Andreas Göldi

Andreas Göldi
Andreas Göldi

Andreas Göldi schrieb von 2003 bis 2006 lang das Blog «Beobachtungen zur Medienkonvergenz» (den Vorgänger von startwerk-Schwesterblog netzwertig.com) in dem es um die Verschmelzung von IT, Telekommunikation und Medien ging. Er ist fester Autor bei netzwertig.com und testet ausserdem gelegentlich neue Gadgets für neuerdings.com.

Im Moment baut Andreas Göldi in den USA ein neues Startup auf, das sich derzeit noch im extrem geheimen «Stealth Mode» befindet. Davor absolvierte er ein Weiterbildungsstudium in Boston am MIT und beschäftigte sich dort unter anderem mit Strategien für Softwareunternehmen. Vor seinem Umzug in die USA war er CEO der namics AG, der mit über 250 Mitarbeitern grössten Schweizer Internetagentur, die er 1996 auch mitgegründet hatte. Ausserdem ist er Investor bei mehreren Startups, unter anderem der Blogwerk AG.

Mehr über Andreas Göldi auf seiner Homepage unter agoeldi.com, u.a. sein privates Blog unter blog.agoeldi.com. Andreas ist zu erreichen über die Email-Adresse

 

Alle 6 Artikel von Andreas Göldi auf startwerk.ch:

Startup-Erfolg:
Wissen, was die Kunden wollen

Wie wird aus einem Startup eine erfolgreiche Firma? Das ist wohl die zentralste aller Jungunternehmenfragen. Aber was ist das Essentielle? Worauf muss man sich wirklich konzentrieren?

Es gibt Dutzende von Büchern und noch mehr Blogartikel zu dieser Schlüsselfrage. Nur hin und wieder traut sich mal jemand, die ganze Komplexität auf einfache Regeln herunterzubrechen.

Ein erfrischend geradliniges Beispiel ist etwa dieser Blogpost von RescueTime-Gründer Tony Wright . Wright stellte fest, dass es sehr unterschiedliche Wege zum Ziel gibt, dass aber alle erfolgreichen Firmen zwei Dinge beherzigen:

1. Biete etwas an, was die Leute wollen.
2. Hör nie auf, mach weiter, sei hartnäckig.

Nun, da kann man kaum widersprechen. Aber diese beiden “Rezepte” erscheinen so allgemein, dass sie fast schon nutzlos banal sind.

Oder etwa doch nicht? Wie immer steckt der Teufel im Detail, oder genauer gesagt, in der Umsetzung.

Gerade die erste Regel klingt einfach:

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Unternehmertum:
Warum die gesellschaftlichen
Werte entscheiden

Als erfolgreicher Unternehmer gilt in Europa, wer Mehrwert und Stellen schafft, in den USA, wer möglichst viel Geld macht: Was die beiden Wertsysteme voneinander lernen könnten.

Als in den USA lebender Schweizer Unternehmer werde ich oft nach den Unterschieden gefragt, die zwischen den USA und Europa bestehen. Genauer: Warum die USA so viel mehr erfolgreiche Startups hervorzubringen scheinen, während Europa schwer hinterher hinkt.

Um es vorwegzunehmen: Es liegt nicht an Technoparks oder Steuervorteilen für Unternehmer, also jenen Dinge, welche Politiker so gerne in den Vordergrund rücken.

Die zahlreichen Unterschiede lassen sich vielmehr auf zwei Dinge herunterkochen: Die Marktgrösse und das Wertsystem der Gesellschaft. Und beide sind leider schwer oder unmöglich kopierbar.

Die Marktgrösse ist leicht zu erklären:

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Unternehmer-Risiko (II):
Der Faustregeln zweiter Teil

Das Risiko einer Firmengründung ist nicht ohne weiteres abzuschätzen. Aber einige Erfahrungen und Statistische Werte helfen, übertriebene Befürchtungen zu überwinden.

Im ersten Posting über Faustregeln zum Unternehmerrisiko haben wir die Erfolgsquote, den Einfluss der gewählten Branche und die Chance auf Risikokapital beleuchtet. Hier betrachten wir die Aussichten auf einen Börsengang und den “Exit”. Als Fazit lässt sich zusammenfassen, dass das unternehmerische Risiko bei einer Neugründung tatsächlich hoch ist, aber die Erfolgsquote wohl höher ist als allgemein angenommen.

