Joiz:
Schweizer Startup will das
Fernsehen neu erfinden

Mit Joiz will ein Schweizer TV-Sender am 28. März 2011 crossmedial auf Sendung gehen. Joiz will Internet und TV verschmelzen und so junge Zuschauergenerationen anlocken.

von Pascal Howald, Developer und Geolocation-Experte bei unserem Verlag Blogwerk AG

Musik, Lifestyle, Gesellschaft und Games sind die Inhalte, mit denen sich Joiz beschäftigen will. Neuer ist die Art, wie Joiz das tun will. Als crossmedialer TV-Sender in HD-Qualität wollen die Macher die Fernsehwelt mit dem (mobilen) Web und den sozialen Medien verbinden. Facebook und Twitter sollen die Bewegtbilder als Backchannel begleiten und die Interaktion zwischen Joiz und den Zuschauern und unter den Zuschauern ermöglichen.

Interaktion und Swissness
Interaktive Kanäle sollen den Zuschauern in Echtzeit ermöglichen, das Programm mitzubestimmen. Anvisiert wird ein Publikum zwischen 15 und 29 Jahren, dass sich, so Joiz’ Rechnung, durch ein deutlich anderes Mediennutzungsverhalten auszeichne. Das Programm wird ausschliesslich in dem Studio in Zürich produziert und soll sich durch eine ausgeprägte Swissness von der Konkurrenz wie Viva oder MTV abheben.

Echtzeit-Crossmedia-Werbung
Der Werbeindustrie will Joiz ganz neue Möglichkeiten bieten: Die Echtzeit-Verbreitung von Werbebotschaften erlaube neue Formen von interaktiven und crossmedialen Kampagnen auf allen Web- und Mobile-Kanälen. Für die Vermarktung ist Joiz eine Kooperation mit der Publicitas, einer Tochergesellschaft der Publigroupe, eingegangen.

TV-erfahrenes Management
Hinter Joiz stehen einige Dutzend Jahre TV-Erfahrung bei SF DRS, Sat 1 und anderen Medienanbieter. Mitgründer Kurt Schaad amtet als VR-Präsident, Alexander Mazzara ist Joiz-CEO und ebenfalls Mitgründer. Creathor Venture, ein Venture Capital-Unternehmen mit Sitz in Bad Homburg und Zürich, hat vergangenen Herbst mehrere Millionen Franken in Joiz investiert.

Neue Dimension der Marktforschung
Das Experiment Joiz wird spannend und bis im kommenden Sommer werden wir wohl erste Antworten zu den Fragen haben: Kommt das Programm beim Zielpublikum an? Wird die Verschmelzung von Fernsehen und Web der alten TV-Tante neues Leben einhauchen? Interessant sind die neuen Möglichkeiten für die Werbewirtschaft. Interagieren die Zuschauer mit dem TV-Kanal z.B. über Facebook, dürften die entsprechenden Profildaten zur Verfügung stehen. Joiz – und damit die Werbetreibenden – dürfte also einiges mehr über das eigene Publikum wissen als andere Fernsehsender.

 

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2 Kommentare

  1. Ich bin sehr gespannt, wie die Joiz-Umsetzung in der Praxis aussehen wird. Weil irgendwie muss ja mehr dahinter stecken, als nur die Einblendung eines Hashtags oder eines Twitter-Steams während einer Sendung – und doch kann ich mir viel mehr kaum vorstellen. Ich lasse mich gerne überraschen!

  2. Na ja, dann wünschen wir alles Gute.

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