten führte. » weiterlesen
Unternehmer-Kontakte knüpfen und den US-Markt kennen lernen: Im aktuellen Startup-Diary zieht unser Gastautor ein positives Fazit der venture leaders.
von Marcus Kuhn, Gründer connex.io
Als Startuper ist man oft allein. Es gibt allerdings zahlreiche Programme, welche einem hilfreich zur Seite stehen. Eines davon sind die vom
IFJ organisierte
venture leaders.
Mit connex.io hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit 18 anderen Jungunternehmern zehn Tage in Boston zu verbringen. Fazit: Unser Aufenthalt in Boston hatte viele positive Effekte und ich kann ihn jedem Startup nur empfehlen. Hier ein kurzer Überblick dazu, was wir getan haben uns was es mir und connex.io gebracht hat.
Ich möchte keine Liste mit den verschiedenen Events, die wir besucht haben, niederschreiben. Lieber gebe ich einen allgemeinen Überblick, was wir erlebt haben. » weiterlesen
Als Startup muss man, angesichts einer etablierten Konkurrenz, im Verkaufsgespräch besonders überzeugen können – drei Wege dazu.
von Manuel Reinhard, Gründer Ticketpark
Wir sind überzeugt davon, das in unserem Bereich einfachste und benutzerfreundlichste Produkt entwickelt zu haben. Dies den potentiellen Kunden zu vermitteln, ist aber eine ganz andere Sache. Zwei Herausforderungen stehen vor allem im Vordergrund:
Ein Startup hat zu Beginn keine nennenswerten Referenzen vorzuweisen. Wenn wir einen grösseren potentiellen Kunden angehen, müssen wir dort erst das Vertrauen gewinnen, dass wir die Fähigkeiten und Möglichkeiten haben, das Auftragsvolumen auch abzuwickeln. Zudem sieht unser Produkt Lösungsansätze vor, die dem Zielpublikum bisher noch nicht in dieser Weise bekannt sind. Im Verkauf gilt es daher, diese greifbar zu machen.
Mit drei Mitteln ist es uns bisher gelungen, trotzdem erfolgreich akquirieren zu können.
1. Das Produkt greifbar machen » weiterlesen
Designst du noch oder verkaufst du schon? Unser Gastautor plädiert für schnellere Produktentwicklung und dafür, es früher am Markt zu versuchen.
Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost.ch
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In meinem Februar-Post habe ich unsere erste grosse Investitionsentscheidung kritisch hinterfragt. Unter anderem habe ich bemängelt, dass wir der Qualität unserer Dienstleistung eine zu grosse Bedeutung beigemessen und dabei die Vermarktung vernachlässigt haben.
Kurz zur Vorgeschichte: Im Rahmen unseres Strategieprozesses 2009 haben wir unsere Dienstleistung in zahlreiche Komponenten zerlegt, wie beispielsweise Sortiment, Logistik, Produktdarstellung und machten uns zum Ziel, in diesen Disziplinen „excellence“ zu erreichen. Entsprechend arbeiteten wir in den folgenden Monaten fast ausschliesslich an diesen Themen. Wir taten dies guten Gewissens, obschon nur wenig Zeit für die Vermarktung unserer Dienstleistung blieb. Einfach weil wir überzeugt waren, dass die Verkäufe praktisch von alleine kommen würden, wenn wir erst einmal das „perfekte Angebot“ hätten. In diesem Sinne hielten wir diese Vorgehensweise für absolut richtig und hatten eine gute Ausrede nicht verkaufen zu müssen.
Gefährlicher Perfektionismus
Wieso „Ausrede“? Was ist falsch daran, wenn man zunächst sein Angebot perfektioniert, bevor man es vermarktet? » weiterlesen
In seinem aktuellen Diary ruft Dominic Blaesi wieder einmal in Erinnerung, warum man Unternehmer sein sollte: Es ist noch besser als Achterbahnfahren.
Von Dominic Blaesi, Gründer Flaschenpost
Dominic Blaesi
“Wie ist es eigentlich so als Startup-Unternehmer?” Das ist eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Beispielsweise aus reiner Neugier von Leuten, die in einem Grosskonzern arbeiten und sich überhaupt nicht vorstellen können, selbständig zu sein oder aus konkretem Anlass von Personen, die eine Geschäftsidee haben und mit dem Gedanken spielen, diese zu realisieren oder von Studenten, deren Traum es ist, einmal ein eigenes Unternehmen zu gründen.
“The Entrepreneurial Rollercoaster” ist ein cooler Kurzfilm von David Hauser, der die Antwort auf diese Frage pointiert zusammenfasst: das Leben eines Startup-Unternehmers gleicht einer Achterbahn!
Der Animationsfilm beginnt mit der Feststellung, dass Unternehmer – entgegen einer weit verbreiteten Meinung – nicht per se risikofreudig sind, sondern versuchen, Risiken immer wohlüberlegt einzugehen. “Wohlüberlegt” ist allerdings ein subjektiver Begriff und so wird bei der ersten Station der im Film dargestellten Achterbahn (“Uninformed Optimism”) klar, dass Entrepreneurs objektiv betrachtet vermutlich dennoch überdurchschnittliche Risiken eingehen, weil sie diese aufgrund ihres überschwänglichen Optimismus und beseelt vom Drang, die eigene Idee zu realisieren, tendenziell unterschätzen.
Je grösser und unbegründeter der anfängliche Optimismus, desto böser kann das Erwachen sein. Die meisten Gründer – so auch wir – werden nach einer ersten Anfangseuphorie mit der Realität konfrontiert.
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