Startup Definition:
Keine klare Sache

Startup ist ein weiter Begriff. Welche jungen Unternehmen fallen darunter und wann hören sie auf es zu sein? Startwerk hat im Internet nach Antworten gesucht.

Die meisten Leute erkennen ein Startup, wenn sie eines sehen. Trotzdem fällt eine abstrakte Definition schwer. Die einfachste Beschreibung, die ich finden konnte war diejenige auf FundingPost, einer Plattform für Investoren und Gründer:

Startup is a new business venture in its earliest stage of development.

Diese Definition würde allerdings fast jede Art von Neugründung abdecken, von einem revolutionären Biotechnologieunternehmen bis zum Friseursalon. Und bei letzterem würde – trotz zweifellos vorhandenem Unternehmergeist – niemand von einem Startup sprechen.

Der mittlerweile zum Universitätsdozenten gewordene serial Entrepreneur Steve Blank beschreibt den Begriff in einem Blogpost. Anders als FundingPost nähert er sich dem Begriff an und erklärt ausführlich. Aus seinem Artikel lässt sich jedoch ein Satz herausziehen, den man als seine Definition verstehen kann:

A startup is an organization formed to search for a repeatable and scalable business model.

Allerdings scheint mir die reine Suche nach einem Geschäftsmodell noch kein Unternehmen zu sein. Wie die Macher von The Savvy Intern, einem Blog für Leute, die Praktikumsgelegenheiten bei Startups suchen, schreiben, fehlen in Blanks Definition sowohl das einem Startup inhärente Risiko, als auch der oder die Unternehmer, welche bei jedem Startup eine zentrale Rolle spielen. In einem langen Post, in welchem an der Definition von Steve Blank herumgespielt wird, kommt The Savvy Intern deshalb zu folgendem Resultat:

A startup is an entrepreneur-driven, innovative organization formed to search for a repeatable and scalable business model while mitigating risk.

Und wendet gleich darauf selbst ein, dass häufig auch Firmen wie Apple oder gar Ford noch als Startup bezeichnet werden, ganz einfach wegen dem “Unternehmergeist”, der dort herrscht. Auch diese überarbeitete Definition ist also noch nicht präzise oder umfassend genug.

Vielleicht gelingt es einem unserer Leser, eine genauere – und vor allem deutsche – Definition zu formulieren. Ich selbst würde meine Definition eher auf das Entwicklungsstadium des Unternehmens stützen. Also ungefähr so:

Ein Startup ist ein Unternehmen, welches ein innovatives Produkt oder einen Service zu etablieren sucht und sich noch nicht für ein Bankdarlehen qualifiziert.

Mehr lesen

Investitionsentscheid: Unternehmer, nicht Unternehmen

13.4.2011, 1 KommentareInvestitionsentscheid:
Unternehmer, nicht Unternehmen

Der New Yorker Venture Capitalist Fred Wilson hat in einem Blogpost erklärt, weshalb man grossartige Unternehmer auch unterstützen sollte, wenn ihre Idee noch nicht ganz reif ist.

Linktipps: Saas-Fonds, Namensfindung, bloggende Investoren

21.1.2011, 0 KommentareLinktipps:
Saas-Fonds, Namensfindung, bloggende Investoren

Die Links der Woche, unter anderem: Medtech-Preis verliehen, Mobilitäts-Startups im Kommen und Tipps für den eigenen Firmenblog.

Startup Gurus: Weisheit aus Übersee

26.11.2010, 1 KommentareStartup Gurus:
Weisheit aus Übersee

Auf Startwerk haben wir schon verschiedentlich grosse Namen aus Übersee zitiert. Eine kurzes Who is Who.

Apps with Love: Unternehmen mit Gangschaltung

18.10.2011, 2 KommentareApps with Love:
Unternehmen mit Gangschaltung

Eine Strategie für Wachstum ohne Risiko: Das Berner Software-Startup Apps with Love skaliert nach Bedarf.

Cabtus: Den Taximarkt umkrempeln

12.8.2011, 3 KommentareCabtus:
Den Taximarkt umkrempeln

Das Startup Cabtus will mit mehr Transparenz und Mehrwert-Features den traditionellen Taxizentralen das Heft aus der Hand nehmen.

NFC und Poken 3.0: Back to the roots für Poken

25.7.2011, 1 KommentareNFC und Poken 3.0:
Back to the roots für Poken

Poken wandelt sein Geschäftsmodell zum zweiten Mal und geht nun aufs Ganze.

Mini-Startup-Check: Die To-Do-Liste für Gründer

28.9.2011, 0 KommentareMini-Startup-Check:
Die To-Do-Liste für Gründer

Kostenplanung, Break-Even, Marge, Coaching: Wichtige Punkte für angehende Gründer.

Idee für ein Startup finden: Scratch your own itch

29.8.2011, 1 KommentareIdee für ein Startup finden:
Scratch your own itch

Bedürfnisse machen Geschäftsideen - darum lohnt es, die eigenen auf ihre Lösbarkeit abzuklopfen. Denn es hat ein paar Vorteile, wenn man sich selbst als ersten Kunden hat.

Klein aber fein: Grössen-Vorteile von Startups

17.6.2011, 4 KommentareKlein aber fein:
Grössen-Vorteile von Startups

David gegen Goliath - flink und schlau gegen gross und träge. Könnte ähnliches nicht auch für Startups und etablierte Firmen gelten?

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.