Startup-Diary:
Ein Web-Startup auf Fehlersuche

Gastautor, 21. September 2009 06:30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer Software entwickelt verbringt viel Zeit und Energie mit Jagd auf Fehler im Code. Die Systematisierung dieser Käferjagd spart Zeit und Nerven.

Von Eric Fischer, Syndc.

In der Rubrik Startup-Diary schildern Jungunternehmer wöchentlich, mit welchen praktischen Problemen sie in der vergangenen Woche konfrontiert wurden und welche Lösungsansätze sie gefunden haben.
 Während der Entwicklung einer komplexen Anwendung wie Syndc.com treten immer wieder Probleme und Bugs auf. Daher sind Bugtracking und -fixing zentrale Tätigkeiten des Entwicklungsteams. Um Bugs systematisch zu begegnen und zu beheben, benötigen wir ein System, mit dem sich die Bugs tracken und und deren Ursachen und Behebung dokumentieren lassen. Für uns gab es dabei mehrere Elemente, die ein Bugtracking-System erfüllen muss: Erstens muss es für alle Nutzer des Bugtrackings geeignet sein, d.h. zum einen muss es die Bedürfnisse des Entwicklers/Testers erfüllen und zum anderen die eines Anwenders. Insbesondere der erste Punkt hat seit der Erweiterung unseres Entwicklungsteams auf nun fünf Personen an Bedeutung gewonnen, da sich die Mitglieder des Teams nicht jederzeit am gleichen Ort befinden und dennoch jederzeit auf dem aktuellen Stand der Bearbeitung durch die anderen Teammitglieder sein müssen. Ausserdem sollte das System natürlich möglichst schlank und einfach zu bedienen sein und so gut wie keine Einarbeitungszeit benötigen.

Google Apps als Lösung – vorläufig

Als erstes haben wir uns Bugzilla (Wikipedia-Eintrag) angeschaut. Wir kamen jedoch zum Schluss, dass dieses Tool uns im Moment zu viele Möglichkeiten bietet, dass Pflege und Anwendung mehr Zeit in Anspruch nehmen würden als es uns Nutzen bringt.

Schliesslich haben wir in unsere Anwendung einen “Button” integriert (Report Bug), den der User klicken kann, um einen Datenbankeintrag über den Ort des Fehlers (url) zu erzeugen. Auf Ebene der Entwickler und Tester haben wir zuerst mit einem Bereich in unserem Dokuwiki gearbeitet, in dem wir Bugs detailliert (Ort, Funktion, Fehler, zusätzliche Info, Datum und Name) beschrieben haben. Dies wurde allerdings schnell unübersichtlich und wir sind jetzt dazu übergegangen, die Bugs in Google Spreadsheets (Wikipedia-Eintrag) zu erfassen und werden beobachten, ob sich das bewährt.

Fazit: Bei jeder Einführung eines neuen Tools stellen Einarbeitung und Umstellung eine nicht zu unterschätzende Hürde dar. Entweder gibt man ein Tool zwingend vor oder man verwendet eine Variante, die vielleicht weniger Funktionen besitzt, dafür selbsterklärend ist – Wir haben uns vorderhand für Einfachheit entschieden.

Dieser Text ist mir was wert:

Weiterempfehlen

Mehr lesen

Serie Bootstrapping: Gründen mit wenig Ressourcen

23.8.2010, 2 KommentareSerie Bootstrapping:
Gründen mit wenig Ressourcen

Auftakt zur neuen Serie auf Startwerk - Bootstrapping oder: Wie gründet man ein Unternehmen ohne viel Geld?

\

11.6.2010, 0 Kommentare"Don't worry, be crappy":
Overengineering vermeiden und auf Kunden konzentrieren

Damit Geschäftsideen nicht an der Realität scheitern, gibt es nur eines: Kundenfokus. Einige Links zum Thema.

Feedback und Marketing: Was man jeden Kunden fragen sollte

31.5.2010, 1 KommentareFeedback und Marketing:
Was man jeden Kunden fragen sollte

Feedback einholen und nachhaken zur Kundenzufriedenheit gehört zur Produktentwicklung. 5 Leitfragen für Unsichere.

Browser-Plugins für useKit: Reagieren auf Kundenwünsche

18.6.2010, 0 KommentareBrowser-Plugins für useKit:
Reagieren auf Kundenwünsche

Die Bereitschaft zum permanenten Überdenken eigener Ideen führt zu besserer Nutzbarkeit - und das oft mit wenig Entwicklungsaufwand.

Software und Tools: Massgeschneiderte Finanzbuchhaltung

5.5.2010, 8 KommentareSoftware und Tools:
Massgeschneiderte Finanzbuchhaltung

Selber machen ja oder nein, und wenn ja mit welchen Tools arbeiten? Eric Fischer zu seinen Entscheidungen über Buchhaltung und dazugehöriger Software.

Startup-Diary: Wie Usekit an den Start ging

13.1.2010, 0 KommentareStartup-Diary:
Wie Usekit an den Start ging

Welche Fragen sind bei einer Firmengründung als erste zu klären? Eric Fischer erzählt von seinen Erfahrungen bei Usekit.

Startup-Diary: Von Syndicate zu Usekit, vom Prototyp zum Produkt

11.11.2009, 0 KommentareStartup-Diary:
Von Syndicate zu Usekit, vom Prototyp zum Produkt

In diesem Post möchte ich zurückblicken auf den manchmal steinigen Weg vom Prototyp zum Produkt und dabei ein paar Probleme benennen, denen sicher etliche Gründer begegnen werden.

Startup-Diary: Die endgültige Namensfindung

12.10.2009, 2 KommentareStartup-Diary:
Die endgültige Namensfindung

Einen Namen für die neue Firma zu finden ist so wichtig wie schwierig - und manchmal auch ein wenig von guten Zufällen abhängig.

Startup-Diary: Teambuilding – Alle in einem Boot

28.9.2009, 4 KommentareStartup-Diary:
Teambuilding – Alle in einem Boot

Wie wichtig ist der Team-Geist in einem Startup? Sehr wichtig, meint Eric Fischer. Das Problem: Die Ressourcen eines Startups sind begrenzt.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.