Peter Hogenkamp

Dr. Peter Hogenkamp ist im Jahr 2003 im Internet erstmals über ein Weblog oder Blog gestolpert. Drei Jahre später gründete er zusammen mit Andreas Göldi das Startup «Blogwerk AG», das startwerk.ch betreibt und sich zum bedeutendsten Online-Verlag im deutschsprachigen Raum für diese neue Art des Publikumsmediums entwickelt hat.

Das Unternehmen kann ein ebenso rasantes wie stetiges Wachstum vermelden, und doch erlebt Peter zum wiederholten Male nicht nur die Freuden, sondern auch die Leiden eines Gründers am eigenen Leib. Gemeinsam mit den inzwischen mehreren Dutzend Mitarbeitern stellt er sich meistens sieben Tage jede Woche den vielfältigen Herausforderungen, die auf ein Startup hereinprasseln.

Peter war im Jahr 2000 Mitgründer der Zeix AG, Agentur für Usability und User Education, deren CEO er bis zur Gründung von Blogwerk war. Zeix ist Marktführerin in diesen Bereichen und betreut mit heute 22 Mitarbeitenden (Stand Mai 2007) namhafte Kunden wie Swisscom, SBB oder diverse Kantonalbanken.

Auch in dieser Firma weiss Peter noch immer nicht, was er als deutsche Funktionsbezeichnung auf seine Visitenkarten schreiben soll. «Founder/CEO» klingt nur auf Englisch erträglich. Auf Deutsch belässt er es dabei beim simplen «Geschäftsführer».

Peter ist erreichbar unter

 

Alle 7 Artikel von Peter Hogenkamp auf startwerk.ch:

Swiss Post Box:
Post lizenziert
«Startup Junkies»-Technologie

Vor gut einem Jahr drehte die US TV-Produktionsfirma «Mojo» eine Dokumentation namens «Startup Junkies». Darin kam ein innovatives Unternehmen vor, dessen Technologie man jetzt auch in der Schweiz benutzen kann – bei der Schweizer Post.

Vornehmste Aufgabe jedes Startups ist es, ein Problem des Kunden zu lösen. Die tollste Technologie nützt nichts, wenn man damit niemandem helfen kann.

Ich gestehe freimütig: Ich habe ein solches Problem, und das seit Jahren: Ich hasse jede Art von Korrespondenz auf Papier. Sie stapelt sich bei mir zuhaus, und ich kann mich nur aufraffen, sie anzugehen, wenn Anzeichen erkennbar sind, dass es wirklich andernfalls bös enden wird. Früher dachte ich, das sei eine generelle Charakterschwäche, und ich sei einfach nicht in der Lage, meine Dokumente in Ordnung zu halten. Heute weiss ich: E-Mail und Dateiablage kann ich ganz gut. Bei Papierpost dagegen wird es wohl nie was. Alles zu scannen wäre ein möglicher Ansatz, aber natürlich ein völlig unrealistischer. Was soll ich Rechnungen scannen, die ich nur einmal brauche? Und so sitze ich immer mal wieder nachts zuhaus und suche nach Einzahlungsscheinen, oder nach einer Rechnung, oder nach einem Dokument für die Steuererklärung, oder oder oder. » weiterlesen

Microsoft-PR für das “Barrierefrei Kit”:
Pressekonferenz im Dunkeln

Eine Präsentation im Dunkeln? Wenn’s denn sinnvoll ist, weil’s zum Thema passt, ist es eine wirklich gute PR-Idee.

Man kann ja von Microsoft halten, was man will. Und alle Blogger machen das ja ohnehin. Aber mir fällt immer wieder auf, dass die Grossen und daher der Legende nach Schwerfälligen oft sehr gute Marketing- und PR-Ideen haben. Solche, die nicht teuer sind und die auch Startups gut anstehen würden.

Heute kam die Einladung von Microsoft Schweiz zu einem Event: Sie launchen einen Accessibility-Kit für Sharepoint (von dem man ja erstmal denkt, das ist das letzte, was accessible wird, siehe Vorurteils-Intro oben) in der «Blinden Kuh», einem von Blinden betriebenen Restaurant in Zürich (und Basel). » weiterlesen

Twitter:
Müssen Startups zwitschern?

Kann das Micro-Blogging-System Twitter für Startups von Nutzen sein? Und wenn ja – wie setzt man das vermeintliche “Plaudertool” gewinnbringend ein?

Um gleich dem Widerspruch im Titel vorzugreifen: Natürlich müssen sie nicht. Niemand muss derzeit twittern, ebenso wenig wie bloggen oder überhaupt das Internet als Kanal für sein Startup benutzen. Nur ist man dumm, wenn man die Chance zum Dialog auslässt.

Die generelle Twitter-Sinnfrage, die derzeit in Dutzenden von Presseartikeln (siehe Google News) gestellt wird, kann man natürlich auch auf Startups anwenden: Wie sinnvoll kann es sein, wenn die Öffentlichkeit weiss, wann das Team sich Pizza ins Büro liefern lässt? Solche Zuspitzungen sind eine leichte Beute für “kritische” Journalisten, aber sie gehen am Thema vorbei. Für meine Freunde kann es durchaus interessant sein zu wissen, was ich zu Abend esse. Die Frage ist nun, wie werden Fremde zu Freunden eines Startups? Wie immer: in mehreren Schritten.

