Gründer-Fragerunde:
Lehren aus der Praxis
Ein schnellerer Launch, früher Feedback holen, sich für den Ernstfall rechtlich absichern. Das würden die von uns befragten Gründer heute anders machen.
Was genau einen erwartet wenn man den Schritt in die Selbständigkeit wagt, das kann einem niemand im Vornherein sagen. Und im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Neben einer flexiblen Planung, die sich anpassen lässt falls sich etwas anders entwickelt als gedacht gibts es darum nur einen Tipp: möglichst viel mit Unternehmern reden und aus ihren praktischen Erfahrungen lernen.
Wir haben also Gründer gefragt: Was würdest Du heute anders machen?
Carlos Bravo, Gründer Coguan

“Wir würden schon sehr früh einen Vertriebsprofi ins Team integrieren und einen grösseren Fokus auf Sales richten. Statt uns zu stark auf unser Produkt und auf uns selbst zu konzentrieren, würden wir mehr das Gespräch mit Endkunden suchen, um die Kunden besser zu verstehen und das Produkt durch dieses Feedback anzupassen. Dies haben wir in der Anfangsphase zu wenig gemacht.”

“Einfach gesagt: Wir hätten öfters das Büro verlassen und mit potentiellen oder bestehenden Kunden sprechen sollen. Früh mit einer Hypothese rausgehen statt erst mit einem umfangreichen Produkt ist wichtig. Die Gefahr, dass man deswegen kopiert wird, ist überbewertet.”

“Einen noch schnelleren Produkt-Launch. Wir brauchten 10 Monate vom Start bis zum Launch. 6 oder 7 Monate wären auch okay. Allem „User Centered Design“ zum Trotz ist das Feedback zur Live-Webapplikation noch wertvoller.“

“Bei Paul und mir war das zum Glück nicht nötig, trotzdem sind wir beide der Meinung, dass wir beim nächsten Mal von Beginn weg eine “Bad Leaver”-Klausel definieren würden, um die Besitzverhältnisse auch für diesen Fall zu klären.”

“Unternehmer sollten sich mehr auf ihre Arbeit konzentrieren statt schon vor der Gründung viel Kapital zu holen und das Team auszubauen.”

“Rückblickend würde ich versuchen, zum einen noch früher die Nähe zu potentiellen AiduMakern zu suchen und zum anderen noch früher mit Stiftungen und Unternehmen zusammenzuarbeiten.”
























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