Auf dem Weg zum Ziel erweist sich so mancher vermeintliche Felsbrocken als Kieselstein – und umgekehrt. Wie also stehen die Chancen auf einen Börsengang:

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Unternehmer-Risiko (I):
Ein paar Faustregeln

“90% der Startups gehen bankrott” – diese oft gehörte Aussage schreckt so manchen potentiellen Jungunternehmer ab. Dabei ist sie falsch. Das Risiko eines Unternehmers ist hoch, aber nicht ganz so leicht zu fassen.

Eins ist wohl jedem Firmengründer klar: Die Chance, dass ein Unternehmen nicht zum Erfolg wird, besteht immer. Natürlich sind Jungunternehmer selbstbewusst genug, um davon auszugehen, dass gerade sie zu den Gewinnern gehören werden.

Trotzdem schadet es für eine realistische Einschätzung nicht, ein paar Faustregeln zum unternehmerischen Risiko zu kennen. Denn je nach aktueller Situation in einem Startup hat man manchmal das enthusiastische Gefühl, dass man jetzt dann gleich die ganze Welt erobern wird, oder versinkt zu anderen Zeiten in tiefster Trübsal, weil einfach gar nichts klappen will. Beides ist gefährlich. Da hilft es manchmal, sich an greifbare Statistiken zu halten.

Darum präsentieren wir ein paar Faustregeln zum unternehmerischen Risiko. Diese Zahlen sind zusammengezogen aus verschiedenen internationalen Studien zum Unternehmertum:

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Wie findet man eigentlich
eine gute Geschäftsidee? (II/II)

Im ersten Teil haben wir ein paar gute Methoden zum Finden einer Geschäftsidee beschrieben. Leider gibt es aber auch ausgesprochen schlechte Ansätze.

Wie im ersten Teil erläutert: Eine gute Geschäftsidee zu finden, ist nicht leicht, aber es gibt ein paar vielversprechende Methoden. Leider sieht man aber bei Jungunternehmern oft auch Vorgehensweisen, die die Erfolgschancen deutlich reduzieren.

Schlechte Methode 1: Die 1%-Idee

In erstaunlich vielen Businessplan-Präsentationen ist diese Aussage zu hören: “Wir haben zwar viele Konkurrenten, aber wir bewegen uns hier in einem riesigen Milliardenmarkt. Wenn wir nur 1% des Weltmarktes erobern können, haben wir schon ein sehr gutes Business.”

Für erfahrene Investoren heisst das:

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Wie findet man eigentlich
eine gute Geschäftsidee?

«Ich würde ja schon gern eine Firma gründen, aber ich finde einfach keine Geschäftsidee» – das hört man oft von potenziellen Jungunternehmern. Aber zum Trost: Bill Gates, Steve Jobs und Mark Zuckerberg hatten auch keine gute Idee.

Erfolgreiche Firmen fangen immer mit einer brillanten Idee an — das denken zumindest die meisten Leute. Geprägt ist diese Vorstellung vor allem durch eines: Glorifizierende Presseberichte, in denen der Werdegang erfolgreicher Unternehmer als logische Folge extrem intelligenter Entscheidungen dargestellt wird, ausgehend von einem fantastischen Geistesblitz.

Wenn man aber genauer hinschaut, sieht man schnell: Dieses Idealbild hat mit der Realität wenig zu tun. Die meisten Unternehmen fangen mit einer relativ konfusen Vorstellung davon an, womit sie dereinst Geld verdienen wollen. Bill Gates wollte eigentlich nur nur irgendwas mit Software machen; über sein heutiges Quasi-Monopol ist er fast zufällig gestolpert. Apple hatte eigentlich vor, Bausätze für Hobbybastler zu produzieren. Dass die Leute lieber fertige Computer kaufen, fand man erst später heraus. Und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bediente sich zwecks Ideenfindung pragmatischerweise bei einem Projekt zweier Kommilitonen, die ihn bis heute deswegen verklagen. » weiterlesen