Traction kriegen:
Zehn Tipps fürs Marketing zum Launch

Seinem Produkt zur nötigen Sichtbarkeit zu verhelfen ist eine Herausforderung, die alle Startups meistern müssen. Wir schauen uns die Optionen dazu an.

Wie werben, wenn die Kunden fehlen? {Duncan;http://www.flickr.com/photos/duncanh1/7928136036/;http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/}Ein Alptraum für jedes Startup: Die Leere nach dem Launch, das Produkt ist fertig – und keinen interessiert’s.

Wenn die Nachfrage nach dem eigenen Produkt schleppend verläuft und das Marketing nicht greift, steht jedem Gründer schnell der Schweiss auf der Stirn. Kein Wunder, das Geld ist knapp und damit die Zeit begrenzt, die man auf Kunden warten kann. Und bevor ein Produkt am Markt angekommen ist, lässt sich nicht sagen, ob man nicht vielleicht doch am Kunden vorbeientwickelt hat.

Bevor man aber den Glauben an die eigene Idee verliert, lässt sich eine ganze Anzahl von Registern ziehen. Wir haben eine Checkliste mit möglichen Werbemassnahmen zusammengestellt, die beim Befeuern des Launchs helfen:

  1. Suchmaschinenmarketing. Google Ads sind eine Möglichkeit, um schnell und gezielt potentielle Kunden auf den eigenen Webauftritt zu lotsen. Funktionieren die Anzeigen nicht zufriedenstellend, muss vielleicht nachgebessert werden – bessere Landing Page, andere Texte, andere Suchbegriffe – hier gilt es zu experimentieren, um das Potential auszureizen.
  2. Presse. Erwähnungen in den Medien können die eigene Bekanntheit kräftig anschieben. Darum lohnt sich die Frage: Könnte ein Medium – nicht nur die grossen, gerade auch Blogs oder Nischenpublikationen – Interesse an einem Bericht über uns haben? Es lohnt sich zu überlegen, wer die angedachte Kundengruppe am besten addressiert. Die Chancen auf eine Erwähnung lassen sich erhöhen mit einer guten Geschichte oder interessanten Hintergrundinformationen; Doodle beispielsweise hat gute Erfahrungen mit Studien gemacht.
  3. SEO. Wer mit seinen Themen ein guten Ranking bei Suchmaschinen erreicht, kann auf Traffic zählen. Man kommt kaum darum herum, die eigene Website für Google optimieren. Dabei hilft:
  4. Contentmarketing. Fangt an, per Blog oder Newsletter auf Eurem Spezialgebiet zu publizieren. Welche Themen liegen nahe an Eurem Produkt? Wo könnt Ihr mit Eurem Wissen Beiträge mit Mehrwert liefern?
  5. Externer Vertrieb. Beim Thema Sales stellt sich die Frage nach den passenden Kanälen. Hapert es beim Direktvertrieb, sollte man darüber nachdenken, ob ein Reseller zusätzlichen Absatz generieren könnte. Jemand, der Zugang zu potentiellen Kunden hat und auf Akquise spezialisiert ist, mag dem Geschäft einen zusätzlichen Boost bescheren.
  6. Reichweitenpartner finden. Besonders für Webstartups interessant: Ergänzt das eigene Produkt allenfalls die Webangebote von Online-Medien? Wären diese als Promopartner zu gewinnen? Reichweitendeals dieser Art können auf einen Schlag eine sonst kaum zu erzielende Sichtbarkeit schaffen.
  7. Affiliate. Je nach Produkt und Markt mag es sich lohnen, auf die Suche nach Vertriebspartnern zu gehen. Blogger, Berater, andere Startups könnten gegen eine Provision die Werbetrommel rühren.
  8. Präsenz markieren. In Foren, Blogs, auf Twitter oder auf Messen: Es lohnt, sich on- und offline Gehör zu verschaffen und mit Präsentationen, Produktdemos und Diskussionsbeiträgen Aufmerksamkeit zu erzeugen.
  9. Startup-Kooperationen. Gemeinsam sind wir stark: Mehrere Jungunternehmen zusammen haben mehr Ressourcen für Mailings, Eventorganisation und andere Marketingmassnahmen. Gemeinsame Launchpartys oder Pressekonferenzen führen fast automatisch zu mehr Sichtbarkeit.
  10. Rabatte. Wenn alle Stricke reissen: Das Produkt für begrenzte Zeit billiger machen. Mengenrabatte bei physischen Produkten oder ein Preisnachlass für gewisse Abomodelle kann kurzfristig die Verkäufe stärken und Buzz generieren.
 

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3 Kommentare

  1. Mehrer Punkte am – sonst guten Artikel – finde ich “schade”:

    “Wenn alle Stricke reissen = Rabatt”: wenn das Produkt gut ist, und die Preisfindung nicht am Markt vorbei ist es sicherlich einfach falsch, sich NUR über den Preis zu positionieren. In einer Nisch hat man das nicht nötig, und bei vielen Mitbewerbern machen die das einfach nach und die Spirale beginnt sich nach unten zu drehen.

    Wie der Schluss, finde ich auch den Anfang etwas verhunzt. “Das Produkt ist fertig und keinen interessierts”: Das Ziel ist doch genau das zu vermeiden. Hier kann ich nur jedem den kostenlosen Lehrgang “How To Build a Startup” auf udacity.com empfehlen… Sonst sieht man sich sehr schnell am Ende des Artikels :)

    • Hallo David,

      Es geht nicht darum, sich “nur” über den Preis zu positionieren. Darum schreibe ich ja über eine zeitliche begrenzten Preisnachlass oder Mengenrabatt. Das hat keinen Einfluss auf die Positionierung, sondern ist vielmehr eine Möglichkeit, um kurzfristig auch Kunden mit geringerer Zahlungsbereitschaft an Bord zu holen.

  2. Die Aufstellung finde ich recht gut.
    Als Onlineshop Ersteller sehe ich täglich den Kampf vieler kleinere Shops ums überleben.
    Gerade Shops in Nischen sollten ihre Reichweite über Print-Werbung ausbauen, dabei ist nicht die Anzeige in einer Zeitung gemeint, sondern über Flyer, Coupon Cards und Paketbeilagen.

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