Alle 4 Artikel zum Thema local.ch auf startwerk.ch:
Dorian Selz fasst zusammen, worüber er in seiner Blog-Serie über die Gründung eines skalierbaren Startups sinniert hat.
Dorian Selz, Nektoon
“Als unsere Ureltern aus dem Paradies vertrieben wurden, soll Adam zu Eva gesagt haben: Meine Liebe, wir leben in einer Zeit des Wandels.” (Inge 1929)
Vor einigen Monaten haben wir hier angefangen mit den Betrachtungen zum Aufbau eines skalierbaren Startups und dabei Unternehmen als Butterklumpen in einem Ozean von Milch bezeichnet. Sie sind aber vor allem soziale Gefüge.
Wir haben uns daher als nächstes auf den Kern der Organisation konzentriert: Die beteiligten Menschen. Jede noch so schön aufgebaute Strategie ist wertlos, wenn nicht eine überzeugte Mannschaft dahinter steht. Der Fokus auf den Menschen ist das Kernstück unserer Bemühungen. Allerdings ist eine Unternehmung nicht in sich abgeschlossen. Der Treibstoff, der sie vorwärtsbringt, sind die Bedürfnisse der Kunden. Wir wissen um ihre Bedeutung, und wir stellen sie über alles andere.
» weiterlesen
Für moderne Web-Startups sind Standardkomponenten, die Trennung aller Software-Bestandteile und ein System von Redundanzen ein massgebliches Erfolgsgeheimnis.
Von Dorian Selz, Nektoon
Wie sich die Zeiten ändern: Gelegentlich tauche ich ab in die Erinnerungen an unsere ersten Webprojekte vor fünfzehn Jahren. In dieser längst vergangenen Ära enthielten E-Commerce-Anwendungen bisweilen SQL-Befehle, die gar in der Website selber eingebaut waren.
Es gab keine Trennung zwischen der Präsentationsschicht und der logischen Schicht einer Anwendung. Wenn man die zugrunde liegende Datenbanktabelle veränderte, musste man meist auch die Website selber, die Präsentationsebene, anpassen.
Eine derart durchmischte Architektur war nicht gerade eine knackige Sache – selbst damals nicht, als “SQL-injection” ein unbekannter Begriff war.
Heute setzen wir auf ein gegenteiliges Konzept: Die “Shared Nothing Architecture”.
» weiterlesen
Ein Wiki ist für die Teamarbeit eines Startups besser geeignet als (teure) Office-Software.
Von Dorian Selz, Nektoon
Die meisten Editier-Konzepte gehen davon aus, dass ein einziger Autor an der Arbeit beteiligt ist. Jack Stillinger, ein amerikanischer Professor für Englische Literatur, nennt dies den
Mythos des einsamen Genies (Affiliate-Link) .
Er betont, dass die meisten grosse Werke häufig mehrere Autoren hätten – mit verschiedenen, wenn nicht sogar konträren Intentionen. Egon Friedell, ein österreichischer Historiker, hält die Diskussionen um Plagiate für die unfruchtbarsten der Geschichte. Er schreibt in der “Kulturgeschichte der Neuzeit” (Affiliate-Link) , die Natur erlaube kein unehrliches Geschäft und betont, dass Alexander Ideen bei Philip geborgt hätte, Augustinus bei Paulus, Schiller bei Shakespeare, welcher sich wiederum von Plutarch inspirieren liess. Friedell schliesst, dass so genannte “Dark Ages” – das Mittelalter wird bisweilen als solches bezeichnet – immer eine Phase geringen intellektuellen Abkupferns gewesen seien.
Egon Friedell hätte das Internet geliebt.
Als wir 2005 mit local.ch starteten, hatten wir nur gerade sechs Monate Zeit, um unsere Plattform zu entwickeln und aufzubauen.
» weiterlesen
Wenn das Verhältnis zwischen technischem und planerischem Personal nicht mehr stimmt, fangen die Grabenkämpfe um die Ressourcen in einer Unternehmung an. Deswegen sollte die Zahl der Projektmanager tiefer sein als die der Ingenieure.
Von Dorian Selz, Nektoon
Die meisten kleinen und mittleren Unternehmungen sind voll von Leuten mit dem Titel “Project Manager”. Gleich vorweg: Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den grundlegendsten Job in jeder Unternehmung. Wenn Ihre Techies nichts drauf haben, haben Sie jedenfalls fehlerhaften Code, aber Beharrlichkeit wird eine Lösung bringen. Wenn Ihre Marketingleute nichts können, haben Sie sicherlich Schwierigkeiten, Ihre Botschaft an die Menschheit zu bringen, aber mit etwas externer Hilfe wird’s schliesslich klappen. Wenn das Management nichts taugt, wird der Verwaltungsrat das Problem hoffentlich schnell lösen.
Aber wenn eine Projekt-Managerin versagt, hast Du ein echtes Problem. Warum? Sie ist diejenige, welche die Fäden eines Projekts in den Händen hält. Wenn sie gut ist, “passieren” die Dinge – oder eben Projekte – einfach so. Wenn sie die Fäden nicht zusammenhält, wird das Projekt scheitern.
» weiterlesen