Twittern ist Bloggen zum Quadrat. » weiterlesen

Blogs:
Pflichtprogramm für Start-ups?

Über die Bedeutung von Blogs gehen die Meinungen in der “breiten Öffentlichkeit” immer noch auseinander. Das sollte uns herzlich egal sein. Für ein Start-up gehört ein Blog praktisch zum Pflichtprogramm.

Weblogs oder kurz Blogs sind inhaltlich eigentlich nichts Neues: persönlich gefärbte Websites, die regelmässig aktualisiert werden. Die Usability-Kolumne «Alertbox» von Jakob Nielsen existiert bereits seit über zehn Jahren. Der «Drudge Report», mit dem der Betreiber Matt Drudge 1998 den Lewinsky-Skandal ins Rollen brachte, war damals eine von einer einzelnen Person betriebene Website. Obwohl technisch noch nicht auf Blog-Plattformen laufend: konzeptionell waren dies die Vorläufer der Profi-Blogs und nicht die “digitalen Tagebücher”, als die Journalisten Blogs gern abstempeln.

Speziell an Blogs sind der tagesaktuelle Charakter und die in chronologischer Reihenfolge publizierten Einträge sowie die persönliche Sichtweise durch die Kommentare des Autors. Spezielle Blogging-Software automatisiert alle diese Funktionen. Sie funktioniert ähnlich wie ein Content-Management-System: Neue Einträge werden in eine Maske geschrieben und sind in Sekunden live geschaltet – und durch Suchmaschinen nur wenige Minuten später auffindbar. » weiterlesen

Firmennamen finden:
Von 0 auf 88.000 Google-Treffer

Eine der schöneren Erfahrungen beim Gründen ist für mich, dass man sich im stillen Kämmerlein einen Firmennamen ausdenkt, der dann wirklich benutzt wird – wenn es gut läuft, von Zigtausenden von Menschen.

Cover: «Wie werde ich Unternehmer?»
Cover: «Wie werde ich Unternehmer?»
Viele der Vor- und Nachteile, der schönen und weniger schönen Seiten des Startup-Lebens stehen in jedem Gründer-Ratgeber. (Beispiel: Das Taschenbuch “Wie werde ich Unternehmer? und die knallharte Antwort für 12 Mark” (Affiliate-Link), habe ich 1996 geschenkt bekommen.) Mehr Selbstbestimmung, aber dafür muss man alles selbst machen; Chance auf höheres Einkommen, aber dafür erstmal lange geringeres Einkommen, und so weiter. Ich möchte in einer losen Serie ein paar Aspekte des Unternehmerlebens vertiefen, die nicht in jedem Ratgeber stehen. Beginnen wir mit dem Firmennamen.
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Domain-Namen:
10 Tipps zum erfolgreichen Kauf

Linktipp: Der Domain-Name, die grundlegende Internet-Adresse einer Firma, gehört heute zur Marke und ist so wesentlich wie ein einprägsamer Firmenname. Eine passende Domain zu finden ist schwierig, sie zu registrieren bisweilen ein Hindernislauf: 10 Tipps vom Profi.

Spannender (englischsprachiger) Artikel: «How to Buy Domain Names Like a Pro: 10 Tips from the Founder of PhoneTag.com», gefunden bei Timothy Ferriss, Autor des Buchs «Four hour work week», dazu siehe u.a. unseren Artikel von vor zwei Jahren.

Ich hab auch schon einige Domains gekauft, u.a. blogwerk.com und blogwerk.de, aber ich fühle mich noch eher wie einer, der ein paar Glückstreffer gelandet hat. Der Autor des Artikels, James Siminoff, hat dagegen offenbar sehr viel Erfahrung in dem Bereich und bringt vor allem eine schöne Systematik.

Meine Lieblingsstelle im Artikel bezieht sich darauf, wer den Inhaber der Domain ansprechen sollte:

Option 2: Beauftrag eine kleine Anwaltskanzlei oder eine PR-Agentur, die eine Website hat. Wenn jemand diese anschaut, sollte er den Eindruck bekommen, dass die Firma knapp über der Armutsgrenze dahinvegetiert.

Hm, welche Website einer Schweizer PR-Bude sieht denn so aus, als könnten sie sich knapp ein warmes Mittagessen leisten? Muss mal die Augen offen halten.

Willkommen bei «startwerk.ch»!

Liebe Freundinnen und Freunde
Liebe Gründerinnen und Gründer
Liebe Schweizerinnen und Schweizer

Willkommen bei startwerk.ch, dem neuen Blog der Blogwerk AG über Schweizer Startups.

Die Schweiz hat eine erfolgreiche Startup-Kultur, das ist bekannt und dokumentiert: So stammen 9 aus den «TOP 100 Europe Startups» gemäss «Red Herring» aus der Schweiz; im Vergleich zur Grösse der Bevölkerung eine beeindruckende Zahl.

Ich hatte mein persönliches Aha-Erlebnis beim TechCrunch Zürich Meetup im Juli 2008: Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie viele spannende junge Firmen es in der Schweiz gibt – und auch, von wie vielen ich als interessierter Beobachter der Szene noch nie gehört hatte. Obwohl es generell viele Service-Angebote im Startup-Umfeld gibt, fehlte aus unserer Sicht eine professionelle Publikation, die sich regelmässig und exklusiv diesem Thema widmet.

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