Yammer:
Eine Volière für Startups
Wie kann der Ideenaustausch in einem Startup mit Mitarbeitern auf verschiedenen Kontinenten dynamisch gehalten werden? Firmeninternes Microblogging ist ein möglicher Ansatz.
In Gesprächen mit Jungunternehmern lande ich häufig bei der Frage, wie interne Kommunikation zwischen Mitarbeitern, die an unterschiedlichen Orten arbeiten, zu organisieren sei. Emails, Wikis und Skype oder diverse Google-Services wie –Talk, -Docs oder –Sites werden am häufigsten genannt. Mit diesen Tools, werden Konferenzen geführt (Skype, Google-Talk), Dokumente ausgetauscht oder erarbeitet (Email, Google-Docs, Wikis).Für den schnellen Ideenaustausch zwischen über den ganzen Globus verteilten Mitgliedern eines Startups taugen diese Tools aber nur sehr begrenzt.Twitter böte sich prinzipiell an, ist aber wohl etwas zu offen, um als Plattform für den firmeninternen Gedankenaustausch zu taugen. Wer mit seinen Mitgründern und wirklich nur mit diesen zwitschern möchte, sollte sich Yammer anschauen – das Unternehmen gewann im September 2008 den Techcrunch50-Award.
Mit Yammer können sich alle Mitarbeiter einer Firma, mit ihren Kollegen in einem abgeschlossenen Twitterversum – quasi einer Volière – über den Stand ihrer Arbeiten auf dem Laufenden halten. Der springende Punkt (hinsichtlich Funktionalität und Businessmodell): Will eine Firma Kontrolle über ihr eigenes Twitterversum erlangen, muss sie zusätzliche Bezahldienste buchen. Markus Spath hat für Netzwertig bereits vor einem Jahr – höchste Zeit also, wiedermal darauf hin zu weisen – einen Blick auf Yammer geworfen und kam zu einem positiven Urteil.
Ich wurde über Sandbox (Sandbox-Portrait auf Startwerk.ch) auf Yammer aufmerksam: Nico Luchsinger bezeichnet in einem Post vom 4.11. 2009 das Tool als den „Heartbeat of Sandbox“. Die Sandboxer benutzen Yammer im Prinzip wie Twitter, mit dem Unterschied, dass eben nichts von dem Gezwitschere nach Aussen gelangt. Bei Sandbox werden beispielsweise interessante Links ausgetauscht, Aufgaben zugewiesen, Statusupdates erbeten oder sogar Entscheidungen getroffen.
Was haltet Ihr von Yammer (oder beispielsweise Status.net)? Taugt Microblogging für den Ideenaustausch in einem international tätigen Startup? Oder ist Yammer nur ein weiterer Informationskanal, der für noch mehr Unruhe und Ablenkung im Jungunternehmeralltag sorgt? Vielleicht kennt Ihr auch einen vergleichbaren Dienst, der alles viel besser macht?
- Yammer
- Artikel zum Techcrunch50-Award 2009
- Netzwertig über Yammer
- Sandbox-Portrait auf Startwerk.ch
- Nicos Post vom 4.11. 2009
- Status.net


















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Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
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Wir setzten Yammer nun schon seit einigen Monaten ein und sind damit sehr zufrieden.
Wir nutzen dies zum allgemeinen Informationsaustausch (Hey, hier gibt es einen Artikel über xy), für kurze Konversationen oder Rückfragen (tritt Bug #1234 auch im IE auf?) oder gelegentlich auch informell (Youtube-Links etc.)
Wie bei all diesen “Hallo-an-alle”-Tools ist natürlich eine gewisse Disziplin und gesunder Menschenverstand gefragt, schliesslich soll das ganze die Produktivität erhöhen und nicht zur virtuellen Kaffee-Runde ausarten.
Wir haben uns vor Ewigkeiten (Anfang des Jahres? Letztes Jahr?) mal bei Yammer angemeldet, es ca. eine Woche genutzt, und dann ist es komplett eingeschlafen. Der Grund: Wir nutzen für die “nötige” nonverbale Kommunikation Mail, Ticketing-Services und Skype. Dazu kommt natürlich, dass wir oft alle im gleichen Büro sitzen.
Ich bin der Meinung, dass Google Wave auch in diesem Bereich Dienste wie Yammer obsolet machen wird. Wir haben Wave jetzt auch schon zum Zusammenarbeiten genutzt, und hier liegen imho die wahren Stärken des neuen Google-Babies. Ist in diesem Sinne wahrlich eine Killer-App.
TechCrunch schreibt über Yammer – danke für die Ergänzung Boys ;) http://ff.im/-bGL7v
Hi Simon,
Wir haben Yammer eine Zeit lang bei Synetgies genutzt und dabei festgestellt dass es für den Gedankenaustausch durchaus geiegnet, für Diskussionen aber zu unübersichtlich ist.
Dein Artikel hat mich auf die Idee gebracht es mit einigen Leuten in internationalen Projekten zu nutzen. Sprich mich bei unserem nächsten Treffen nochmal darauf an ;-)
Liebe Grüsse,
Andi