Venture Kick:
Insphero und Labseed erhalten Fördergelder

Simon Wüthrich, 3. September 2009 10:03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ende August 2009 haben die beiden Medizinaltechnologie Startups Insphero und Labseed die Jury des Venture Kick in der dritten und letzten Runde von sich überzeugen können. Insgesamt erhalten die beiden Startups je 130′000 Franken Anschubfinanzierung.

Effizientere Medikamentenentwicklung

Insphero hat eine Technologie entwickelt zur Herstellung von Mikrogeweben, die in der Medikamentenforschung zur Anwendung gelangen sollen. Der Vorteil dieser Mikrogewebe: Sie ahmen biologische Strukturen, zum Beispiel Krebsgewebe, besser nach als bisherige Technologien. Wer biochemische Wirkstoffe an diesen Mikrogeweben testet, erhält signifikant bessere Ergebnisse über die Wirksamkeit der zu testenden Substanz, als wenn er mit herkömmlichen Testgeweben, so genannten Monolayers, arbeitet. Einen grossen Vorteil der neuen Technologie sehen die Gründer von Insphero darin, dass sich ihre Technologie problemlos in die etablierten Laborabläufe und -strukturen einbinden lasse.

Weniger Komplikationen mit Implantaten

Das Lausanner EPFL-Spinoff Labseed hat eine Technologie entwickelt, mit der sich Ablagerungen auf medizinischen Implantaten, wie Herzschrittmachern, verhindern lassen: Mycoat. Dabei handelt es sich um einen dünnen Proteinfilm, der, auf Implantate aufgezogen, verhindert, dass der menschliche Körper eine Art Gewebekapsel um das Implantat erzeugt. Solche Gewebekapseln beeinträchtigen die Funktion der Implantate und können zu erneuten Operationen zwingen.

Initiative für Jungunternehmer

Venture Kick stellt jedes Jahr über zwei Mio. Fr. für Firmengründungen im Hochschulumfeld zur Verfügung. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Jungunternehmer auch Geschäfts-Knowhow. Seit 2007 ist das IFJ im Auftrag der Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung und OPO Stiftung für Venture Kick verantwortlich.

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